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Den ersten Auswärtserfolg bejubeln wollen die Tölzer Löwen um Johannes Sedlmayr (li.) und Klaus Kathan in Heilbronn.

eishockey: dEL 2

Disziplin im Falkenhorst

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In Heilbronn wollen die Tölzer Löwen ihre aufsteigende Tendenz fortsetzen  möglicherweise mit dem ersten Auswärtssieg. Falken-Goalie Andrew Hare präsentierte sich zuletzt nicht gerade in Topform.

Der Sieg gegen Bayreuth am vergangenen Sonntag war Balsam auf die sieben Spiele lang arg strapazierte Seele der Tölzer Löwen – noch dazu auf heimischem Eis. Nach einer ganzen Reihe harter Brocken, bekommen es die Tölzer Löwen an diesem Wochenende mit vermeintlich leichteren Gegnern zu tun: Heute Abend geht’s in die Kolbenschmidt Arena zu den Heilbronner Falken; am Sonntag gastieren die Lausitzer Füchse in der Wee-Arena.

Allzu hohe Erwartungen, die sechs Punkte fordern, irritieren Trainer Rick Boehm. „Diese Mannschaften stehen zwar in unserer Tabellenhälfte und sind schlagbar, aber es sind beinahe Profi-Mannschaften“, gibt der Löwen-Coach zu bedenken. „Ohne unsere beste Leistung werden wir in der DEL 2 kein einziges Spiel gewinnen.“

Die Falken sind zwar eine feste Größe in der DEL 2, gehören sie doch der

zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga seit deren Gründung 2013 an. Gleichwohl halten sich die Meriten in Grenzen. Jahrelang wurde am Neckar um den Klassenerhalt gerungen, zweimal musste sogar der grüne Tisch als rettende Instanz herhalten. In der vergangenen Saison gelang der Ligaverbleib auf sportlichem Weg. Ein Garant des Erfolgs stand zwischen den Pfosten: Andrew Hare. Mit grandiosen Saves hielt der kanadische Goalie den Klassenerhalt fest. Von jener Topform ist Hare heuer meilenweit entfernt: Mit im Schnitt 4,2 Gegentoren dümpelt er ganz weit unten in der Goalie-Statistik. Wesentlich besser in die Saison gestartet sind die kanadischen Neuzugänge Brandon Alderson und Justin Maylan; sie stehen mit je 13 Scorerpunkten passabel da.

Insgesamt ist die Truppe von Gerhard Unterluggauer kanadisch ausgerichtet, denn neben den vier Kontingentspielern stehen weitere fünf Deutsch-Kanadier – und der Deutsch-Schwede Marcus Götz – im Kader. Diese geballte Ausländer-Qualität kann freilich nicht über den insgesamt bescheidenen Saisonstart hinwegtäuschen. Die Heilbronner stehen mit sechs Punkten lediglich auf Platz 13 und haben noch keinen einzigen Heimsieg gelandet.

Daran, dass sich das zumindest heute Abend nicht ändert, wollen die Tölzer Löwen alles setzen. „Klar, ein Sieg ist machbar“, befindet Boehm, „wir müssen halt die aufsteigende Tendenz der vergangenen Spiele fortsetzen.“ Auch sonst müsse sich – ähnlich wie gegen Bayreuth – alles positiv zusammenfinden. „Wir müssen Unterzahlsituationen vermeiden, von der Strafbank fern bleiben, geduldig und diszipliniert spielen.“ Personell wird es eine Änderung geben: Andreas Mechel löst Michael Boehm wieder im Tor ab. Hinter Verteidiger Tom Horschel steht ein Fragezeichen: Der Verteidiger hat wegen einer Fußprellung nicht trainiert. Aufs Eis ging dafür trotz Rippenprellung Florian Strobl. „Er ist total ehrgeizig und will uns unbedingt helfen“, berichtet Rick Boehm, der seinen Kapitän fast ein wenig bremsen muss. Ein Einsatz am Wochenende kommt definitiv noch zu früh.

Vom Auswärtsspiel in Heilbronn berichtet der Tölzer Kurier mit einem Live-Ticker auf: www.toelzer-kurier.de

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