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Doppelschlag bringt den Sieg: Konzentrierte Löwen gewinnen in Selb mit 4:2

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Von: Oliver Rabuser

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Mit einem perfekten Schuss ins Kreuzeck brachte Thomas Merl (re.) die Löwen mit 3:1 in Front; der 4:2-Sieg in Selb war schlussendlich hochverdient.
Mit einem perfekten Schuss ins Kreuzeck brachte Thomas Merl (re.) die Löwen mit 3:1 in Front; der 4:2-Sieg in Selb war schlussendlich hochverdient. © Oliver Rabuser

Auswärtsspiele bleiben das Steckenpferd der Tölzer Löwen. Der 4:2-Erfolg bei den Selber Wölfen hält die Tölzer weiterhin von jenen Plätze fern, die für die Abstiegsrunde vorgesehen sind. Ob sich angesichts der Geisterspiele an der Heimschwäche etwas ändert, wird sich am Sonntag beim erstmaligen zuschauerlosen Auftritt gegen die Dresdner Eislöwen zeigen.

Selb/Bad Tölz - Die Präsenz der Buam im ersten Abschnitt beeindruckte durchaus. Drei klare Chancen erarbeiteten sie sich bis Mitte des ersten Abschnitts, was sich auf der Anzeigetafel in einer komfortablem 2:0-Führung widerspiegelte. „Wir waren sehr bereit, haben all das gemacht, was für Punkte notwendig ist“, lobte Trainer Kevin Gaudet. Markus Eberhardt setzte die erste Duftnote auf dem Scoreboard. Erst scheiterte Augsburgs Leihgabe Dennis Miller in seinem ersten Match für die Kurstädter mit seinem ersten Torschuss, ebenso wie Philipp Schlager am Wölfe-Goalie Michel Weidekamp, ehe nach dessen zweitem Reflex Eberhardt freie Bahn im Slot hatte – 1:0. Selb wirkte nach der Derby-Niederlage gegen Bayreuth am Dienstag etwas verunsichert, beschäftigte Jimmy Hertel im Tölzer Kasten eher mit Abschlüssen, die statistisch zwar als Schüsse gewertete werden, aber wenig Torgefahr in sich hatten. Steven Deegs Heber an Hertels Brustpanzer war dabei noch die auffälligste Szene. Weit weniger großzügig gingen die Löwen mit ihren Hochkarätern um. Samir Kharboutli verpasste beim Konter mit Lubor Dibelka den Tip-In zwischen Weidekamps Schoner und Pfosten zunächst nur knapp, um wenig später den zweiten Versuch ungleich erfolgreicher zu gestalten. Kurz vor der blauen Linie startete Kharboutli sein Solo, das er aus vollem Lauf durch die Schienen des Torhüters astrein vollendete. Die klare Führung sei „sehr wichtig für unser Selbstvertrauen“ gewesen, merkte der Löwen-Coach an. Ein Kurzfazit zur neu geschaffenen Zusammenarbeit mit Augsburg: Miller mit einem Assist, Kharboutli mit dem ersten Saisontreffer.

Ex-Löwe Vantuch bereitet 1:2-Anschlusstreffer vor

Auch im Mittelabschnitt hatte Tölz durchweg die strukturierteren Spielzüge, allerdings fehlte beiden Teams die Inspiration für weitere Treffer. Der Eindruck, die Löwen könnten trotz stattlicher Restspielzeit das Ergebnis ohne massive Widerstände aus Selber Richtung über die Zeit schaukeln, verfestigte sich sukzessive. Wäre da nicht jene Szene gewesen, die den Aufsteiger unverhofft wieder in Spiel brachte. Lukas Vantuch, Kurzzeit-Löwe im Oktober, suchte das Zuspiel auf Deeg, der eigentlich schon raus war, ob einer Co-Produktion von Dominic Bohac und Hertel im Slapstick-Modus aber dennoch zum überraschenden 1:2-Anschluss kam.

Thomas Merl Präzisionsschütze zum vorentscheidenden 3:1

Das störte die Tölzer Entschlossenheit nicht weiter. Die Buam entschieden die Partie früh im Schlussakkord zu ihren Gunsten. Thomas Merl erspähte zwischen Weidekamp und dem kurzen Pfosten einen Spalt, den er aus spitzem Winkel mit viel Präzision nutzte. 58 Sekunden später erfreute sich Schlager beim Kreisel ums Tor ungewohnter Freiheiten, mit der auch der Tölzer Kapitän in Form eines Flachschusses an Weidekamps Schoner entlang ins Netz etwas anzufangen wusste. „Die zwei schnellen Tore waren der Unterschied“, urteilte Gaudet. Pascal Aqins Rückhandtreffer zum 4:2-Endstand fiel 44 Sekunden vor der Schlusssirene – zu spät, um den fünften Tölzer Auswärtssieg noch zu gefährden.

Selber Wölfe – Tölzer Löwen 2:4 (0:2, 1:0, 1:2)

Tore: 0:1 (1:55) Eberhardt (Schlager, Miller), 0:2 (8:12) Kharboutli (Dibelka, McNeely), 1:2 (37:47) Deeg (Vantuch), 1:3 (42:40) Merl (Bohac, Eberhardt), 1:4 (43:38) Schlager (Spiro, Ott), 2:4 (59:16) Aquin (Boiarchinov). – Strafminuten: Selb 10, Bad Tölz 8. – Schiedsrichter: Becker/Kannengießer. – Zuschauer: 347.

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