+
Strahlen nach der Vertragsunterschrift: Neuzugang Yanick Dubé und ECT-Präsident Josef Hintermaier. foto: scheitterer

Dubé kehrt nach Tölz zurück

Bad Tölz - Wochenlang haben die Tölzer Löwen darauf gehofft, dass Yanick Dubé zurückkehrt. Am Samstagabend kam die ersehnte Zusage: Der 36-Jährige unterschrieb einen Einjahres-Vertrag.

Sein Debut feiert er aller Voraussicht nach bereits am kommenden Freitag beim Punktspiel-Auftakt gegen die Selber Wölfe.

Dubé rang lange Zeit mit sich, ob er noch ein weiteres Jahr in der Oberliga dranhängen soll; schließlich ist er beruflich stark eingespannt. So hat er in dieser Woche unter anderem Termine in Graz, Wien und Budapest, dabei muss er 3000 Kilometer mit dem Auto fahren. „Mein Chef war daher ein bisserl dagegen, dass ich weiterhin Eishockey spiele“, gibt Dubé zu. Der Durchbruch kam auf einer Zugfahrt nach Hamburg am Mittwoch vergangener Woche. Die beiden hatten viel Zeit, um miteinander zu reden. Am Ende stand fest: Dubé darf wieder Eishockey spielen. Auch seine Familie stimmte zu, was keine Selbstverständlichkeit sei: „Von Montag bis Freitag arbeite ich bei der Firma, und am Wochenende wechsle ich quasi die Arbeitsstelle. Ich werde jetzt keinen freien Tag mehr haben.“

Dass sich Dubé trotz anderer Angebote für die Rückkehr nach Bad Tölz entschieden hat, ist kein Zufall. Zum einen verstehe er sich blendend mit Löwen-Trainer Florian Funk. Zum anderen sei der ECT in all den Jahren sein Heimatclub geworden. Der Stürmer erinnert sich noch gut daran, als er 1998, kurz nach seiner Ankunft in Europa, gemeinsam mit Rick Boehm die ECT-Zwergerl trainierte. Zu seinen Schützlingen gehörten einige seiner jetzigen Teamkollegen, etwa Leo Pföderl. Wie schon vor zwölf Jahren sollen die jungen Spieler nun von seiner Erfahrung profitieren.

Die große Frage lautet allerdings: Ist Dubé nach fast einjähriger Spielpause fit genug für die Oberliga? „Eigentlich würde ich noch sechs Wochen Grundlagen-Ausdauertraining brauchen“, gibt Dubé zu. Doch für umfangreiche Trainingseinheiten hat er keine Zeit. Er hofft, dass er wenigstens am Donnerstag mit der Mannschaft auf dem Eis stehen kann. Bis er in drei bis vier Wochen ein Mindestmaß an Fitness erreicht hat, will er nur bei Heimspielen auflaufen, „damit ich langsam wieder in den Spielrhythmus reinkomme“. Eines ist ihm klar: Nach sechs Operationen wird er wohl nie wieder völlig schmerzfrei aufs Eis gehen können. Auf den Zeitpunkt des Karriereendes will er sich gleichwohl nicht festlegen: „Ich habe diesen Sport sehr lieb. Ich kämpfe weiter.“

ECT-Präsident Josef Hintermaier ist froh, dass es mit der Verpflichtung geklappt hat: „Es wäre tragisch gewesen, wenn Yanick wo anders angedockt hätte. Er wird eine wichtige Stütze für die Mannschaft sein.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fliegende Helme und Torwart-Rückwechsel
Die Tölzer Löwen gewinnen ein Spiel mit skurrilen Szenen gegen Deggendorf souverän mit 5:1, obwohl einige Spieler fehlen. 
Fliegende Helme und Torwart-Rückwechsel
Live-Ticker gegen Deggendorf 
Ersatzgeschwächte Löwen empfangen am Freitagabend den aufstrebenden Aufsteiger Deggendorf. Derweil verlässt Aziz Ehliz die Löwen Richtung Riessersee. Hier der …
Live-Ticker gegen Deggendorf 

Kommentare