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Das geht zu einfach: Ein paar Mal zu oft habe n die Tölzer Löwen die Lausitzer Füchse frei zum Schuss kommen lassen wie hier Goldhelm Jeff Hayes, der an Ben Meisners Fanghand vorbei zum 2:0 trifft. 

Eishockey: DEL 2

Druckphase kommt zu spät

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Die Tölzer Löwen drehen erst zum Schluss auf und verlieren am Freitagabend gegen  Weißwasser mit 1:4.

Bad Tölz– Einem Sieg unter der Woche folgte die nächste Niederlage. Mit 1:4 mussten sich die Tölzer Löwen am Freitagabend den Lausitzer Füchsen geschlagen geben. Sie hatten nicht wirklich eine Siegchance, kurz spannend wurde es erst in der Schlussphase, als die Löwen teilweise in doppelter Überzahl alles nach vorne warfen, auf 1:3 verkürzten. Doch die Druckphase wurde durch einen weiteren Fehler und das Tor zum 4:1-Endstand gestoppt. Zu harmlos im Angriff, zu leichtsinnig in der Abwehr, so konnten die Gastgeber nur phasenweise mithalten, leisteten sich zu viele Fehler und kassierten einfache Gegentore. „Der Sieg ist verdient“, sagt Trainer Markus Berwanger. „Wir haben im letzten Drittel alles versucht, aber 20 Minuten sind zu wenig, um gegen eine Top-Mannschaft Punkte zu holen.“

Nach engagiertem Beginn hielten die Löwen dem Druck der Gäste aus Weißwasser noch stand. Doch statt einer Führung – Florian Strobls Tor nach zwölf Minuten überquerte laut Videobeweis nicht die Torlinie – kassierten die Tölzer kurz vor der ersten Pause das 0:1. Chris Owens passte im Powerplay zu Charlie Jahnke, dessen Direktschuss fälschte David Kuchejda in die Maschen ab.

Weißwasser hatte mit Joel Keussen kurzfristig einen Verteidiger mit DEL-Erfahrung verpflichtet. Der fiel allerdings nicht übermäßig auf. Ähnlich wie Valentin Gschmeißner bei den Löwen, der nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel machte, noch nicht bei alter Form ist und sich einen fürchterlichen Fehlpass leistete. Aus dem Clarke Breitkreuz jedoch nichts machte.

Doch es war nicht der einzige Fehler der Tölzer Defensive, die die Füchse im zweiten Drittel immer mehr gewähren ließ. Weißwasser-Topscorer Jeff Hayes durfte seelenruhig ins Kreuzeck abziehen – 0:2 und traf wenig später noch einmal. „Wir haben es nicht besonders gut gemacht – aber auch nicht extrem schlecht“, meint Berwanger. Die Löwen hatten ihre Chancen, die Schüsse waren aber zu harmlos, wie bei Casey Borer. Oder der letzte Pass kam nicht an, wie bei vielen Aktionen der ersten Reihe, die noch ihrer Form hinterherläuft. Die Angriffe über den zweiten Sturm dagegen brachten vor allem im Schlussdrittel ständig Gefahr für Olafr Schmidts Kasten hervor. Kyle Beach prüfte den Füchse-Goalie mehrfach, Andreas Pauli leistete meist die Vorarbeit – traf selbst den Pfosten und Kevin Wehrs per Blueliner das Tor.

Zu dem Zeitpunkt wollte es Berwanger noch einmal wissen. Schlager und Jahnke saßen nach einer Meinungsverschiedenheit auf der Strafbank, der Löwen-Coach nahm Ben Meisner aus dem Tor, und die Löwen machten Druck. „Das war unsere beste Phase“, sagt Berwanger. Weißwasser nahm eine weitere Strafzeit, Wehrs und Beach hämmerten weitere Scheiben am Tor vorbei. Dann verlor Borer beim Neuaufbau – ausgerechnet der Tölzer Routinier – die Scheibe an den seit kurzem 20-jährigen Fabian Dietz, der fackelte nicht lange und pulverisierte die Tölzer Drangphase mit dem 4:1. „Wir haben nicht so viele Chancen der Lausitzer zugelassen“, sagt Berwanger. „Aber sie haben sie genutzt.“

Am Sonntag haben die Löwen spielfrei. Berwanger: „Jetzt müssen wir uns wieder sammeln.“

Tölzer Löwen - Lausitzer Füchse 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Tore: 0:1 (17.49) Kuchejda (Jahnke/Owens, 5-4), 0:2 (24:18) Hayes (Saviano/Kuschel), 0:3 (31:58) Hayes (Kania/Saviano), 1:3 (54:25) Wehrs (Beach/Schwarz, 5-4), 1:4 (56:46) Dietz (4-5), –Strafminuten: Tölz 8, Weißwasser 12, –Schiedsrichter: Fynn-Marek Falten/Kevin Salewski, –Zuschauer: 2011.

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