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Eishockey

Ein Turnier, sechs Favoriten

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Ab heute gilt es: Die Tölzer U17-Mannschaft kämpft im heimischen Stadion um den Meistertitel. Dabei muss sie schwerwiegende Ausfälle kompensieren.

Bad Tölz – Eine beeindruckende Serie hat die U17-Mannschaft des EC Bad Tölz hingelegt. Von den letzten 30 Spielen verloren die Junglöwen nur zwei nach regulärer Spielzeit, belegten Platz eins in der Haupt- und Rang zwei in der Meisterrunde. Von der Papierform her wäre die Mannschaft auf eigenem Eis einer der heißesten Anwärter auf den deutschen Meistertitel – wenn nicht am vergangenen Wochenende das Verletzungspech gnadenlos zuschlagen hätte. Inwieweit die Ausfälle die Mannschaft stoppen können, wird sich jetzt zeigen. Am heutigen Freitag um 13 Uhr beginnt das Finalturnier mit den acht besten deutschen Nachwuchsmannschaften in der Altersklasse U 17. Die Junglöwen haben ihren ersten Auftritt um 15.30 Uhr gegen den ESC Dresden.

Dass sie womöglich stark ersatzgeschwächt in das Turnier gehen, haben die Tölzer den Partien gegen die Kölner Junghaie vergangenes Wochenende zu verdanken. Klaus und Thomas Heigl mussten heftige Stockschläge einstecken und zogen sich schwere Prellungen zu. „Die Schiedsrichter haben meine Spieler leider nicht ausreichend geschützt“, kritisierte anschließend Derek Mayer. Der Trainer hofft, dass zum Wochenende wenigstens einer der beiden Brüder wieder fit wird, ist allerdings sehr skeptisch. Die Heigls gingen am Dienstag zwar aufs Eis, an Eishockey mit Körperkontakt war aber nicht zu denken. Was wäre, wenn beide Heigls ausfallen? „Dann müssten die anderen Spieler Großes leisten, damit wir eine Chance haben, Meister zu werden“, antwortet Mayer.

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Die Konkurrenten sind schließlich hochkarätig besetzt. Allen voran die Kölner Junghaie, die in dieser Saison erst zwei Saisonspiele verloren haben. Traditionell immer mit vorne dabei sind auch die Mannheimer Jungadler. Und dann gibt es da noch die Kaufbeurer, die die Junglöwen vor einem Monat mit 8:1 abgefieselt haben. Oder die Eisbären Berlin, die möglicherweise auf den DEL 2-Spieler Lukas Reichel zurückgreifen können und zuletzt zweimal in Folge den deutschen Meistertitel holten. Nach Ansicht von Mayer haben bei diesem ausgeglichenen Turnier sechs der acht Mannschaften eine reelle Titelchance.

Um die Motivation seiner Mannschaft muss sich Mayer keine Gedanken machen: „Im Training haben alle Vollgas gegeben“, sagt Mayer, der in dieser Saisonphase wenig zu tun hat: „Ich muss nur noch ein paar Kleinigkeiten erklären – das war’s.“

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