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Von der Strafbank zum Tor: Maxi Hörmann (li.) besorgte acht Sekunden nach abgebrummter Strafe die Tölzer 1:0-Führung. Eingeleitet wurde die Aktion von Goalie Ben Meisner, der präzise Pass kam von Yannick Drews. 

Eine harte Lektion erteilten die Tölzer Löwen dem EHC Freiburg

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Der Playdown-Gegner der Löwen konnte noch nicht ermittelt werden. Sicher ist aber, dass die Tölzer nach dem 7:3-Erfolg über den EHC Freiburg die Abstiegsrunde mit dem ersehnten Heimrecht angehen.

Bad Tölz – Übermut tut auch gegen einen scheinbar harmlosen Gegner niemals gut. Diese Erkenntnis sollte bei den Löwen in der kurzen Erholungspause bis zu Beginn der Abstiegsrunde schleunigst reifen. Nach einem überzeugenden Anfangsdrittel und klarem Vorsprung, verloren die Kurstädter zur Mitte der Partie plötzlich aus schwer nachvollziehbaren Gründen gleichermaßen den Fokus auf die Partie und den komfortablen Drei-Tore-Vorsprung. Eine Steigerung im Schlussabschnitt in Form zweier Powerplay-Treffer bescherte den Isarwinklern dann aber das heiß begehrte Heimrecht.

Tyler Gron schnürte ebenso einen Doppelpack wie Andreas Pauli, Neuzugang Jordan Hickmott bejubelte im dritten Spiel für Gelb-Schwarz seinen ersten Torerfolg. Etwas Sorge bereitet das Ausscheiden von Ben Meisner. Der Goalie fuhr nach einem Stockschlag zur Hälfte der Begegnung mit Schmerzen in der Schulter vom Eis. „Nicht so wild, ich denke er ist okay“, gab Trainer Scott Beattie Entwarnung.

Prinzipiell war der Mannschaft kein Vorwurf zu machen. Vielleicht lief es anfänglich schlicht zu leicht gegen defensiv heillos überforderte Südbadener. Maxi Hörmann brachte Tölz auf dem Weg zurück von der Strafbank in Front, Pauli setzte alsbald das erste von insgesamt drei Überzahltoren oben drauf. Der schönste Moment des Abends gehörte gleichwohl Tyler Gron, der nach Traumpass von Kevin Wehrs ein blitzsauberes Fastbreak mit dem 3:0 abschloss.

Die Einzelheiten zum Spiel können Sie im Live-Ticker nachlesen 

„Wir sind etwas später als geplant angekommen, waren nicht bereit. Tölz dagegen war schon im Playdown-Modus“, kommentierte EHC-Coach Jan Melichar den ersten Durchgang. Beattie hingegen lobte sein Team, das „sehr gut gespielt“ und dabei lediglich sieben Schüsse gegen sich zugelassen habe. Freiburgs erster Glücksmoment war allenfalls eine Randnotiz, den Pauli nur 38 Sekunden später mit seinem zweiten Tor vergessen machte. Dann aber verteidigten die Löwen schlecht und fingen sich zwei weitere Tore gegen das offensiv harmloseste Team der DEL 2 ein. „Die Spieler haben gemacht, was sie wollten“, monierte Beattie. Gesprächsbedarf für die zweite Pause war in ausreichendem Maße gegeben. Und tatsächlich: Während bei den Breisgauern die Disziplin in den Keller ging, entschieden die Buam das Match bei numerischem Vorteil. In 125 Sekunden war alles erledigt: Zunächst versenkte Hickmott einen trockenen Handgelenkschuss präzise links unten im Kasten von Jimmy Hertel. Dann ließ noch einmal Gron seine Klasse im Torabschluss bei einem satten Knaller aus spitzem Winkel aufblitzen. Freiburg war geschlagen, Als Dreingabe passte Lubor Dibelka kurz vor Ende noch sein persönliches Torekonto seiner Rückennummer 22 an. „Eine harte Lektion für die Jungs“, urteilte Melichar abschließend.

Tölzer Löwen – EHC Freiburg 7:3 (3:0, 1:3, 3:0)

Tore: 1:0 (9:30) Hörmann (Drews, Meisner), 2:0 (10:52) Pauli (Dibelka, Wehrs 5-4), 3:0 (14:43) Gron (Wehr 4-5), 3:1 (29:47) Wittfoth (Kauppila, Herm 5-4), 4:1 (30:25) Pauli (MacAulay, Dibelka), 4:2 (43:24) Kauppila (McGowa, Wittfoth), 4:3 (38:26) Neher (Seeger, Balej), 5:3 (43:44) Hickmott (Gron, Wehr 5-3), 6:3 (45:51) Gron (Hickmott, Borer, 5-4), 7:3 (58:30) Dibelka (Edfelder) – Strafminuten: Bad Tölz 18, Freiburg 22. – Schiedsrichter: Bastian Haupt, Christian Oswald. – Zuschauer: 1744.

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