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Jubel in weiß-rot: Starke Tölzer Löwen in ungewohnten Dressen schlagen Riessersee mit 3:2.

Tölzer Löwen

Ein Auftakt, der hoffen lässt

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Die Tölzer Löwen machen große Lust auf die Saison: Leidenschaft und Laufstärke waren bereits im ersten Testspiel ganz nach dem Geschmack des Publikums. Das 3:2-Erfolg gegen den SC Riessersee war ein gelungener Einstand in die Saisonvorbereitung.

Sind das die Tölzer Löwen 2017/18? Beantwortet man die Frage mit „Ja“, verschickt man ein dickes Kompliment an die Verantwortlichen für die Kaderplanung. War das wirklich ein Vorbereitungsspiel? Für die Tölzer gewiss nicht nur. Sie schickten sich beim 3:2 (0:0, 2:2, 1:0)-Sieg an, den Hunger der Fans auf die in einem Monat beginnende Punkterunde zu bedienen. 

Vom ersten Bully an wurde gekämpft, gecheckt, um jede Scheibe gerackert. Allen voran: Andreas „Blacky“ Schwarz. Zwei kernige Checks im ersten Abschnitt brachten das zahlreich erschienene Publikum in Wallung. Auch André Lakos setzte eine erste Duftmarke, fuhr SCR-Angreifer Louke Oakley in die Bandenrundung. Auch die erste Offensivszene hatte einen Neuzugang als Darsteller: Marcel Rodman kam im Powerplay dem 1:0 sehr nahe, doch auch die Parade von Kevin Reich war erste Sahne. Dann traf Fabian Dietz für den SCR mit einem fulminanten Kracher den Pfosten – Glück gehabt. Als die Pausensirene ertönte, wurde die Heimmannschaft mit viel Beifall in die Kabine verabschiedet. 

Anfang des Mittelabschnitts die Löwen dann sogar dominierend: Philipp Schlager und Manuel Edfelder hatten die Führung auf dem Schläger. Noch fehlten Nuancen. Nicht so beim Führungstreffer der „Buam“ durch Hannes Sedlmayr. Das Tölzer Powerplay war ein richtiger Hingucker. Die Scheibe lief flüssig und mit Zug durch das Angriffsdrittel. „Dabei war das noch gar nicht Trainingsschwerpunkt“, verrät Trainer Rick Böhm. Den finalen Pass auf Sedlmayr schickte Tuomas Vänttinen ab. Der Finne bewies Übersicht und machte einen starken Eindruck. 

Zwischenzeitlich drehten die Gäste das Spiel. Aber auch in dieser Phase gaben die Löwen jede Menge Aufschluss. Zu allererst: Die Spieldauerstrafe für Maxi Hörmann (Kniecheck) war überzogen. Das Penalty-Killing der Tölzer dafür umso emsiger. Die Zuschauer johlten bei jedem Scheibengewinn. Der Ausgleichstreffer durch Joel Johansson – geschenkt. Das 1:2 durch Richie Müller, der nach Tölzer Scheibenverlust frei auf Andreas Mechel zufahren durfte – abgehakt. 

Mechel lieferte übrigens einen astreinen Einstand ab. Höhepunkt: Zwei gewaltige Paraden gegen Florian Vollmer und Müller. „Das hat er überragend gemacht, freut mich für ihn“, lobt Böhm seinen Goalie. Dann schlug der ECT zurück. Manuel Edfelder glich aus sehr spitzem Winkel unter Reich hindurch zum 2:2 aus. Wenig später tauchte Youngster Michael Grabmaier vor dem SCR-Goalie auf. Viel fehlte nicht. Mutig spielten sie, die jungen Tölzer um Grabmaier und Horschel. 

Den Siegtreffer hoben sich die Isarwinkler für den Schlussabschnitt auf. Wieder war es ein Überzahlspiel. Ohne Schnörkel schupfte André Lakos die Scheibe ins Drittel, noch unkomplizierter legte Sedlmayr auf Marcel Rodmann ab – 3:2. Die Fankurve tobte. Michael Endraß hätte alles perfekt machen können, aber da packte Tormann Matthias Nemec entschlossen zu. Ähnlich entschlossen verteidigten mutige und leidenschaftliche Tölzer den Vorsprung bei der 6:4-Schlussoffensive der Werdenfelser. 

Die Begeisterung war noch weit nach Spielende zu spüren. Die Tölzer Löwen sind zurück im DEL2-Zirkus. Böhm blieb sachlich: „Vieles von dem wurde umgesetzt, was wir in den letzten Tagen trainiert haben.“

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