+
Erster Save im Tölzer Tor: Max Franzreb hält gegen Brett Breitkreuz. Der Keeper hält die Löwen bei seinem ersten Einsatz im Tölzer Trikot mit tollen Paraden im Spiel und ist einer der Sieggaranten. 

EISHOCKEY: DEL 2

Franzreb und French brechen den Fluch: Erster Saisonsieg der Löwen gegen die Steelers

  • schließen

Neues Jahr, frisches Glück: Die Tölzer Löwen haben nicht nur einen starken Torhüter verpflichtet, sie nehmen nach Max Frenchs 3:2-Siegtor in der Overtime auch zwei Punkte aus Bietigheim mit.

Bad Tölz – Maxi Franzreb staunte nicht schlecht. Obgleich der neue Goalie erst am Donnerstag in München gelandet

war, nachdem er seine Zelte beim DEL-Klub Eisbären Berlin abbrach (wir berichteten), stand er am Freitag im Ellental bereits im Tölzer Kasten. Über den Einstand des 23-Jährigen gibt es keine zwei Meinungen. Franzreb dürfte sich als das entpuppen, was die Löwen seit Wochen so dringend nötig haben: Einen mindestens adäquaten Ersatz für Silo Martinovic.

Lesen Sie auch: Fünf schlampige Minuten führen zur 1:2-Niederlage gegen Frankfurt

Schon zur ersten Pause nickte Kevin Gaudet die Leistung seines neuen Fängers ab. „Er hält gut“, urteilte der Coach. Am Morgen des Spieltags entschied der Coach diese vordringliche Personalie. „Silo ist angeschlagen, er braucht eine Pause“, so die offizielle Begründung. In der Tat: Gleich die erste Parade war nicht ohne, tauchte Steelers-Angreifer Brett Breitkreuz doch ziemlich unbedrängt vor ihm auf. Den anschließenden Penalty von Guillaume Leclerc – Markus Eberhardt störte Breitkreuz unfair – entschärfte Franzreb ebenfalls. Der gebürtige Tölzer bestach durch flinke Beine und wachen Geist gleichermaßen. Nichts zu halten war für Franzreb in zwei Überzahlsituationen der Steelers. Anders als im Match gegen Dresden, als den Buam dem Sünderkammerl vollends fern blieben, war die Disziplin schnell wieder ein bedeutsames Thema. Sieben Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts war Yannick Wenzel Nutznießer einer vierminütigen Sanktion gegen Matt MacKenzie. Beim zweiten Treffer der Schwaben führte Marco Pflegers halbherziger Klärungsversuch zum fatalen Nachschuss von Benjamin Zientek.

Auch interessant: Gäste-Goalie Proske lässt Löwen gegen Dresden verzweifeln

Einmal mehr bestätigten die Isarwinkel ihre Versäumnisse beim Torabschluss. Alles, was die Gäste nach vorne versuchten, war unterm Strich zu harmlos. Tyler McNeelys Versuch nach Querpass von Lubor Dibelka war die aussichtsreichste Annäherung. Danach fuhr noch Bietigheims Goalie Cody Brenner die Stockhand bei Luca Tostos Knaller geschickt nach oben.

Auch mit dem Rückstand im Gepäck fanden die Löwen nicht zur erhofften Zielstrebigkeit. Zwar zielten Shawn Weller und Dibelka durchaus präzise. Doch erwischte auch Brenner als Backup von Stephon Williams einen richtig guten Spieltag. Dass die Partie vor dem Schlussabschnitt dennoch spannend blieb, lag an MacKenzie, der halbrechts mitgeeilt war, um ein Zuspiel von French durch den Torraum aus seitlicher Position unter die Latte zu versenken.

Sonntag, 18.30 Uhr: Steelers gastieren in Bad Tölz

Als dann French zu Beginn des Schlussdrittels Pflegers Zuspiel an Brenner vorbei schmuggelte, wurden die Karten neu gemischt. „Wir hatten uns stark zurückgekämpft und viele Chancen erspielt“, sah Gaudet seine Buam nach dem Ausgleich „viel besser im Spiel“.

Plötzlich waren die besseren Möglichkeiten auf Seiten der Tölzer. McNeely und Weller verpassten jeweils aus kürzester Distanz, Stefan Reiter vergab gar einen an ihm selbst verursachten Strafschuss. In der Verlängerung knallte French den Puck zunächst mit Schmackes an den Pfosten, ehe der zweite Versuch des stark verbesserten Kanadiers noch präziser unter der Querlatte einschlug.

Lesen Sie auch: Gaudet ist überzeugt: „Gegen bessere Teams  spielt man härter“

Für Spannung dürfte also auch am Sonntag gesorgt sein, wenn die Steelers in der weeArena gastieren (18.30 Uhr) und sich für die erste Saisonniederlage gegen die Tölzer Löwen revanchieren wollen.

Bietigheim Steelers – Tölzer Löwen n.V. 2:3 (1:0, 1:1, 0:1/0:1)

Tore: 1:0 (19:53) Wenzel (Schoofs, Zientek 5-4), 2:0 (24:43) Zientek, 2:1 (38:08) Edfelder (French), 2:2 (41:08) French (Pfleger, MacKenzie), 2:3 (64:13) French. – Strafminuten: Bietigheim 4, Bad Tölz 10. – Schiedsrichter: Aumüller, Feistl. – Zuschauer: 2850.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Entscheidender Schlussakkord
Drei Tore in drei Minuten: Tölzer Löwen holen bei 5:2 gegen Freiburg drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.
Entscheidender Schlussakkord
Zweifache Führung reicht nicht zu erstem Sieg
Tölzer Löwen verlieren auch den vierten Vergleich mit Aufsteiger Landshut: 2:3-Niederlage. 
Zweifache Führung reicht nicht zu erstem Sieg

Kommentare