Löwen-Stürmer Luca Tosto (re.)
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Diesmal reicht eine 3:1-Führung nicht: Löwen-Stürmer Luca Tosto (re.) traf gegen Freiburg erneut, doch der Vorsprung hielt nicht bis zum Schluss.

EISHOCKEY DEL 2 - 3:1-Führung reicht nicht: Tölzer Löwen verlieren in Freiburg 3:4 n.V.

Zu wenig für mehr

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Eine 3:1-Führung reicht nicht: Die Tölzer Löwen verlieren in Freiburg mit 3:4 nach 14 Sekunden in der Verlängerung.

Freiburg/BadTölz – Vierter gegen Zweiter: Es war tatsächlich ein Spitzenspiel der DEL 2, als die Tölzer Löwen gestern Abend bei den Wölfen Freiburg antraten. Hohes Tempo, viel Druck und viele Chancen auf beiden Seiten. Am Ende mussten sich die Gäste vielleicht trotzdem ein wenig ärgern, dass sie beim 3:4 n.V. nur einen Zähler mitgenommen hatten. Sie lagen zeitweise mit zwei Toren Vorsprung vorn, waren bis ins Schlussdrittel hinein in Führung, kassierten aber doch noch den Ausgleich – und in der Verlängerung bereits nach 14 Sekunden das spielentscheidende Gegentor. „Wir haben nach dem 3:1 aufgehört zu spielen und erst nach dem Ausgleich wieder angefangen, ich bin enttäuscht“, sagt Trainer Kevin Gaudet.

3:1-Führung reicht nicht

Die Löwen hatten deutlich mehr zu kämpfen als noch am Freitag, als sie die Freiburger in Tölz mit 4:2 besiegten. Den Unterschied machte unter anderem Scott Allen, der an zwei Wölfe-Treffern beteiligt war und am Freitag noch verletzt fehlte. Und André Hult, der an allen Toren beteiligt war und sowohl den Ausgleich als auch das entscheidende Tor erzielte. Wölfe-Trainer Peter Russell bezeichnete ihn als „game-changer“, als spielentscheidend.

Die Löwen hatten die Anfahrt gut überstanden, hielten dem Druck der Freiburger anfangs gut Stand. Etwas mehr Chancen hatten zunächst die Hausherren, die aber am Pfosten (Hult) und einmal mehr am starken Max Franzreb (Allen, Cam Spirou, Marvin Neher) verzweifelten. Und das Tor gelang den Gästen: Max French’ Knaller parierte der Ex-Tölzer Keeper Ben Meisner im Wölfe-Kasten noch stark. Die Situation schien bereinigt, doch im Nachstochern schob Reid Gardiner die Scheibe zum 1:0 über die Linie.

Die Führung nicht unverdient, weil auch Max French oder Lubor Dibelka gute Chancen hatten, und die Löwen erneut solide verteidigten und gute Angriffe fuhren. Doch die Gastgeber zeigten sich von Anfang an wacher als noch am Freitag in Tölz, verdeutlichten mit teils starken Auftritten an der Scheibe, warum sie an Rang zwei der DEL 2-Tabelle stehen. Doch die Löwen bauten die Führung aus, Niklas Heinzinger erhöhte auf 2:0.

Aber nach einer Strafe für Sasa Martinovic meldeten sich die Freiburger durch den Powerplay-Treffer von Chris Billich zurück, Hult traf erneut nur den Außenpfosten. Gerade in die Drangphase hinein erhöhten wieder die Gäste: Punktgarant Luca Tosto stand bei Kenney Morrisons Kracher goldrichtig zum Nachschuss parat, 3:1.

Führung nicht clever genug verteidigt

Ein nur scheinbar beruhigender Vorsprung, „Normalerweise spielen wir da schlauer weiter“, moniert Gaudet. Er bemängelte fehlenden Einsatz. Freiburg dagegen warf alles in die Waagschale, kämpfte sich zurück ins Spiel. Der Anschluss fiel nur elf Sekunden nach Wiederbeginn im Schlussabschnitt, der Ausgleich, auf den die Wölfe mit aller Macht drängten, fünf Minuten später. Gaudet: „Erst dann sind wir wieder aufgewacht, die letzten zehn Minuten waren wir wieder gut, aber das war zu wenig.“

Die Schlussphase verlief spannend, beide Mannschaften drängten auf die Entscheidung, die allerdings erst in der Overtime fiel. Ein einstudierter Spielzug über Allen, den Hult mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss ins kurze Eck abschloss. „Ein Punkt in Freiburg ist okay“, sagt Gaudet, der sich mehr gewünscht hätte. „Für mehr hat die Leistung nicht gereicht.“

Freiburg - Tölzer Löwen n.V. 4:3 (0:1, 1:2, 2:0/1:0)

Tore: 0:1 (12:25) Gardiner (French/Pfleger), 0:2 (31:05) Heinzinger (French/Edfelder), 1:2 (32:11) Billich (Hult/Pageau, 5-4), 1:3 (37:27) Tosto (Morrison), 2:3 (40:11) Billich (Hult/Pageau), 3:3 (45:48) Hult (Allen/Spornberger), 4:3 (60:14) Hult (Allen), – Strafminuten: Freiburg 8, Tölz 4, – Schiedsrichter: Marcus Brill, Sascha Westrich.

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