Furioses Ende der schwarzen Serie

- VON HANS STAAR Bad Tölz - Nun ist`s also doch keine unendliche Geschichte geworden: Nach neun Niederlagen in Serie haben die Tölzer Löwen mit einem 7:1-Schützenfest gegen die Lausitzer Füchse gestern Abend endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern dürfen. 1700 Zuschauer - soweit ihr Herz für die "Buam" schlägt - freuten sich über den fünften Heimsieg im 17. Heimspiel der Saison.<BR>

<P>Die beiden vorangegangenen Spiele hatten die Füchse knapp gewonnen. Gestern jedoch verbreitete der Aufsteiger nicht die ganz große Gefahr. Mit Matthias Wikström und Mats Lindmark mussten die Weißwasseraner krankheitsbedingt allerdings auch auf zwei ihrer gefährlichsten Waffen verzichten. Neun Scorerpunkte hatte das Schweden-Duo in den beiden Spielen gegen Tölz gemacht.<P>Bei den Isarwinklern hat sich die Personallage dagegen entspannt, sieht man mal davon ab, dass sich Derek Mayer mit einem Stockstich eine Spieldauer-Diszi einhandelte und sich die Fahrt am Sonntag nach Straubing sparen kann.<P>Das Tölzer Powerplay-Training zeigte jedenfalls Wirkung - vor allem dank Chris St. Croix, der sich für vier Beihilfen und einen Treffer fünf Scorerpunkte gutschreiben durfte. "Er hat ein Superspiel gemacht. Es war sein Abend", lobte Löwen-Coach Peter Obresa hernach. Drei Hinausstellungen schon im ersten Drittel nutzten die Tölzer zu zwei Überzahltoren. Den Zahn hatten sie den Lausitzern damit noch nicht gezogen, zumal die Löwen in Drittel Nummer zwei einmal mehr etliche Kostproben ihrer mangelhaften Chancenverwertung gaben. Löwen-Schlussmann Patrick Couture musste schon ziemlich schuften, auch wenn die Schüsse häufig aus dem Halbfeld kamen, wie`s Torleute ganz gerne mögen. Und die neu zusammengestellten Tölzer Sturmreihen? Nun, am besten passte wohl das Trio Jeff Hoad, Tim Regan, Sebastian Kottmair, zumal Regan fleißig in der Defensive aushalf. Ordentlich Wirbel veranstaltete auch die vierte Reihe mit Sepp Kottmair, Michael Baindl und Peter Erlacher. Die Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Kasten fehlt den Youngsters aber noch. Den "Big Point" setzte stattdessen wieder mal Jeff Hoad. Im turbulenten Schlussdrittel, als es hüben und drüben eine Menge Strafzeiten gab, versenkte der Routinier den Puck per Bauerntrick listig zum spielentscheidenden 4:1. Der Rest war Formsache. "Oh wie ist das schön", sangen die Fans, "sowas hat man lange nicht geseh`n". Wie wahr!<P>Tölzer Löwen - Lausitzer Füchse 7:1 (3:0, 0:1, 4:0). - Tore: 1:0 (8:51) Leitner (St. Croix 5-4), 2:0 (10:54) Urban (St. Croix 5-4), 3:0 (15:27) Hoad (Regan), 3:1 (39:18) Anneck (Thiede 5-4), 4:1 (45:33) Hoad (Regan), 5:1 (49:02) Leitner (St. Croix), 6:1 (52:37) Stevens (St. Croix 4-3), 7:1 (56:37) St. Croix (Hoad 5-4). - Zuschauer: 1730. - Schiedsrichter: Seckler (Geretsried). - Strafminuten: Bad Tölz 16 + 5 + Spieldauer für Mayer, Lausitz 22.<P>

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