Ein Routinier für die Löwen: Dominik Bohac (li.) – hier im Zweikampf gegen den Ex-Tölzer Shawn Weller.
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Ein Routinier für die Löwen: Dominik Bohac (li.) – hier im Zweikampf gegen den Ex-Tölzer Shawn Weller.

TÖLZER LÖWEN

Geballte Erfahrung für die Defensive: Dominik Bohac spielt „hart und schnell“

  • vonOliver Rabuser
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Bad Tölz – Isaraufwärts lautet die Devise für Dominik Bohac. Der 31-jährige Defensivspezialist kommt vom Ligakonkurrent EV Landshut und komplettiert bei den Tölzer Löwen ein Quartett an Verteidigern mit Verträgen für die kommende Spielzeit.

Routine ist derzeit Trumpf bei den Löwen. Wenige Tage nachdem der Zweitligist den Verbleib von Torjäger Lubor Dibelka (38) kommunizierte, folgt mit Dominik Bohac ein Neuzugang, der ebenfalls bereits etliche Profijahre auf dem Buckel hat. Vor seiner Zeit in Landshut spielte Bohac unter anderem für die Schwenninger Wild Wings in der DEL (91 Einsätze), sowie beim Zweitligisten Lausitzer Füchse. Zuvor sammelte er Eindrücke in Übersee und war nach seiner Rückkehr in Pilsen in der tschechischen Extraliga aktiv. Zusammen mit Marcus Götz bildet der Deutsch-Tscheche den routinierten Part der Löwen-Verteidigung ab, zu der bislang die Talente Maxi Leitner und Niklas Hörmann zählen, zudem die Verpflichtung eines Kontingentspielers als wahrscheinlich gilt.

Vertrag in Landshut aufgelöst

Bohac hatte ursprünglich noch einen Vertrag in Landshut, löste diesen aber im Einvernehmen mit dem Klub auf. „Hier war man mit seiner letzten Saison nicht zufrieden“, erläutert Landshuts Sportdirektor Axel Kammerer, der gleichwohl erst im Februar zu den Niederbayern stieß und als Kaderplaner lediglich die Endphase der Gespräche begleitete. Bohac habe seine Stärken in der Physis, diese aber ohne erkennbaren Grund plötzlich „nicht mehr so“ einbringen können. „Er hatte eine relativ hohe Fehlerquote und nicht an die Vorsaison anknüpfen können“, betont Kammerer. Dem Reichersbeurer zufolge habe es mehrere Angebote für Bohac gegeben. Dass es nunmehr die Löwen wurden, kam selbst für Kammerer überraschend. Prinzipiell hat der einstige Aufstiegscoach aber keine schlechte Meinung vom Tölzer Neuzugang. Bohac habe Stärken im Zweikampf, spielt stets hart am Körper und sei ein Teamplayer.

Zwei Jahre DEL-Erfahrung bei Schwenningen Wild Wings

Die DEL-Erfahrung aus seinem zweijährigen Gastspiel bei den Wild Wings sollte den Isarwinkler gut zupass kommen. Tyler McNealy etwa ließ Coach Kevin Gaudet wissen, dass es wenig Spaß mache, gegen Bohac zu spielen. „Weil er ein Kämpfer ist.“ Gaudet machte sich ein Bild vom Ex-Landshuter, holte sich dabei auch die Meinung von Sportdirektor Jürgen Rumrich ein, der Bohac aus der gemeinsamen Zeit in Schwenningen kannt. „Seine Meinung hat viel Gewicht“, meinte Gaudet zu Rumrichs Expertise und hob schließlich den Daumen. „Dominik kann die Scheibe schnell nach vorne bringen, und er spielt hart. Das ist natürlich interessant und gut für uns.“ Zumal deutsche Facharbeiter mit hinreichend Qualität im Defensiv-Ressort den Transfermarkt nicht gerade fluten. Bohac selbst ließ wissen, dass er sich freue, fortan auf der „richtigen Seite“ zu stehen, da es für ihn „immer sehr schwierig“ war, in Tölz zu spielen.

Tölzer Löwen 2021/22

Marco Wölfl – Dominik Bohac, Marcus Götz, Maximilian Leitner, Niklas Hörmann – Oliver Ott, Philipp Schlager, Tyler McNeely, Max French, Lubor Dibelka – Head Coach Kevin Gaudet.

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