Löwen-Stürmer Reid Gardiner
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Braucht nicht viele Chancen für ein Tor: Löwen-Stürmer Reid Gardiner. Trotzdem ließen die Tölzer die Lausitzer Füchse immer wieder ins Spiel zurückkommen und verloren.

EISHOCKEY DEL 2 - „Grottenschlechte Abwehr“: Tölzer Löwen verlieren 4:5 gegen Weißwasser

Larifari auf dem Eis

  • vonOliver Rabuser
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„Grottenschlechte Abwehr“: Tölzer Löwen verlieren 4:5 gegen Weißwasser

Bad Tölz – Die erste Partie nach dem Rückzug von Christian Donbeck als Geschäftsführer endete für die Tölzer etwas unerwartet mit einer Enttäuschung. Eine ungewohnt schwache Defensive spielte den körperlich vorbelasteten Gästen aus Weißwasser entscheidend in die Karten. Selbst eine Zwei-Tore-Führung reichte den Isarwinklern nicht zu weiteren Punkten.

Sie unterlagen mit 4:5. „Mit Larifari auf dem Eis gewinnst du nicht. Aber genau das passiert manchmal, wenn du Erfolg hast“, fand Kevin Gaudet schnell eine Erklärung für den Ausrutscher.

Larifari auf dem Eis

Funktioniert die Top-Reihe, freut sich der Trainer. Einmal mehr vollstreckte die Tölzer Scoring-Maschinerie um Reid Gardiner und Max French fast nach Belieben. Sie schrieb bei jedem Tölzer Torerfolg an. Aber hinten ließen die Löwen die Füchse bisweilen zu leicht gewähren. „Grottenschlecht“, stellte Gaudet seiner Hintermannschaft ein übles Zeugnis aus.

In Summe war die Partie durchaus attraktiv. Dazu trugen mutige Gäste bei, obgleich die am Vorabend Schwerstarbeit in Kaufbeuren geleistet hatten. Immer wieder fanden sie einen Weg, die Partien eng zu halten. Fast schon wie gewohnt machten die Tölzer den Auftakt. Gardiner nutzte die erste Überzahl mit einem Schuss vom Bullykreis – 1:0. Eine Antwort für die Gäste wusste Kale Kerbashian, der nach energischem Solo von Rylan Schwartz ausglich. Bitter für die Löwen: Ein Stockschlag von Stephane Döring traf Mario Lamoureux ganz unglücklich am Ohr. Der US-Amerikaner musste genäht werden und fällt aller Voraussicht nach für zwei Spiele aus. Das vierminütige Powerplay brachte nichts ein.

Unbeeindruckt davon zeigte sich allein Gardiner, der kaum Chancen für Tore braucht. Die Abschlüsse des 25-Jährigen vermitteln spielerische Leichtigkeit. Tatsächlich sind es aber fast ausnahmslos Präzisionsgeschosse, für jeden Goalie schwer zu halten. Diese Erfahrung musste auch Mac Carruth machen. Kurz nach der ersten Pause holte der Füchse-Goalie den dritten Puck von Gardiner aus den Maschen – sein 18. Treffer. Als Max French auf 4:2 stellte, hatten die Tölzer alle Vorteile auf ihrer Seite. Und die waren durchaus ausreichend, hätte man sich nicht im allgemeinen Jubel-Modus gleich den Anschluss eingefangen.

Nicht einmal dem Tölzer Scharfschützen gelingt der Ausgleich

Ab diesem Zeitpunkt lief nicht mehr viel für die Gastgeber. French setzte ein Fastbreak daneben, ehe sich die zuletzt in 13 Partien nur zweimal siegreichen Füchse immer mehr in den Vordergrund kombinierten. Beim Ausgleich brachte Jonathon Martin den Schläger unmittelbar vor Max Franzreb noch entscheidend an einen Blueliner; der erstmalige Rückstand passierte sogar bei eigener Überzahl – Reichel nutzte einen 2:2-Gegenstoß kaltschnäuzig. „Solche Gegentore dürfen mit unserem kleinen Kader nicht passieren“, stellt Gaudet klar. Er holte Franzreb vom Eis, stellte Gardiner zu Kenney Morrison an die blaue Linie. Der Ausgleich aber wollte nicht mal mehr dem gnadenlosen Tölzer Scharfschützen gelingen.

Tözer Löwen – Lausitzer Füchse 4:5 (2:1, 2:2, 0:2)

Tore: 1:0 (1:47) Gardiner (French/ Pfleger, 5-4), 1:1 (6:37) Kerbashian (Schwartz/Kinder), 2:1 (17:26) Gardiner (French/Edfelder), 3:1 (21:48) Gardiner (French/Edfelder), 3:2 (28:32) Martin (Clarke), 4:2 (31:01) French (Gardiner/Martinovic, 5-4), 4:3 (31:15) Döring (Raab/Schwartz), 4:4 (43:20) Martin (Clark/Ross), 4:5 (49:03) Reichel (Carruth, 4-5), – Strafminuten: Tölz 6, Weißwasser 12, Schiedsrichter: Sicorschi, Singer.

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