Eishockey DEL 2

Im Mannschaftsbus nach Bietigheim bleibt ein weiterer Sitzplatz leer

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Für Trainer Markus Berwanger ist das Auswärtsspiel seiner Löwen bei den Bietigheim Steelers eine „Mammutaufgabe“. Umso schwerer fällt der Ausfall des erkrankten Valentin Gschmeißner ins Gewicht.

Bad Tölz – Beklagenswert bei den Löwen ist fraglos deren mangelhafte Ausbeute in fremden Stadien. Zehn Punkte aus bislang 16 Partien sind nicht der Wert, mit dem sich hohe Ziele, wie etwa das Erreichen der Pre-Playoffs realisieren lassen. Diese Bilanz ausgerechnet bei den Bietigheim Steelers (Sonntag, 18.30 Uhr, Ellental) aufzupolieren, wird ob der Historie nicht von höchster Wahrscheinlichkeit getragen.

„Man muss den Bock irgendwann umstoßen“, hofft Markus Berwanger auf mehr „Kaltschnäuzigkeit und Cleverness“ seines Teams. Der Löwen-Coach spricht aber auch die durch Fehlentscheidungen der Unparteiischen erlittenen Punktverluste klar an. Der Ärger über das nicht geahndete Foul an Kyle Beach in der Overtime gegen Kassel ist noch nicht verraucht. Viel deutlicher hätte eine Behinderung nicht ausfallen können. Im gleichen Kontext erinnert Berwanger an das erste Heimspiel gegen Bietigheim Ende November, als der Siegtreffer der Steelers vornehmlich eines Vergehens an Casey Borer wegen eine spannende Verlängerung zu Ungunsten der Tölzer beendete. Man habe „einige Punktverluste“ durch falsche Schiedsrichter-Entscheidungen hinnehmen müssen.

In erster Linie hängen die zahlreichen ungenügenden Resultate als Gast-Mannschaft aber mit der Leistung des Teams zusammen. Zuhause funktioniere das eigene Spiel naturgemäß besser, weil man von den Fans angefeuert werde und dadurch „offensiver“ auftrete, so Berwanger. Prinzipiell sollen die Löwen auswärts die „gleiche Leistung“ abliefern. „Das Team weiß, dass es auf fremden Eisflächen nicht so flutscht“, räumt der Coach ein. Es helfe wenig, die Spieler vor jeder Dienstreise aufs Neue ins Gebet zu nehmen. Schließlich waren nicht alle Auswärtsauftritte negativ behaftet. „Manchmal war der Gegner besser, das muss man anerkennen“, so Berwanger.

Allerdings hätten seine Eleven auch „oft genug“ Zähler liegen gelassen. Exemplarisch nennt der Coach die Matches in Ravensburg (5:6 n. V.) und Freiburg (1:3). Fakt ist: „Es fehlen uns einige Punkte.“ Losgelöst von dieser Problematik sei Bietigheim eine Mammutaufgabe. Zunächst sei wichtig, nach der langen Spielserie abermals eine gute Leistung aufs Eis zu bringen. Im Ellental werde man „keine 15 Chancen pro Drittel“ bekommen. Umso wichtiger ist deshalb die Balance von Durchschlagskraft und defensiver Stabilität. Wuchtigen Steelers-Akteuren wie Shawn Weller müsse „mit Geschick“ entgegnet werden. Für Druckphasen der Schwaben bedarf es obendrein der Kombination aus Glück und Geschick. Je besser die Löwen hinten stehen, umso mehr Möglichkeiten eröffnen sich vorne. „Bietigheim ist hinten anfällig und deswegen auch nicht unschlagbar“, stellt Berwanger klar.

Im Mannschaftsbus bleibt derweil ein weiterer Platz leer: Valentin Gschmeißner muss wegen einer Nebenhöhlenentzündung Antibiotika einnehmen. Für ihn verteidigt der zuletzt im vierten Angriffsblock tätige Marinus Reiter.

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