Tyler McNeely, Stürmer der Tölzer Löwen.
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Zurück in den Rhythmus dank guter Leistung: Tyler McNeely meldete sich nach seiner längsten Verletzungspause jemals erfolgreich bei den Löwen zurück und würde gerne auch kommende Saison für Tölz spielen.

INTERVIEW - Löwen-Stürmer Tyler McNeely über sein Comeback, Nachwuchs und Buddy Shawn Weller

„Punkte zu machen, hilft einem auch selbst“

  • vonOliver Rabuser
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Löwen-Stürmer Tyler McNeely im Interview über sein Comeback, seinen Nachwuchs und seinen Buddy Shawn Weller.

Bad Tölz – Mannschaftsintern nur achtbester Scorer – das ist für Tyler McNeely eine gänzlich fremde Situation. Der Grund für den suboptimalen Zustand war eine Armverletzung, die den 33-Jährigen Anfang des Jahres wochenlang außer Gefecht gesetzt hatte. Vater-Vorfreuden im Endstadium machten die Zwangspause für McNeely etwas erträglicher: Vor gut zwei Wochen erblickte Töchterchen Lenox Alene das Licht der Welt.

Mister McNeely, wie sieht es in Sachen Armverletzung aus? Wieder alles im Lot?

Ja, alles perfekt. Ich habe keine Probleme mehr. Doktor und Physio haben einen tollen Job erledigt, um mich wieder aufs Eis zu bringen.

Gab es im Verlauf Ihrer Karriere schon ähnlich gravierende Auszeiten?

Das war definitiv die längste Verletzungspause, und in dieser Zeit war es hart für mich, kein wirklicher Teil der Mannschaft zu sein.

Dennoch verleben Sie schlaflose Nächte…

(lacht) Ja, ich habe zuletzt wirklich nicht viel geschlafen. Es ist toll, Vater zu sein. Ein Kind zu haben, ist eine unbeschreibliche Geschichte. Es macht mir viel Spaß und ist eine ganz neue Erfahrung.

Eine, die Einfluss auf Ihre sportliche Laufbahn nimmt? Oder anders gefragt: Würden Sie in der kommenden Saison gerne weiter Teil des Löwenteams sein?

Ich würde sogar sehr gerne bleiben. Wir haben viele Freunde hier, und uns gefällt es sehr gut. Die Stadt ist einfach toll. Ich hoffe, wir haben ein weiteres gutes Jahr.

Während Ihrer Verletzung wurden Sie von Mario Lamoureux vertreten, den die Fans gerne länger gesehen hätten. Wie bewerten Sie Ihren Ersatzmann?

Fünf Importspieler zu haben, ist immer eine Top-Situation. Auch wenn immer einer auf die Bank muss. Mario ist ein toller Typ, er hat hier einen großen Job gemacht.

Unmittelbar nach Ihrem Comeback gelang Ihnen gegen Landshut und Frankfurt je ein Doppelpack. Wirkt sich das nach so langer Auszeit begünstigend auf die Form aus?

Die beiden Zwei-Tore-Spiele haben auf jeden Fall dazu beigetragen, zurück in den Rhythmus zu kommen. Ein paar Punkte zu machen und dem Team zu helfen, nimmt einem den Druck, hilft einem aber auch persönlich.

Zuletzt häuften sich Blessuren, die typisch für eine kurze Bank sind. In den Play-offs ist eine noch höhere Intensität zu erwarten. Ist das für die Löwen überhaupt zu stemmen?

Wenn du so viele Spiele hast, können immer Verletzungen passieren. Für die Play-offs musst du dennoch vorbereitet sein. Auch da werden die Pausen kurz sein. Mentalität ist hierbei ein wichtiger Faktor. Wir versuchen weiter Spaß in der Kabine zu haben und das Ganze zu genießen.

Die Löwen überraschen seit Mitte Dezember nahezu ohne Unterlass. Was ist aus Ihrer Sicht in den Play-offs möglich?

Kann man nicht vorhersagen. Wir müssen in jedem Match einen Weg für uns finden. Das ist alles, was wir tun können.

Etwas abrupt endete vor der Saison das über viele Spielzeiten bewährte Zusammenspiel mit ihrem Buddy Shawn Weller. Wie fühlte sich die erste Zeit als „getrennte Zwillinge“ an, und haben Sie noch Kontakt zu Shawn?

Es war in der Tat schwierig am Anfang, ihn nicht hier zu haben. Wir haben lange und immer gut zusammengespielt. Es ist natürlich schade, ihn nicht hier in Tölz zu haben. Trotzdem muss man einfach weitermachen, weiterspielen und tun, was man kann. Ich bin durchaus noch in Kontakt mit ihm. Ihm und seiner Verlobten geht es bei sich zuhause gut.

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