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Junges Duo im Kampf um die Nummer eins bei den Tölzer Löwen

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Von: Nick Scheder

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Gab den Tölzern in der Saison 2020/21 manch harte Nuss zu knacken: Künftig soll Enrico Salvarani den Kasten der Löwen sauber halten.
Gab den Tölzern in der Saison 2020/21 manch harte Nuss zu knacken: Künftig soll Enrico Salvarani den Kasten der Löwen sauber halten. © Archiv

Eine der wichtigsten Personalien bei den Tölzer Löwen ist geklärt: Mit Enrico Salvarani und Josef Hölzl fighten zwei Talente um die Position des Stammtorhüters.

Bad Tölz – Der Platz zwischen den Pfosten – eine extrem wichtige Position im Eishockey. Wie wichtig, haben die zurückliegenden beiden DEL 2-Saisons gezeigt. Mit Maximilian Franzreb als absolute Bank im Tor haben es die Löwen bis auf Rang zwei geschafft. Mit den Nachfolgern Marco Wölfl und Jimmy Hertel ging es in die andere Richtung, mit dem bitteren Abstieg am Ende. Für die nun anstehende Spielzeit in der Oberliga wollen die Löwen deshalb keine Kompromisse machen und haben jetzt ein Torhüter-Duo mit viel Potenzial verpflichtet: Enrico Salvarani von den Ravensburg Towerstars und den dritten Tölzer Keeper der Vorsaison, Josef Hölzl, der zum Ende der Saison als Nummer eins ranmusste. „Für ihn war es vermutlich die härteste Zeit seines Lebens“, sagt Löwen-Chef Ralph Bader.

Salvarani hat Erfahrung in der DEL 2 gesammelt

Das junge Duo (Salvarani ist 23 Jahre alt, Hölzl 21) soll sich einen gesunden Konkurrenzkampf um die Nummer eins im Tor liefern. Wobei sich Salvarani auf dem Papier eher für diese Rolle aufdrängt: Ausbildung bei den Jungadlern in Mannheim, Erfahrung gesammelt in der Oberliga (Hannover und Essen) und in den vergangenen beiden Saisons zweiter Keeper in der DEL 2 – zuletzt in Ravensburg, davor bei Freiburg. In der Saison 2020/21 gab er den Tölzern als Gegner der Löwen noch so manche harte Nuss zu knacken.

Bader ist sich der Bedeutung der Torhüter-Position sehr wohl bewusst. Bei Hölzl weiß er, was er an ihm hat, musste auch nicht lange verhandeln. „Als Tölzer spielt man am liebsten zu Hause, und ich will meine Chance nutzen“, sagt der 21-Jährige. „Mein Ziel ist es, mich zu verbessern und weiterzuentwickeln.“ Das traut ihm der Löwen-Chef zu. „Er hat in der Vorsaison gezeigt, dass er es kann, als er Jimmy Hertel den Rang abgelaufen hat“, meint Bader. Bis zur Corona-Pause machte Hölzl richtig gute Spiele, „erst die Erkrankung hat ihn etwas aus der Bahn geworfen“, sagt der TEG-Boss.

Beide müssen sich auf dem Eis beweisen.“

Löwen-Geschäftsführer Ralph Bader

In den Play-downs machte sich die fehlende Erfahrung dann bei Hölzl schon bemerkbar. Doch das werde sich mit steigender Spielpraxis ändern. Erst recht, weil Bader seinen Keepern künftig einen Torwart-Trainer an die Hand geben möchte. „Dann können sie sich richtig gut entwickeln und das Duell um die Nummer eins angehen. Trainer Ryan Foster und ich haben volles Vertrauen in die beiden.“ Das müssen sie nun bestätigen. Bader: „Beide müssen sich auf dem Eis beweisen.“

Das gilt eben auch für Salvarani, den Bader nur vom Videostudium, von ehemaligen Vereinen und sonstigem Feedback einschätzen kann. „Aber ich bin heilfroh, dass wir einen aufstrebenden deutschen Torhüter verpflichten konnten, und wir haben volles Vertrauen, dass er genau der Richtige ist.“

Reibungslose Verhandlungen

Mit Salvarani, der ohnehin eine familiäre Beziehung ins Oberland hat, hatte Bader ebenfalls reibungslose Gespräche. Außerdem findet er dessen Entscheidung pro Oberliga gut. „Schön, dass er lieber spielen will, als eine Liga höher auf der Bank zu sitzen.“ Dem Neuzugang selbst fiel die Entscheidung nicht schwer. „Ich wollte immer mal für Tölz spielen“, sagt Salvarani, dem zudem die Ausrichtung des Tölzer Eishockeys zusagt. „Ich will bei den neuen Aufgaben mit anpacken.“ Und vermutlich den Tölzern den einen oder anderen Sieg festhalten.

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Große Aufgaben, die härteste Zeit: Josef Hölzl wurde in der Vorsaison als dritter Torhüter zur Tölzer Nummer eins in der DEL 2.
Große Aufgaben, die härteste Zeit: Josef Hölzl wurde in der Vorsaison als dritter Torhüter zur Tölzer Nummer eins in der DEL 2. © Archiv

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