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Erstmals gegen die Joker im Tor: Goalie Mikko Rämö soll die schnellen Angriffe der Kaufbeurer Stürmer entschärfen. Verteidiger Hannes Huß (li.) wird man in dieser Saison indessen nicht mehr im Löwen-Trikot sehen.

Live aus dem Stadion

Glückszahl 13

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Im letzten Heimspiel der Punkterunde empfangen die Tölzer Löwen am Freitagabend (19.30 Uhr) den ESV Kaufbeuren. Gegen den Tabellenfünften soll der vorletzte Platz absichert werden. Ob das gelingt, lesen Sie im Live-Ticker.  

Bad Tölz – Die Aufgaben, die die Tölzer Löwen am finalen Punktspielwochenende der DEL 2 vor sich haben, könnten angenehmer sein. Doch der Terminkalender ist kein Wunschkonzert, deshalb empfangen die Tölzer Löwen am heutigen Freitag (19.30 Uhr) zum letzten Heimspiel der regulären Saison den fünftplatzierten ESV Kaufbeuren. Am Sonntag geht die Reise in die Mainmetropole zu den gleichnamigen Löwen, ihres Zeichens Tabellendritter. Danach werden die Isarwinkler ihre Ligentauglichkeit in einer oder zwei Play-down-Runden unter Beweis stellen müssen.

Bis dahin ist es ein ebenso kurzer wie steiniger Weg. Rick Boehm wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass ein Punkt- oder gar Spielgewinn für die Löwen nur dann in Reichweite ist, wenn alle Faktoren positiv zueinanderpassen. „Diese beiden Gegner sind optimal als Vorbereitung auf die Play-downs“, blickt der Löwen-Trainer voraus. „Nur wenn wir unsere beste Leistung abrufen, haben wir eine Chance.“

Doch gerade gegen die Buron Jokers hegt der Löwen-Trainer ein spezielles Verhältnis. Gegen keine andere Mannschaft haben sich die Buam bisher so schwer mit dem Toreschießen getan. In den bisherigen drei Vergleichen kamen die Löwen-Stürmer gerade einmal zu fünf Treffern, die zu zwei Zählern aus dem 3:2-Overtime-Heimsieg reichten. Die Torflaute hat einen Namen: Stefan Vajs. Der 29-jährige Goalie war in der vergangenen Saison der beste Spieler der DEL 2 und schickt sich an, diesen Titel zu verteidigen. Seine acht Shut-outs suchen ihresgleichen – auch die Löwen mussten Vajs einen solchen gewähren – und auch die Fangquote von rund 92,3 Prozent ist der unangefochtene Spitzenwert der Liga. Zuletzt verzweifelten sogar die Spitzenteams Bietigheim (0:7) und Riessersee (1:3) an Vajs’ Fangkünsten. Welche Wertschätzung die Nummer eins bei den Jokern genießt, zeigt die Tatsache, dass Vajs’ bis 2020 laufender Vertrag kürzlich um zwei weitere Spielzeiten verlängert wurde.

Doch auch der Rest der Allgäuer Truppe ist nicht ohne. Steve Billich, der in der Partie gegen Bietigheim böse in die Bande krachte, ist mit ein paar Prellungen glimpflicher davongekommen, als ursprünglich angenommen. Sein Einsatz ist gleichwohl mit einem kleinen Fragezeichen versehen. Top in Form sind dagegen Charlie Serault (21 Tore, 44 Assists) und Sami Blomqvist (29/33); das torgefährliche Duo rangiert unter den Top-ten der Scorerliste. Und auch die Specialteams verdienen das Prädikat Extraklasse: Im Powerplay liegt die Erfolgsquote bei 20,3 Prozent (Löwen: 16,4), und im Penalty-Killing bei 85 Prozent (Löwen: 74,9). Einen neuen Mann werden die Jokers im Tölzer Kasten erleben: Mikko Rämö. Bei den bisherigen Begegnungen teilten sich Michael Boehm und Andreas Mechel das Tölzer Gehäuse. Auch im Sturm gibt es zumindest einen Rückkehrer: Olympia-Teilnehmer Marcel Rodman nimmt die Centerposition in der ersten Reihe ein.

Auf dem Weg der Genesung ist auch Chris St. Jacques. Heute wird ihn der Arzt unter die Lupe nehmen, um dann aller Voraussicht nach die medizinische Freigabe zu erteilen. „Chris ist seit einiger Zeit auf dem Eis“, berichtet Boehm, „allerdings ohne in die Zweikämpfe zu gehen oder an den mannschaftlichen Übungen teilzunehmen.“ Ob St. Jacques bereits an diesem Wochenende zum Einsatz kommt, will der Trainer kurzfristig entscheiden. Not besteht nicht, denn als 13. Stürmer ist Michael Grabmaier in den Kader gerückt. Für die Play-downs ist der Einsatz von St. Jacques dann fest eingeplant.

Tabellenplatz 13 ist für Rick Boehm eine Glückszahl, und die Verteidigung dieser Position hat für den Trainer oberste Priorität. „Insofern ist es ein extrem wichtiges Wochenende. Wenn wir eine vernünftige Leistung abrufen wie zuletzt gegen Kassel, haben wir gute Erfolgsaussichten, um diesen für die Play-downs wichtigen Platz zu halten.“ Da der ESV extrem aktiv und läuferisch schnell spielt, müssen die Buam mit einem ähnlich hohen physischen Aufwand dagegenhalten. „Wenig Zeit geben, wenig Raum zum Kombinieren lassen – so müssen wir den Gegner unter Druck setzen“, formuliert Boehm sein Erfolgsrezept.

Live Blog Tölzer Löwen vs ESV Kaufbeuren
 

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