Leitner: Vorbereiten auf die Playdowns

- Bad Tölz - Ausblicke aufs neue Jahr und gute Vorsätze haben Tradition zum Jahreswechsel. So sah auch ECT-Coach Peter Obresa am Donnerstag nach der 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)-Heimpleite seiner Löwen gegen die Regensburger Eisbären "als positiv fürs nächste Jahr, dass die Mannschaft mit vier Reihen gut gespielt hat. Wir waren wenigstens zwei Drittel lang gleichwertig. Nur im Abschluss waren wir nicht so konsequent." Recht hatte er vor allem mit seiner Einschätzung: "Der Unterschied lag im Überzahlspiel." Alle fünf Tore fielen bei zahlenmäßiger Überlegenheit.<BR>

Während die Tölzer außer dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Jeff Hoad (20.) nur zwei Pfosten- und einen Lattentreffer verbuchen konnten, nutzten die Gäste diesen Vorteil gnadenlos, und die Hausherren standen trotz lobenswerten Einsatzes einmal mehr mit leeren Händen da. "Regensburg spielte abgeklärt und hatte sehr gute Schützen", analysierte Obresa. Erschwerend kam hinzu, dass "ich fast keine Verteidiger fürs Powerplay hatte", so der Löwencoach. Toni Prommersberger ist nach seiner Matchstrafe bis Mitte Januar gesperrt, Sepp Keller noch verletzt, und zu allem Überfluss hatte der im Team grassierende Magen-Darm-Virus diesmal den bislang zuverlässigsten Defender Kapitän Derek Mayer flach gelegt. "So geht`s die ganze Zeit", klagte Obresa: "Zwei sind gekommen, einer ist gegangen."<P>Einig waren sich die beiden Trainer in der Beurteilung der Leistung von Referee Seckler, der mit wenig Fingerspitzengefühl zu Werke gegangen war. Während Eisbären-Coach Erich Kühnhackl wegen der Knieverletzung seines Goalgetters Mark Woolf monierte, "es kann nicht angehen, dass der Schiri zum Risikofaktor wird", fühlte sich der ECT-Coach vor allem in der Situation benachteiligt, die zur spielentscheidenden 3:5-Unterzahl führte.<P>"Jetzt müssen wir uns auf die Playdowns gut vorbereiten", glaubt Flori Leitner, dessen Hals nach einem Schlittschuhtreffer zwei frische Stiche zierten. Florian Zeller hingegen hat noch nicht alle Hoffnungen aufgeben, den Playoff-Zug noch zu erreichen, "weil rein rechnerisch noch was möglich ist". Allerdings gestand auch Zeller, "dass es, realistisch gesehen, kaum mehr zu schaffen ist."<P>Einen weiteren Fauxpas leistete sich ausgerechnet Disziplinfanatiker Obresa, als er nach einem umstrittenen Pfiff des Referees eine Wasserflasche auf die Eisfläche warf, die dem ECT eine zweiminütige Bankstrafe einbrachte. Da Obresa selbst den Strafenkatalog für derartige Vergehen aufgestellt hat, gab er kleinlaut zu: "Das wird kosten. Natürlich zahle ich dafür auch ein." Wenigstens ein positiver Aspekt zur Stärkung der Löwenmoral für die kommenden schweren Aufgaben im neuen Jahr.esc<P>Punktabzug: Das Spiel gegen die Wölfe Freiburg am 26. Dezember hatten die Eisbären Regensburg nach Penalty-Schießen mit 2:1 gewonnen. Die Punkte kriegt dennoch der Gegner. Das Match wird mit 5:0 für Freiburg gewertet, weil Regensburg den Spieler Shawn Heaphy eingesetzt hatte, obwohl dieser zum Zeitpunkt des Einsatzes keine gültige Spielerlaubnis mehr hatte.hst<P>

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