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Keine Durststrecke aufkommen lassen: Löwen-Kapitän Florian Strobl (li.) besorgte gegen Kassel das 2:0 – in Szene gesetzt von Manuel Edfelder (re.).
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Eishockey: DEL 2

Tölz gibt Rote Laterne ab

Die Tölzer Löwen wehren sich erfolgreich gegen eine heftige Schlussoffensive der Kassel Huskies und überholen Bayreuth in der Tabelle wieder. 

Bad Tölz – Es ist vollbracht: Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde geben die Tölzer Löwen die Rote Laterne wieder weiter. Nach einem 3:2-Sieg gegen die Kassel Huskies, den sich die Mannschaft von Rick Boehm mit großem Einsatz erkämpfte, überreichen die Buam das Schlusslicht in der DEL 2 wieder Bayreuth, das zeitgleich mit 1:3 in Weißwasser verlor. Rang 13 bringt den Löwen eine bessere Position für eine mögliche zweite Play-down-Runde sowie eventuell mit Freiburg einen vermeintlich leichteren Gegner.

Die Löwen wehrten sich erfolgreich gegen einen wütenden Sturmlauf der Huskies in der Schlussphase, nachdem sie mit 2:0 und 3:1 in Führung gegangen waren. Gute Unterzahl und ein erneut starker Torhüter Mikko Rämö sorgten dafür, dass sie den knappen 3:2-Vorsprung verteidigten. Auch in einer 4:6-Unterzahl, als Kassel Torwart Mirko Pantkowski herausnahm, und Klaus Kathan wegen einer umstrittenen Strafe in die Kühlbox musste, ließen sie nichts mehr anbrennen.

Beide Mannschaften begannen etwas verhalten. Bei Rückkehrer Marcel Rodman war die Erklärung nicht weiter schwierig: Der Slowene kehrte Freitagnacht von Olympia zurück. Trotzdem hatte er schon wieder die eine oder andere gute Szene in der ersten Reihe, brachte Tempo rein – Jetlag hin oder her. Genau wie Joonas Vihko, der Mirko Pantkowski im Huskies-Tor als Erster prüfte. Zwingende Möglichkeiten hatte aber auch der Tabellenvierte nicht aufzuweisen. „Das erste Drittel hatte vor allem defensiv gutes Niveau, aber eben ohne große Chancen für beide Seiten“, meint Löwen-Trainer Rick Boehm.

Die Kasseler erhöhten das Tempo erst, nachdem sie früh im zweiten Drittel – etwas überraschend – 0:2 in Rückstand gerieten. Da lief zunächst Philipp Schlager alleine auf das Tor zu und vollstreckte. Dann fing Manuel Edfelder einen Angriff ab, Michael Endraß passte zu Florian Strobl, der frei vor Pantkowski das 2:0 besorgte. „Ich denke, diese Führung war letztlich entscheidend“, meint Boehm. Dem anschließend anwachsenden Druck erwehrten sich die Löwen zunächst gut – auch in Unterzahl, als Braden Pimm knapp drüberzielte. Den zweiten Versuch lenkte Rämö knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite vergab Maxi Hörmann ein Solo kläglich.

Die Gäste blieben gefährlich, und Mike Little überwand Rämö schließlich zum 1:2. Bei Jens Meilleurs Schlenzer kurz darauf fehlte nicht viel zum Ausgleich. Um den brachten sich die Huskies allerdings selbst, als das Spiel hektischer wurde und Mike Little sowie Evan McGrath kurz nacheinander nach einer Rangelei mit Hannes Sedlmayr auf die Strafbank mussten. Die doppelte Überzahl nutzte der Tölzer Torjäger zum 3:1 per Direktabnahme. Boehm: „Gott sei Dank haben wir bei der 5:3-Überzahl getroffen.“

Kassel erhöhte den Druck nochmals. Doch der stark besetzten Mannschaft gelang nur noch der 2:3-Anschlusstreffer durch Tyler Gron. Goldhelm Pimm, der starke Jens Meilleur und Neuzugang Sam Povorozniouk, der erst im Schlussabschnitt mit guten Schlagschüssen auf sich aufmerksam machte, scheiterten an Rämö.

Tölzer Löwen - Kassel Huskies 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)

Tore: 1:0 (20.29) Schlager, 2:0 (21.33) Strobl (Edfelder/Endraß), 2:1 (37.49) Little (Rogl/McGrath), 3:1 (46.19) Sedlmayr (Schlager/Rodman, 5-3), 3:2 (49.30) Gron (Christ), –Strafminuten: Tölz 10, Kassel 12 + 10 (Little, Check v. hinten), –Schiedsrichter: Dominic Erdle/Alfred Hascher, –Zuschauer: 1452.

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