Thomas Cook ist insolvent - So geht es für Condor, Neckermann und Co. weiter

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Nach Belieben dominierten Shawn Weller (re.) und die Tölzer Löwen im Derby gegen den SC Riessersee. Der Garmisch-Partenkirchner Keeper Daniel Allavena (li.) musste die Scheibe neunmal aus dem Netz holen. 

Eishockey

Löwen klar überlegen

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Die Tölzer Löwen schicken einen heillos überforderten SC Riessersee im Testspiel am Freitagabend mit 9:1 zurück nach Garmisch. 

Bad Tölz– Der Klassenunterschied war deutlich zu sehen. In einem einseitigen Derby illustrierten die Tölzer Löwen am Freitagabend ihre spielerische Klasse und schickten einen heillos überforderten SC Riessersee mit 9:1 zurück nach Garmisch-Partenkirchen, wo der SCR am Sonntag um 17 Uhr zur Revanche bittet. „Da wird es viel schwieriger für uns“, glaubt Kevin Gaudet.

Insgesamt ist der neue Coach mit der Entwicklung seines Teams zufrieden. „Tempo, Kampf und Passspiel sind richtig gut.“ Der 55-Jährige zeigt sich immer mehr „begeistert“ von seiner Mannschaft, aus der er „nur drei Spieler“ aus früheren Jahren in Bietigheim gut kennt. Gaudets Erkenntnisse über den Rest des Teams sind gleichwohl geprägt von hoher Zuversicht. Beispiel: Manuel Edfelders Umschulung zum Verteidiger. „Der spielt überragend, als hätte er das schon immer gemacht.“

Mit Blick auf das Ergebnis war die Sache nach dem ersten Drittel gelaufen. Ein 4:1 stand auf dem Videowürfel – zum Entzücken der Tölzer Fankurve, die sich dem Schmäh der Gästeanhänger zu erwehren hatte. „Und ihr wollt Deutscher Meister sein“, schallte es hämisch aus dem Norden des Stadions, als Victor Östling den Oberligisten beim Konter auf 1:2 heranbrachte.

Ein Schönheitsfehler, wie sich herausstellen sollte. Zuvor schossen Stefan Reiter und Timo Gams die Löwen aus dem Slot heraus in Front. Kurz keimte auch auf dem Eis Derbystimmung auf. SCR-Spieler Christoph Frankenberg eröffnete mit Bandencheck gegen Gams, der zuvor einen nicht schlecht vorgetragenen Penalty vergab. Max French revanchierte sich mit hohem Stock und einem Kratzer auf der Wange von Jannik Woidke. Zum Ende des Drittels machten Sasa Martinovic mit einem verdeckten Schlenzer von der blauen Linie, sowie Rauschebart Shawn Weller nach Gegenstoß mit Dominik Kolb Ernst. Der Kantersieg schien eine Frage der Zeit. „Eigentlich muss es 15:1 stehen“, merkte Löwen-Chef Christian Donbeck auf dem Weg in die Kabine an. Auch der 6:1-Zwischenstand spiegelte neben vielen druckvollen Angriffen die Übermacht des Zweitligisten wieder. Ursprung der weiteren Treffer war abermals die blaue Linie. Markus Eberhart legte vor, Matt MacKenzie zog mit dem zweiten Powerplaytor des Abends nach. Gaudet hob Martinovic und MacKenzie explizit hervor. „Man sieht ihre Erfahrung, sie werden uns sehr helfen.“

Im Schlussabschnitt erinnerte sich dann Philipp Schlager, wie schön es ist, als Torschütze genannt zu werden; der Kapitän schnürte einen Doppelpack. Den Schlusspunkt setzte Marco Pfleger, dessen Sturmreihe mit Max French und Hannes Sedlmayr Gaudet zufolge bereits jetzt „super harmoniert.“

Tölzer Löwen - Riessersee 9:1 (4:1, 2:0, 3:0)

Tore: 1:0 (3:03) Reiter (Weller/McNeely), 2:0 (5:27) Gams (McNeely/Sa. Martinovic), 2:1 (6:00) Östling (Kircher), 3:1 (16:00) Sa. Martinovic (French/Schlager, 5-4), 4:1 (19:05) MacKenzie (Kolb), 5:1 (26:08) French (Eberhardt/Sedlmayr), 6:1 (32:40) MacKenzie (Edfelder, 5-4), 7:1 (40:39) Schlager (Eberhardt), 8:1 (52:19) Schlager (Tosto), 9:1 (57:02) Pfleger (Sedlmayr/French), – Strafminuten: Tölz 12 + 10 (McNeely, Faustkampf), Riessersee 14 + 10 (Frankenberg, Check v. hinten) + 10 (Woidtke, Check gg. Kopf) + 10 (Frankenberg, Faustkampf), – Schiedsrichter: Martin Holzer/Cori Müns, – Zuschauer: 1688.

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