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Kurze Freude: Tyler McNeely trifft zwölf Sekunden vor Spiel-ende zum 4:4 gegen Landshut. In der Overtime verlieren die Löwen schließlich doch gegen den Aufsteiger.

EISHOCKEY - DEL 2

Löwen-Gegner Landshut spielt immer am Limit, leistet sich aber oft mit ein, zwei Fehlern zuviel

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EVL-Trainer Axel Kammerer adelt die Tölzer „Buam“ als „heißeste Mannschaft“ der Liga. Die Replik von Löwen-Trainer Kevin Gaudet: „Landshut ist für einen Aufsteiger sehr gut besetzt.“

Sportlich läuft es richtig rund bei den Löwen. Schwerpunktthemen geraten da unvermittelt zur Mangelware. Sicher, irgendetwas lässt sich immer eruieren. Etwa, ob und wann die Tölzer konstant mit vier Angriffsblöcken agieren können. Oder wer auf (Playoff-)Sicht die Rolle von Andreas Mechel als Back-up im Tor der Isarwinkler einnehmen wird. Letztlich aber geht es derzeit nur um eins: Welches DEL 2-Team unterbricht den Tölzer Höhenflug?

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Der EV Landshut mit seinem in Reichersbeuern beheimateten Trainer steht in der Bewerberliste weit oben. Wenngleich Axel Kammerer sein früheres Team als „heißeste Mannschaft“ der Liga adelt. Eine Menge Schlachtenbummler werden die Landshuter dabei am Sonntag am Gutenbergweg bei diesem Unterfangen unterstützen. Gleichwohl hat sich auch eine außergewöhnlich umfangreiche Abordnung aus dem Lager des Tabellendritten angekündigt. Zeit für Kevin Gaudet, auch mal Worte für das Tölzer Publikum zu finden. „Die Fans lieben die Mannschaft und umgekehrt“, betont der 56-Jährige. Die signifikant gestiegene Zuschauerzahl sei ein „großer Push“ für das Team. Freilich nimmt sich auch der Löwen-Coach einmal mehr des neuen Lieblingsthemas an. Es sei inzwischen eine „große Ehre“, seine Cracks zu schlagen. „Jeder möchte unsere Serie stoppen.“ Heißmacher Kammerer wirbt für ein großes Match, weiß aber auch, dass seine Schützlinge das „sehr spezielle“ Landshuter Publikum erst auf ihre Seite ziehen müssen.

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Wie man Top-Gegner schlägt, wissen die Niederbayern von den Heimerfolgen gegen Heilbronn und Frankfurt. Dennoch hängt der EVL im Tabellenkeller fest. Kammerer nennt die Gründe: „Das Team spielt immer am Limit.“ Der Spielplan mit den vielen englischen Wochen wegen des Stadion-umbaus sei „kein Freund“ der Landshuter. „Außerdem macht die Mannschaft oftmals einen bis zwei Fehler zuviel.“

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Gaudet indes beschränkt sich auf die Fakten. So sei der EVL für einen Aufsteiger „sehr gut besetzt“. Die Zahl gut ausgebildeter Akteure sei hoch. Überdies habe man mit Mattieu Pompej und Robbie Czarnik zwei „Meisterspieler“ als Ausländer. In der Vorsaison gewann das Duo mit Ravensburg den DEL 2-Titel. Goalie Jaroslav Hübl war zudem Erstliga-Torhüter in Österreich. Gaudet nennt „Disziplin und Defensive“ als Erfolgsschlüssel für das Sonntagsmatch. Faktoren, die man – anders als die Zahl der geschossenen Tore – kontrollieren könne. Und zwei Bereiche, in denen die Buam zuletzt qualitativ merklich zugelegt haben.

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