Niederlage gegen Erding

Turbulente Schlussphase ohne glückliches Ende

  • Nick Scheder
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Bad Tölz - Erst nach 50 Minuten kamen die Torchancen, dann aber geballt: Die Tölzer Löwen holen zweinal Rückstand auf, verlieren aber im Penaltyschießen mit 3:4 gegen die Erding Gladiators.

Da sind die Löwen knapp an einem weiteren Null-Punkte-Wochenende vorbeigeschrammt. Erst in letzter Minute retteten sie sich gestern in die Verlängerung gegen die Erding Gladiators und mussten sich nach Penaltyschießen mit 3:4 (0:0, 1:0, 2:3, 0:0, 0:1) geschlagen geben. Peiting zieht in der Tabelle an den Löwen vorbei. Weil Bayreuth verlor, bleibt Tölz auf Rang vier.

Die Partie gegen Erding lebte eindeutig von einer turbulenten Schlussphase: In den letzten zehn Minuten passierte auf dem Eis deutlich mehr als in den 50 Minuten zuvor. „Beide Mannschaften haben wenige Fehler gemacht“, sagt Trainer Florian Funk. Die Löwen agierten ungewohnt defensiv. Die Tölzer Führung durch Hannes Sedlmayr zu Beginn des zweiten Drittels hatte bis ins Schlussdrittel Bestand, als Florian Zimmermann in Tölzer Unterzahl bis vor Viona Harrer laufen durfte und die Tölzer Torfrau tunnelte.

Sie zeigte bei ihrem ersten Einsatz seit langem einige gute Paraden - aber auch Unsicherheiten, vor allem bei hohen Scheiben. Hatte sie bei einem Erdinger Schlenzer von der Mittellinie noch Glück, als der Puck auf der Latte landete, fiel eine ähnliche Flatterscheibe von Daniel Kreß wenig später unter das Quergestänge. Plötzlich lagen die Löwen, die bisher mehr vom Spiel hatten, hinten.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Andreas Andrä fasste sich ein Herz und zog aus dem Lauf von der blauen Linie ab - Ausgleich. Doch erneut gerieten die Löwen in Unterzahl, bekamen die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, und Christopher Cahill stellte die Führung wieder her. Jetzt hatte Tölz Wut im Bauch. Angepeitscht von den Fans, 1340 Zuschauer waren ins Stadion gekommen, wollten es die Spieler nicht bei der sich anbahnenden Niederlage bewenden lassen. Josef Kottmair, der in den vorangegangen 19 Spielen nur einmal getroffen hatte, drosch die Scheibe zum erneuten Ausgleich in die Maschen.

Schon vorher war Florian Strobl erfolgreich. Doch der Treffer wurde wegen Torraumabseits nicht gegeben. Und erneut Kottmair frei vor Patrick Ashtons Kasten hätte für die Entscheidung sorgen können. Er vergab. Auch Dominic Fuchs, der ein gutes Spiel machte, scheiterte aus aussichtsreicher Position. „Wenn man in so einem Spiel nur wenige Torchancen hat, muss man sie nutzen“, sagt Funk. Doch 60 Minuten waren abgelaufen.

Die Verlängerung blieb torlos. Im Penaltyschießen zeigte sich Erding als deutlch abgezockter als die Löwen. Kottmair und Andrä scheiterten, für die Gladiators trafen Ales Jirik und Cahill souverän und sorgten für die knappe Entscheidung. Funk rechnet auch für die restlichen Spiele mit engen Resultaten. Doch nach dem wenig erfolgreichen Wochenende könnte es auch für ihn allmählich eng werden.

Nick Scheder

Rubriklistenbild: © Ewald Scheitterer

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