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Zweikämpfe und Einsatz haben gepasst: Der Tölzer Interims-Goldhelm Stephen MacAulay (li.) gegen den Ex-Löwen Julian Kornelli. 

Partiell verbessert

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Die Tölzer Löwen verlieren das erste Spiel nach Trainerwechsel gegen Ravensburg mit 1:4. Geänderte Spielweise teilweise erfolgreich, doch der Abschluss bleibt die Schwachstelle. 

Bad Tölz– Das erste Spiel nach Markus Berwanger endet mit einer Niederlage. Die Tölzer Löwen unter Interimstrainer Florian Funk zeigten sich am Freitagabend nur in Teilbereichen verbessert und mussten sich dem Tabellenzweiten Ravensburg Towerstars mit 1:4 geschlagen geben. Die Gastgeber spielten offensiver als bisher, phasenweise zielstrebiger nach vorne, ließen den Puck öfter durch die Mitte laufen und zeigten sich engagiert im Zweikampf. Doch Scheibenverluste in der eigenen Zone und Schwächen beim Torabschluss bleiben die Schwachstellen.

Auch Funks Umstellungen zeigten noch nicht richtig Wirkung. Zwar war dem ersten Sturm mit Hannes Sedlmayr, Yannick Drews und Philipp Schlager das Engagement nicht abzusprechen. Doch es blieb weiterhin der zweite Sturm, der Akzente setzte. Hier fühlte sich vor allem Lubor Dibelka neben Andreas Pauli gut aufgehoben. Vor allem zu Beginn des Spiels gaben die Löwen mächtig Gas. Hohes Tempo, geradlinige, effektive Spielzüge bis vor das gegnerische Tor, Tölz hatte mehr und die besseren Chancen. Doch am Abschluss hatte Funk noch nicht ausreichend gefeilt. Mehrfach Pauli und Dibelka vergaben beste Chancen auf die Führung – die beste im Doppelpass, Pauli schoss drüber. „Vor allem in den ersten 10 Minuten waren die Chancen da“, sagt Funk. „Wir waren von der veränderten Spielweise etwas überrascht“, gab Ravensburgs Coach Jirí Ehrenberger zu.

Doch seine Mannschaft eiskalt. Oder mit Torjägerqualität: Nachdem Ex-Löwe Julian Kornelli noch scheiterte, war Ravensburgs Topscorer Andreas Driendl zur Stelle. Ondrej Pozivils Schuss prallte von Ben Meisners Schonern ab, der Goldhelm stand goldrichtig, 0:1. Und nach dem Rückstand verfielen die Löwen in alte Verhaltensmuster. Funk: „Nach unserem ersten Fehler ist Ravensburg besser ins Spiel gekommen.“ Es taten sich Lücken in der Abwehr auf, selbst das Powerplay – zuvor erneut ein Quell an Hochkarätern, immer öfter auch durch Florian Strobl – verstrich später ohne nennenswerte Möglichkeit.

Ravensburg weiter am Drücker, bestimmte das Spiel, stellte nach Scheibenverlust der Löwen im eigenen Drittel durch den guten Daniel Schwamberger auf 2:0. „Diesen Rückstand holen wir zur Zeit gegen so eine Mannschaft nicht auf“, dämpfte Funk die Hoffnung, das Spiel noch zu drehen. Der Anschlusstreffer – Stephen MacAulay hielt den Schläger in Paulis schönen Pass – fiel dann auch eher überraschend. Es sollte das einzige Tölzer Tor bleiben.

Auch wenn sie es öfter durch die Mitte versuchten, die Löwen mit MacAulay und Pauli weiter für gute Angriffe sorgten – es blieb die mangelnde Effizienz im Abschluss. Im Schlussabschnitt bestimmte Ravensburg das Spiel, Vincenz Mayer schloss einen Angriff über links eiskalt zum 3:1 ab, David Zucker scheiterte gleich darauf am starken Ben Meisner zwischen den Tölzer Pfosten.

Die Löwen kämpften, Funk nahm den Torwart heraus, doch Daniel Pfaffengut machte mit dem 4:1 ins leere Tor alles klar für den Tabellenzweiten. Die richtig wichtigen Spiele für Tölz stehen jetzt an.

Tölzer Löwen - Ravensburg 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)

Tore: 0:1 (15:06) Driendl (Pozivil/Pompei), 0:2 (23:57) Schwamberger (Zucker/Pompei), 1:2 (36:26) MacAulay (Pauli/Dibelka), 1:3 (47:27) Mayer (Pfaffengut/Hinse), 1:4 (58:49) Pfaffengut (HInse/Mayer, ENG), –Strafminuten: Tölz 10, Ravensburg 12, –Schiedsrichter: Kevin Salewski, Volker Westhaus, –Zuschauer: 2219.

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