Baustellen bleiben offen

Bad Tölz - Die Tölzer Löwen verpflichten die Nachwuchs-Spieler Dennis Neal, Max Kimmel und Christoph Körner für das Oberliga-Team, lösen damit aber kaum die drängenden Probleme.

Die Scheibe ruht, doch Arbeit gibt es genug bei den Tölzer Löwen. Wer wird Kooperationspartner, wer sind die Leistungsträger für kommende Saison, wie eine schlagkräftige Mannschaft formen? Die Tölzer Eissport-Gesellschaft hat zwar jetzt mit Dennis Neal (Vertrag für ein Jahr), Max Kimmel (2 Jahre) und Christoph Körner (3 Jahre) drei Nachwuchsspieler verpflichtet. Doch die werden kaum zur Lösung der Probleme beitragen. Es sind allesamt gute Spieler, meint Löwen-Trainer Florian Funk. Allerdings gewinnt man mit ihnen wohl (noch) keine Oberliga-Meisterschaft.

„Wir halten an unserem Nachwuchs-Konzept fest und wollen eigene Talente an uns binden“, stellt TEG-Geschäftsführer Manfred Gröger klar. Die drei können sich in der Mannschaft weiterentwickeln, ihr auch weiterhelfen, ohne den Spieleretat, der wie in der Vorsaison bei etwa 240 000 Euro liegt, übermäßig zu belasten. „Wir können nicht erwarten, dass sie gleich als Superstars einschlagen“, sagt Funk. „Sie brauchen Zeit, aber können durchaus eine Rolle spielen.“

Der 21-jährige Neal hat das in der abgelaufenen Saison schon getan. „Durch seine läuferische Stärke kann er Druck machen, er kämpft, ist engagiert und erledigt seine Arbeit“, meint der Löwen-Trainer, der Neal sowohl in der Abwehr als auch im Sturm einsetzen kann.

Auch auf den 16-jährigen Körner, Kapitän der Schülermannschaft, die sich im Frühjahr den Deutschen-Meistertitel geholt hatte, hält Funk große Stücke. „Er ist bei den Schülern einer der besten Stürmer in Deutschland. Wenn er sich weiterentwickelt, ist er ein Spieler für die Zukunft.“ Er hat bereits 26 Spiele für die DNL bestritten, das Sommertraining soll Körner mit dem Nachwuchs-Team machen, in der Vorbereitung will Funk ihn auch bei den Löwen einsetzen.

Der 18-jährige Stürmer Max Kimmel könnte sich bei den Löwen etablieren, glaubt DNL-Trainer Rick Boehm. „Er hat sich enorm entwickelt, es war nicht unbedingt damit zu rechnen, aber er hat sich zu Saisonende zu einem Leistungsträger gemausert.“ Körperlich sollte er etwas robuster werden, meint Boehm.

Mit den dreien ist der Löwen-Kader auf mittlerweile 13 Spieler angewachsen. Die verbleibenden Baustellen werden kommende Woche in Angriff genommen. Dann möchte sich Gröger sowohl um die (Weiter-) Verpflichtung der Leistungsträger kümmern, als auch versuchen, die drängende Frage nach dem künftigen Tölzer Kooperationspartner zu beantworten. Auch die Personalie Klaus Kathan soll schnellstmöglich in trockene Tücher. Gröger: „Da bleiben noch Details zu klären.“

Unterdessen versuchen einige Tölzer DNL-Spieler, die zu alt für die DNL sind und keinen Vertrag bei der Ersten bekommen, ihr Glück woanders. Peter Disl und Thomas Fischer wechseln zum EC Peiting, Torwart Lukas Müller geht zurück nach Peißenberg. Boehm rechnet aber damit, den Kader für die kommende DNL-Saison von unten auffüllen zu können. Andernfalls würde sich im Nachwuchs ebenfalls eine Baustelle auftun.

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