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Ein sehr guter Fang: Maximilian Franzreb absolvierte für Freezers und Eisbären 31 DEL-Spiele sowie über 100 Begegnungen in der DEL 2 für die Lausitzer Füchse, wie hier bei einem Safe gegen Ritchie Mueller (Riessersee).

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Löwen verstärken sich mit Goalie Franzreb, der gegen Steelers ersten Einsatz bekommen könnte

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Die Tölzer Löwen verpflichten vor dem Doppelspieltag gegen die Steelers Torwart Max Franzreb. Trainer Gaudet erwägt, den Neuzugang bereits in Bietigheim einzusetzen.

Bad Tölz – Neues Jahr, neues Glück? Der Doppelspieltag mit den Bietigheim Steelers droht die Tölzer Löwen tabellarisch in arge Nöte zu bringen. Immerhin konnte vor der Auswärtspartie im Ellental (heute, 20 Uhr) mit der Hinzunahme eines neues Torhüters eine der Baustellen geschlossen werden.

Christian Donbeck ist überzeugt, gute Arbeit geleistet zu haben. Erst in den Tagen vor dem Jahreswechsel erfolgte die Kontaktaufnahme, bereits an Neujahr der Vollzug. Maximilian Franzreb wechselt vom DEL-Klub Eisbären Berlin nach Bad Tölz, wo er fortan mit Silo Martinovic das Torhüter-Duo bilden wird. Henrik Huwer, nach dem Abgang von Andreas Mechel der Ersatz von Martinovic, kann sich wieder auf die Erfordernisse des DNL-Teams konzentrieren. Mit dem 23-jährigen Franzreb habe der Klub einen „sehr guten Fang“ gemacht, betont Donbeck. Die Prämisse „deutscher Pass und Qualität für die DEL 2“ sei mit der Verpflichtung erfüllt. Obendrein wird das zuletzt etwas in Schieflage geratene Einheimischen-Modell neu befeuert, denn Franzreb ist gebürtiger Tölzer.

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Das Löwen-Trikot kennt der Goalie gleichwohl nur aus Kindestagen. Er durchlief den Nachwuchs fast ausnahmslos beim Hamburger SV, von wo er zunächst in die DNL-Mannschaft der Freezers und danach ins Profiteam der Hanseaten aufrückte. Nachdem die Freezers 2016 mangels Kaufinteressenten aufgelöst wurden, führte Franzrebs Weg nach Berlin, von wo er mittels Förderlizenz in der Lausitz stationiert wurde. Als die Eisbären sich zuletzt mit einem weiteren Import-Torsteher für die heiße Saisonphase abgesichert haben, war für Franzreb die Zeit der Veränderung gekommen. „Er ist keiner, der wegen schlechter Leistungen irgendwo rausgeflogen ist“, stellt Donbeck klar. Vielmehr bekämen die Löwen einen „stabilen, großen und top-fitten“ Fänger, der durchgängig im Spielbetrieb stand. Fans und ein Teil der Mannschaft konnten sich von Franzrebs Qualitäten in den beiden Vorjahren ein Bild machen. Nicht selten brachte der 23-Jährige in den Duellen mit Weißwasser die Angreifer der Kurstädter zur Verzweiflung.

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Kevin Gaudet kennt seinen neuen Schützling nur vom Namen, hofft aber auf einen „soliden Torhüter“. Die Notwendigkeit des Transfers war unstrittig. Martinovic spielt bislang bestenfalls eine durchwachsene Saison, ist oft fehleranfällig. „Du weißt nie, was passiert, wenn du nur einen Torwart hast“, gibt Gaudet zu bedenken. Der Coach überlegt gar, Franzreb im Ellental sogleich ins kalte Wasser zu werfen: „Die beiden Matches gegen die Steelers waren für Silo nicht einfach.“ Eine Auszeit hat der Routinier dringend nötig.

Anders verhält es sich bei der Zwangspause für Hannes Sedlmayr. Sechs Wochen fehlt der Außenstürmer bereits. Nach Auskunft der Ärzte kommen weitere zwei Wochen hinzu. „Idiotisch“, kommentiert Gaudet die ursprünglich auf drei Wochen taxierte Blessur. Christoph Kiefersauer wird indes durch die Schiene an der Hand zu sehr beeinträchtigt, fällt damit ebenfalls weiterhin aus.

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Der Trainingsinhalt nach Jahreswechsel war derweil selbsterklärend, denn in den beiden letzten Heimspielen ließen die Buam acht Powerplays ungenutzt. Kaum klappt es mit der Disziplin, kommt dem Team die größte Stärke abhanden. Obendrein erwartet Gaudet – abgesehen von der besonderen Motivation der Steelers gegen den ehemaligen Trainer – giftige Schwaben: „Sie werden heiß sein nach der Packung gegen Kassel.“ Ein kühler Kopf und ein unverbrauchter Goalie sind sicher keine schlechten Gegenmittel.

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