Ein Verteidiger weniger: Maxi Leitner (Mi.), hier im Duell mit den Landshutern Lukas Mühlbauer (li.) und Philipp Messing fehlt den Tölzer Löwen in Bad Nauheim verletzungsbedingt.
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Ein Verteidiger weniger: Maxi Leitner (Mi.), hier im Duell mit den Landshutern Lukas Mühlbauer (li.) und Philipp Messing fehlt den Tölzer Löwen in Bad Nauheim verletzungsbedingt.

EISHOCKEY DEL 2 - Tölzer Löwen wollen sich bei aufstrebenden Nauheimern rehabilitieren

Löwen wollen zurück auf die Siegerstraße

  • vonOliver Rabuser
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Bad Tölz – Beinahe wäre es ruhig geworden um die Tölzer Löwen. Wären da nicht die wenig erfreulichen Meldungen über die Veränderungen am Kader, zumal DEL2-Kontrahent EV Landshut am Donnerstag offiziell die Verpflichtung von Marco Pfleger und Andi Schwarz verkündet hat. Aber rein sportlich: Fast eine komplette Woche ohne Spieltermin – das gab’s schon lange nicht mehr.

Freilich kommt die erweiterte Ruhephase den Buam gerade recht. So blieb etwas Zeit, um über zwei ungewohnt pomadige Spielabschnitte bei der 6:7-Niederlage gegen die Heilbronner Falken nachzudenken. Überdies sind frische Beine für das Match an diesem Freitag beim EC Bad Nauheim unerlässlich. Die Wetterauer haben nach ungünstigem Saisonverlauf und zwischenzeitlichem Absturz auf den Boden der Tabelle, mit teils beeindruckenden Resultaten den Wegweiser in Richtung Play-offs endgültig wieder erspäht. Doch ist man im Lager der Tölzer nicht nur über die temporäre Rückkehr zum gewohnten Turnus mit freiem Tag und zwei relativ lockeren Trainings froh. Vielmehr herrscht Erleichterung darüber, einem zweiten Covid19-Vorfall innerhalb der Mannschaft entgangen zu sein. Ein solcher war nicht ganz ausgeschlossen, nachdem im näheren Umfeld von Verteidiger Maxi Leitner positive Befunde näher untersucht und rückverfolgt werden mussten. Zwei Schnell- und ein PCR-Test sorgten dann für Erleichterung – zumindest bei Mitspielern und Verantwortlichen. Denn Leitner ist zwar nachweislich gesund, hätte den Roadtrip nach Mittelhessen aber ohnehin nicht mitmachen sollen. „Er ist etwas angeschlagen“, erläutert Kevin Gaudet die für dieses Wochenende gültige Schonfrist für das 20-jährige Defensivtalent. Danach sind Leitners Dienste unerlässlich, sieht die Abfolge des Hauptrundenendspurts für die rastlosen Löwen doch satte sechs Spiele in gerade mal zehn Tagen vor. Einstweilen wird Manuel Edfelder in der Abwehr aushelfen und Oliver Ott fest im dritten Angriffsblock walten: „Es gibt keinen anderen Weg“, weiß Gaudet um den steten Mangel an Alternativen und Optionen.

Angesichts der neuerlichen Terminflut dürften sich selbst die spielverliebtesten Löwen-Cracks über die kleine Pause gefreut haben. Zwar betont der Coach, dass sein Team unter Berücksichtigung der Umstände „eigentlich keine bessere Saison“ hätte absolvieren können. Ob seine Eleven die nunmehr steigende Intensität bis zum letzten Play-off-Match mitgehen können, kann er hingegen nur hoffen. Zunächst sei allein wichtig, den Pfad „zurück auf die Siegerstraße“ zu finden, betont der 57-Jährige. Prinzipiell bieten sich die Nauheimer hierfür an, nachdem sie den Tölzern bei einer Tordifferenz von 8:17 bereits dreimal den Vortritt lassen mussten. Aber Vorsicht: Die „Roten Teufel“ nähern sich der Form vom November vergangenen Jahres an, als sie um die Tabellenspitze wetteiferten. Gaudet spricht von einem „großen Aufwärtstrend“, dem man durch verbindliche Bereitschaft auf allen Positionen entgegentreten müsse. Eine Leistung, wie sie gegen Heilbronn über weite Phasen gezeigt wurde, dürfte indes unweigerlich in einem weiteren Nackenschlag enden. „Wir waren vom Torhüter bis zum Mittelstürmer schlecht“, blickt der Löwen-Trainer zurück. Seine Mannschaft sei nach den vorangegangenen deutlichen Erfolgen „etwas überheblich“ aufgetreten.

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