Die "Loser-Mentalität" abgelegt ?

- VON HANS STAAR Straubing - Weder lässt er sich nach Niederlagen seine Enttäuschung öffentlich anmerken, noch vollführt er nach Siegen Freudentänze. So nüchtern und analytisch, wie nur irgend möglich, bilanziert Peter Obresa, was gerade wieder mal passiert ist. Noch nicht einmal der höchst erfreuliche 3:2-Sieg seiner Truppe bei Tabellenführer Straubing konnte den Trainer der Löwen vom Pfad der Sachlichkeit weglocken.<BR>

<P>Nein, eine Trendwende vermöge er nicht zu erkennen, gab Peter Obresa zu Protokoll. Und dies, obwohl seine Mannschaft nach neun Niederlagen nun zweimal nacheinander gewonnen hatte. "Man muss auch sehen, wie wir die neun Spiele verloren haben", empfahl der Trainer. "Sieben von diesen Spielen waren ganz, ganz eng und zum Teil exzellent." Nein, besser als in den Begegnungen zuvor hätten seine Löwen auch in Straubing nicht gespielt - "aber gut". <P>Man muss schon Überdurchschnittliches leisten, um ein Lob des Tölzer Trainers zu erhalten. So wie Patrick Couture. Der Torhüter habe fehlerfrei gespielt, attestierte Peter Obresa und hatte wohl auch an Youngster Max Prommersberger seine Freude. Der 17-Jährige war wegen der Sperre von Derek Mayer ins Team gerutscht - und bestand seine Feuertaufe im Straubinger Hexenkessel. Der Jugendliche durfte zwei Drittel lang mitmischen, fügte sich gut ein, gewann auch Zweikämpfe. So gesehen habe Derek Mayers Sperre durchaus "auch eine positive Seite", fand der Coach.<P>Das Resümee von Hubert Hörmann, dem Beiratsvorsitzenden der Tölzer Eissport-GmbH, fiel gleichwohl deutlich euphorischer aus: "Sie haben gekämpft bis zum Umfallen und haben ein hartes Backchecking gespielt. Alle Sturmreihen waren sehr homogen." Hörmanns Hoffnung ist, dass die Mannschaft nun die "Loser-Mentalität", wie er`s nennt, abgelegt hat.<P>Hart erarbeiten mussten sich die Tölzer Löwen die zwei Punkte schon. Besonders im zweiten Drittel brachte Straubing die Konkurrenz aus Oberbayern vielfach in Verlegenheit. Und nach 65 interessanten Spielminuten konnten die Gastgeber immerhin drei Pfosten- oder Lattenschüsse auf der Habenseite notieren. Nachdem Jeff Hoad und Morgan Warren im Penaltyschießen die Nerven behielten, ging der Sieg an Tölz. Zum dritten Mal im dritten Aufeinandertreffen. Und nun ließ sich Obresa seine Freude doch anmerken: "Schön, auch mal im Penaltyschießen zu gewinnen."<P>Straubinger Tigers - Tölzer Löwen 2:3 (0:1, 2:0, 0:1) n.P. - Tore: 0:1 (2:49) Regan (S. Kottmair, Hoad),1:1 (24:32) Elfring (Lehner, Mann 5-4), 2:1 (28:17) Hede (Mann, Elfring 5-4), 2:2 (48:11) Warren (Hoad, St. Croix 5-4). 2:3 (65:00) Hoad (Penalty). - Zuschauer: 2435. - Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen). - Strafminuten: Straubing 10, Bad Tölz 14.<P>

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