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Die Lücke erspäht: Mit seinem zweiten Saisontor gleicht Luca Tosto die Kaufbeurer Führung im zweiten Drittel aus. Nach 60 Minuten reicht dieser eine Löwen-Treffer allerdings nicht zum Sieg aus.

Eishockey DEL 2

Luca Tostos Tor war schön, kann aber Löwen-Niederlage nicht verhindern

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Bittere Pille für die Tölzer Löwen: Im Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren setzte es vor 2712 Zuschauern eine unglückliche 1:2- Niederlage. Trainer Markus Berwanger reagierte hinterher gereizt und ratlos zugleich.

Bad Tölz – Wieder mussten die Löwen einem Rückstand hinterher laufen, abermals brauchte es seine Zeit, ehe sie ins Spiel fanden. Zwischenzeitlich lieferten sie trotz starker Dezimierung eine starke Vorstellung ab. Am Ende aber waren die Köpfe leer und die Beine entsprechend schwer. „Jeder Spieler hat aufopferungsvoll gekämpft“, bediente sich der Coach gängiger Floskeln der vergangenen Wochen. Seine Einschätzung war richtig: „Unsere Rumpftruppe hatte Kaufbeuren am Rande einer Niederlage.“ Tatsächlich aber wurde die massive Torflaute der Löwen einmal mehr deutlich.

„Es steht kein Spieler auf dem Eis, der kein Tor schießen möchte“, antwortete Berwanger auf die Frage nach möglichen Veränderungen in den Reihen. „Was soll ich umstellen? Ich habe keine anderen Spieler.“ Zwei Hiobsbotschaften erreichten den Löwen-Trainer im Laufe des Tages. Zunächst in Form des krankheitsbedingten Ausfalls von Valentin Gschmeißner. Dann musste sich Yannick Drews eingestehen, dass die Gefahr, mit leichter Gehirnerschütterung aufzulaufen, doch ein wenig zu groß ist. Es waren die Nachwehens eines Checks vom Mittwoch. Nicht die besten Voraussetzungen, um dem Rangvierten zu trotzen. Entsprechend erwartbar war der 0:1-Rückstand nach Mitte des ersten Drittels, als ESV-Topscorer Sami Blom-qvist toll freigespielt wurde und beim Abschluss einen halben Schritt schneller war als Tom Horschel.

Das erste Erfolgserlebnis der Löwen ging an Kyle Beach – in der Disziplin Faustkampf. Ex-Löwe Joey Lewis war mit Niki Heinzinger aneinander geraten. Da Lewis angefangen hatte, vermöbelte Beach den Deutsch-Kanadier, und obendrein auch noch Blomqvist. Die Folge: Ellenlange Strafzeiten für die Protagonisten, zudem ein Unterzahlspiel auf Kosten der Löwen. Dumm für die Tölzer, denn so hatten sie zwischenzeitlich keine drei kompletten Blöcke mehr. Eine von mehreren Tatsachen für einen völlig zerfahrenen Spielabschnitt. Den Kurstädtern war zu Gute zu halten, dass ihre Rückbesinnung auf die Defensive auch in dieser Partie zum Tragen kam. Der überragende Ben Meisner und seine Vorderleute ließen keinen weiteren Gegentreffer zu. Mehr noch: Der 18-jährige Luca Tosto glich nach einem Konter frei vor Goalie Stefan Vajs zum 1:1 aus. Plötzlich war Leben in der gut gefüllten Arena. Die Tölzer drückten derart auf die Tube, dass ESV-Trainer Anderl Brockmann eine Auszeit beantragte. Dennoch hätten die Riesenchancen von Philipp Schlager (frei vor Vajs) und Hannes Sedlmayr (Nachschuss) drin sein müssen.

Im Schlussabschnitt lief dann nicht viel mehr zusammen. Kaufbeuren kam stärker auf, war das bessere Team. Meisner entschärfte in Weltklasse-Manier die Alleingänge von Blomqvist und Lewis, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Nach Kontakt mit dem Pfosten lag der Puck hinter dem Goalie knapp vor der Torlinie. Da war nichts mehr zu retten, Florin Ketterer staubte zum 2:1 ab. Zum vierten Mal in Folge hing das Wohl der Isarwinkler vom Schlussspurt ab. Doch der Tank war leer, die Niederlage nicht mehr abzuwenden.

Tölzer Löwen – ESV Kaufbeuren 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

Tore: 0:1 (10:36) Blomqvist (Billich, Saarinen), 1:1 (27:25) Tosto (Strobl, Reiter), 1:2 (47:17) Ketterer (Schäffler, Billich). – Strafminuten: Bad Tölz 16 + 10 Beach (Diszi/Faustkampf) + 10 Heinzinger (Diszi/Fauskampf), Kaufbeuren 16 + 10 Lewis (Diszi/Faustkampf) + 10 Blomqvist (Diszi/Faustkampf). – Schiedsrichter: Eugen Schmidt/Alfred Häsch. –Zuschauer: 2712.

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