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In Heilbronn sind maximal zwei Gegentreffer erlaubt

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Von: Oliver Rabuser

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Uneingeschränkt einsatzfähig: Löwen-Stürmer Tyler McNeely (Mi.) hat die Trainingskollision mit Maxi Leitner gut verdaut und kann gegen die Heilbrunner Falken die Tölzer Paradereihe anführen.
Uneingeschränkt einsatzfähig: Löwen-Stürmer Tyler McNeely (Mi.) hat die Trainingskollision mit Maxi Leitner gut verdaut und kann gegen die Heilbrunner Falken die Tölzer Paradereihe anführen. © Oliver Rabuser

Am Sonntag treten die Tölzer Löwen in Heilbronn an. Um eine Siegchance zu haben, dürfe man maximal zwei Gegentreffer hinnehmen, sagt Trainer Kevin Gaudet.

Bad Tölz – Die Fahndung der Tölzer Löwen nach möglichen Neuzugängen während der Länderspielpause blieb – nicht ganz überraschend – erfolglos. Stattdessen kursieren plötzlich Gerüchte um die Zukunft von Kevin Gaudet. Zwei Themen, die sich relativ unkompliziert aufarbeiten lassen. Ausnahmslos positiv ist vor dem Gastspiel bei den Heilbronner Falken allein die Meldung, dass sich die Bedenken betreffend der Spielfähigkeit von Tyler McNeely frühzeitig ausräumen ließen.

Trainer Gaudet dementiert vorzeitigen Abschied

Erst Kassel, jetzt Landshut. Immer wieder tauchen in einschlägigen Foren und Medien Meldungen auf, wonach sich Gaudet womöglich während der laufenden Saison verändern könnte. Vom Hintergrund her verständlich. In Kassel sorgte eine überdurchschnittlich besetzte Mannschaft durch unterdurchschnittliche Resultate vorübergehend für eine Instabilität des Trainerstuhls. Inzwischen aber sitzt Tim Kehler wieder fest im Sattel der Nordhessen. Die Landshuter Vakanz beruht freilich auf der Entlassung von Leif Erikson, für den noch kein Nachfolger gefunden ist. Nun ist es für Gaudet an der Zeit, mit der virtuellen Mär aufzuräumen. „Ich habe mit niemandem gesprochen“, stellt der Löwen-Trainer klar. Prinzipiell kann er die Gerüchte ob seiner Erfolge in den vergangenen Jahren verstehen. Doch denke er nicht daran, Tölz zu verlassen, nur weil es heuer nicht rund läuft. „Das ist der härteste Job, den ich je hatte“, verweist der 58-Jährige auf die Kader- und Verletzungsproblematik. „Aber ich habe einen Vertrag und kämpfe bis zum Ende.“ Ein vorzeitiger Abschied Gaudets ist also ausgeschlossen.

Heilbronn hat Top-Ausländer, gute Deutsche und die besten jungen Spieler

Ebenso die Hinzunahme von weiteren Spielern. Einmal mehr blickte der Coach auf einen leer gefegten Transfermarkt. Routiniers wie Richie Mueller, der ein zweites Mal in Weißwasser anheuert, oder Mitch Wahl, der nach der Vertragsauflösung in Bremerhaven vermutlich in Kassel landen wird, wären Hintertürpersonalien. „Das bekommen wir gar nicht mit, auch wenn wir diese Spieler gut gebrauchen könnten“, bedauert Gaudet. Erfahrene Akteure aus Übersee mit deutschem Pass, wie sie die Heilbronner Falken gleich mehrfach in ihrem Kader haben, sind ebenfalls Mangelware. Weder Justin Kirch, noch Stefan Della Rovere oder Brock Maschmeyer fallen unter das Importspieler-Kontingent. Selbiges füllen neben dem Ex-Tölzer Kenney Morrison, die Angreifer Jeremy Williams, Judd Blackwater sowie der Schwede Karl Fabicius. „Heilbronn hat Top-Ausländer und gute Deutsche“, sagt Gaudet. Und wegen der Kooperation mit den Mannheimer Adlern „mit die besten jungen Spieler“, darunter Luca Tosto, den die Löwen-Fans nur ungern im Leiberl der Falken sehen.

An der Vorgehensweise der Kurstädter ändern diese Belange nichts. Regelverstöße auf dem Eis gelten weiterhin als absolutes Tabu, wie der Auftritt in Frankfurt am vergangene Sonntag belegte. „Drei Strafen haben uns wehgetan“, betont Gaudet. Um in Heilbronn eine Siegchance zu haben, dürfe man maximal zwei Gegentreffer zulassen. Immerhin: Tyler McNeely, der vor dem Wochenende für das Line-up wackelte, ist uneingeschränkt einsatzfähig. Die Folgen der Trainingskollision mit Maxi Leitner erwiesen sich als weniger tragisch, als zunächst befürchtet.

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