Wieder am Puck: Gegen die Bayreuth Tigers können die Tölzer Löwen wieder auf Manuel Edfelder (Mi.) zählen. Der Allrounder hat seine Leistenbeschwerden überwunden und wird in der zweiten Reihe auflaufen.
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Wieder am Puck: Gegen die Bayreuth Tigers können die Tölzer Löwen wieder auf Manuel Edfelder (Mi.) zählen. Der Allrounder hat seine Leistenbeschwerden überwunden und wird in der zweiten Reihe auflaufen.

EISHOCKEY: Tölzer Löwen

Maximal zwei Strafminuten und „111 Prozent“ gegen Playoff-Aspirant Bayreuth

  • vonWolfgang Stauner
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Bad Tölz – Zwei Strafminuten sind das Maximum, was Löwen-Trainer Gaudet gegen den Playoff-Aspiranten Bayreuth gestattet. Außerdem fordert er: „111 Prozent Einsatz“.

Mit Akribie arbeitet der neue Löwen-Geschäftsführer Jürgen Rumrich am Kader für die kommende Saison. Die drei Eigengewächse Max Leitner, Niklas Hörmann und Oliver Ott haben bereits für mindestens eine weitere Spielzeit im schwarz-gelben Dress zugesagt. Auch die wichtigste Personalie, die des Trainers, scheint sich alsbald zum Positiven zu wenden. Gestern jedenfalls schmunzelte Kevin Gaudet auf Nachfrage zur Vertragsverlängerung: „Jetzt ist erst einmal Bayreuth wichtig, dann Bietigheim, und dann sehen wir weiter.“ Es spricht für den 57-Jährigen und seine 100-prozentige Profi-Einstellung, dass der kommende Gegner das Hauptaugenmerk verdient – und das sind am Freitagabend die Bayreuth Tigers.

Das letzte Saisonviertel beginnt

Doch sind es 13 Spieltage bis zur 52. und letzten Runde – also genau ein Viertel. Die Bayreuther sind also der erste Gegner, mit dem die Tölzer Löwen zum vierten Mal die Schläger kreuzen. Die bisherige Bilanz sieht gar nicht so schlecht aus: Zwei Siege, 6:3 Punkte und 10:4 Tore haben die Buam gegen die Oberfranken bislang eingefahren. Das bisher deutlichste Ergebnis – das 5:0 im Bayreuther Stadion – liegt erst fünf Wochen zurück. Seitdem hat sich die Ausgangslage vor allem für die Tigers verschlechtert: Sie stehen als Playoff-Aspirant noch immer auf Platz neun, haben aber inzwischen den Rückstand auf die achtplatzierten Crimmitschauer auf fünf Punkte vergrößert. Gaudet weiß um die Gefährlichkeit des Gegners, der im vergangenen Jahr deutlich in den dann nicht mehr ausgetragenen Playdowns gelandet ist. „Die Bayreuther werden alles versuchen, um in die Playoffs zu kommen. Gegen uns werden sie also 110 Prozent geben. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir 111 Prozent geben.“

Kurt Davis ist bester Offensiv-Verteidiger der Liga

Head-Coach Petri Kujala, der bereits im dritten Jahr bei den Tigers das Sagen hat, hat mit den beiden Finnen Ville Järväläinen (27 Tore) und Juuso Rajala (31 Assists) sowie Tyler Gron (19 Tore) drei äußerst gefährliche Stürmer. Hinzu kommt mit Kurt Davis (10 Tore, 35 Assists) der beste Offensiv-Verteidiger der Liga. Im Tor hat sich Timo Herden (90,8 Prozent Fangquote) gegenüber dem Ex-Tölzer Marco Wölfl (87,5) einen kleinen Vorsprung erarbeitet.

Franzreb im Tor ist der große Rückhalt der Löwen

Gegenüber beiden hat Löwen-Tölzer Goalie Max Franzreb (91,7) die Nase vorne, und Gaudet wird nicht müde, die Klasse der Tölzer Nummer eins herauszustreichen: „Unglaublich, wie er uns immer wieder im Spiel hält.“ Diese Extraklasse ist angesichts des kleinen Kaders allerdings auch vonnöten. Gegen die Tigers werden wiederum nur zwölf Feldspieler zum Einsatz kommen. Manuel Edfelder hat zwar seine Leistenprobleme soweit auskuriert, dass er wieder auflaufen kann. Allerdings wird er den bereits in Frankfurt pausierenden Lubor Dibelka in Reihe zwei ersetzen.

Neben Franzrebs Paraden und der Kaltschnäuzigkeit beim Torschuss ist die Disziplin die dritte Säule zum Sieg. Mustergültig hierfür war das 4:1 in Frankfurt, als sich lediglich Tyler McNeely zu einem hohen Stock hinreißen ließ. „Zwei Strafminuten sind das Maximum“, stellt Gaudet klar. Alles andere ist ein unnötiger Verschleiß der Kräfte. Und davon wird zum Halten von Platz vier jedes Körnchen gebraucht.

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