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Die Vorentscheidung: Auch wenn die Tölzer Löwen im zweiten Abschnitt gegen Weißwasser einen kleinen Durchhänger hatten, traf Christoph Kiefersauer (li.) zum befreienden 4:0.

Eishockey: DEL 2

Mit Blitz-Start zum vierten Sieg in Folge

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Tölzer Löwen mit vollem Kader zu ungefährdetem 5:1-Sieg gegen Weißwasser. Doch es gibt einen Wermutstropfen. 

Bad Tölz– Mit kompletter Mannschaft und überragendem ersten Drittel zum vierten Sieg in Folge: Zumindest die ersten 20 Minuten der Partie gegen die Lausitzer Füchse waren eine Demonstration der Tölzer Löwen, was vielleicht heuer mit voller Kaderstärke möglich ist. Mit großem Tempo, vollem Einsatz und einfachen Toren stellten die Gastgeber am Freitagabend früh die Weichen auf Sieg und setzten sich letztlich ungefährdet mit 5:1 durch.

Dass Weißwasser keine Laufkundschaft ist, durften die Gäste durchaus unter Beweis stellen – als Tölz Mitte des zweiten Drittels den Fuß vom Gas nahm. In dieser Phase machten die Lausitzer Füchse extrem Druck, scheiterten allerdings mehrfach an Löwen-Keeper Sinisa Martinovic. „Der hat uns Gottseidank hervorragend im Spiel gehalten“, sagt Löwen-Trainer Kevin Gaudet. „Wenn wir in dieser Phase ein, zwei Gegentreffer bekommen, kann es ganz anders laufen.“ Der zweite Abschnitt gefiel ihm überhaupt nicht. „Da waren wir gar nicht da, haben zu viele Fehler gemacht.“

Doch am Ende standen drei Punkte, mit denen die Löwen nun wieder Einzug in die Top-Sechs der DEL 2 halten, und mit denen Gaudet zufrieden ist. „Wir haben es ausgenutzt, dass Weißwasser die lange Fahrt und das Mittwochspiel in den Beinen hatte, haben losgelegt wie die Feuerwehr.“ Die Löwen traten erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung an: Shawn Weller wieder dabei, Kapitän Philipp Schlager und Niklas Heinzinger hatten ihre Verletzungen ausgestanden, Max French seine Fünf-Spiele-Sperre abgesessen. Letztere waren noch nicht zurück bei alter Form. „Aber es ist gut, wieder das komplette Team zu haben“, sagt Gaudet.

Er verließ sich jedoch weitgehend auf seine ersten drei Reihen, schickte die Talente Timo Gams und Luca Tosto erst nach beruhigender 3:0-Führung sporadisch auf das Eis. Die Tölzer hatten das Spiel fest im Griff, selbst als sie in den ersten drei Minuten zweimal in Folge in Unterzahl agierten. Das Penaltykilling war an diesem Abend eine Stärke der Löwen. Und es dauerte nicht einmal drei Sekunden im ersten Tölzer Powerplay, bis Marco Pfleger nach gewonnenem Bully und Lubor Dibelkas Querpass auf 1:0 stellte. Dibelka selbst verwertete einen Abpraller nach Manuel Edfelders Schlagschuss zum 2:0, und Weller traf zum 3:0.

Fast zu früh schalteten die Löwen in den Verwaltermodus, konnten sich aber auf ihren Keeper verlassen – und hatten Glück: bei zwei Pfostenschüssen und bei Christoph Kiefersauers 4:0, als Tölzer Chancen seltener wurden, und die Scheibe über die Linie trudelte. Mike Hammond verhagelte Martinovic seinen Shutout mit seinem Schuss ins kurze Eck zum 1:4, Shawn Weller traf das leere Tor, als die Füchse fünf Minuten vor Schluss den Torwart herausnahmen. Zuvor zielten Kiefersauer und Dibelka am Kasten vorbei.

Mit dem kompletten Kader der Löwen könnte es allerdings schon wieder vorbei sein: In der Schlussphase verletzte sich Topscorer Marco Pfleger am Oberkörper. Dass er nicht mehr spielte, war allerdings eher eine Vorsichtsmaßnahme.

Tölzer Löwen - Lausitzer Füchse 5:1 (3:0, 1:0, 1:1)

Tore: 1:0 (6:47) Pfleger (Dibelka/McNeely, 5-4), 2:0 (16:25) Dibelka (Edfelder/Weller), 3:0 (16:44) Weller (Reiter/MacKenzie), 4:0 (36:23) Kiefersauer (Dibelka/Edfelder), 4:1 (41:48) Hammond (Strodel/Reichel), 5:1 (56:39) Weller (McNeely/MacKenzie, ENG), – Strafminuten: Tölz 8, Weißwasser 8, – Schiedsrichter: Patrick Altmann, Dominic Erdle, – Zuschauer: 3122.

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