Wertvoll auf allen Positionen: Gegen Frankfurt mit (v. li.) Patrick Klein und Leon Hüttl erzielte Manuel Edfelder seinen siebten Saisontreffer für die Löwen.
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Wertvoll auf allen Positionen: Gegen Frankfurt mit (v. li.) Patrick Klein und Leon Hüttl erzielte Manuel Edfelder seinen siebten Saisontreffer für die Löwen.

EISHOCKEY DEL 2

Mit Schläue und Besonnenheit: Gaudet warnt seine Löwen vor körperbetonten Landshutern

  • vonOliver Rabuser
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Bad Tölz – Der Spagat ist groß. Innerhalb von zwei Tagen frühstückten die Tölzer Löwen mal eben zwei Top-Teams ab. Das Polster auf die Verfolger ist dadurch erheblich angewachsen, vollends fixiert ist das Playoff-Heimrecht allerdings noch nicht ganz. Entsprechend geschärft bleibt der Kampfgeist von Mannschaft und Trainer. „Wir werden alles dafür tun, um unter den ersten Vier zu bleiben“, verspricht Kevin Gaudet vor dem Match beim EV Landshut.

Die Aussicht, erster Verfolger der Kassel Huskies als bisherige Überflieger der Saison zu bleiben, stachelt die Isarwinkler an. „Der zweite Platz wäre unheimlich geil“, sagt Gaudet mit Blick auf die vielen Unbilden der vergangenen Monate. Der Trainer hat aber auch keinen Anlass zum Hadern, sollte seinen Buam im Endspurt der Hauptrunde der Saft ausgehen: „Sollten wir Fünfter werden, ist das eben so.“

„Motor“ Max French hat Leistenprobleme

Das kann man sich indes kaum vorstellen, nach den vielen Partien mit Mini-Lineup, zuletzt sogar ohne Max French, den Gaudet als „unseren Motor“ adelt. Einen Spieler mit der Schnelligkeit des Kanadiers findet man eher selten. „Wenn Max die Scheibe bekommt, fängt alles an“, betont Gaudet. Wann er sie tatsächlich wieder am Schläger haben wird, bleibt wenigstens bis zur heutigen MRT-Untersuchung offen. Dass French überhaupt in die Röhre muss, wertet Gaudet als „kein gutes Zeichen“. Den 28-jährigen Mittelstürmer zwickt’s nahe der Leiste. „Dieses Problem gibt es schon länger“, berichtet der Coach. Klar ist: French wird weder in Landshut, noch am Ostersamstag in Kassel auflaufen. Alles Weitere ist abhängig von der Diagnose.

Dibelka wird die erste Reihe als Center führen

Ein bisschen French steckt gleichwohl auch ohne den Protagonisten im Löwen-Team. Gaudet glaubt, dass die Passgenauigkeit im High-Speed-Modus auf viele Kollegen abgefärbt habe. „Schnelle Pässe kommen auf den Schläger, da haben wir uns verbessert.“ Als Persönlichkeit ist French ob seiner Dominanz freilich nicht eins zu eins ersetzbar. Lubor Dibelka wird zumindest den Posten des vakanten Mittelstürmers bekleiden. Das hat gegen Frankfurt schon ganz gut geklappt. Es geht ohnehin einzig darum, unbeschadet in die Playoffs zu kommen. Landshut besitzt ob einiger großer Verteidiger stets die Option hart auf den Körper zu spielen. Gaudet warnt seinen Mannen, erwartet Besonnenheit und Schläue: „Weitere Ausfälle können wir uns nicht leisten.“

„Etwas eigenartig“ findet Gaudet die Playoff-Ansetzung

Drei Spiele in fünf Tagen verlangen den Löwen noch einmal alles ab. Bis zum finalen Spielwochenende liegen immerhin vier Tage Pause dazwischen. Deren neun sogar, ehe es mit den Playoffs losgeht. „Etwas eigenartig“, findet Gaudet diese Ansetzung, „aber dieses Jahr musst du nehmen, wie es kommt.“ Das gilt für Termine und Verletzungen ebenso, wie für Spitzenplatzierungen.

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