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Tölzer Löwen gegen Bayreuth: Nachschüsse und dreckige Tore

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Von: Nick Scheder

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Tölzer Löwen rechnen mit schwierigem Spiel gegen Bayreuth mit neuem Trainer – Kein Zuwachs im Kader

Bad Tölz – Auf dem Papier einer der leichteren Gegner der nächsten Zeit. Doch Kevin Gaudet schätzt die Bayreuth Tigers viel stärker ein als, es Tabellenrang 13 in der DEL 2 vermuten lässt. „Sie haben gerade einen neuen Trainer bekommen, das gibt Aufwind. Sie haben eine starke Mannschaft, das wird ein schweres Spiel“, ist sich der Trainer der Tölzer Löwen vor der Partie am Sonntag (17 Uhr) sicher.

Nachschüsse und dreckige Tore

Die Löwen plagen die üblichen Personalsorgen – und noch mehr. Zum einen fällt Kapitän Philipp Schlager weiter aus, den seine Leiste schmerzt. Zum anderen steht Dennis Müller am Sonntag nicht zur Verfügung, der am Freitag noch für Tölz spielen konnte, aber am Sonntag wohl von seinem Augsburger DEL-Verein benötigt wird. Nicht einmal die Talente Anton Engel und Niklas Hörmann können aushelfen: Engel hatte einen Coronafall in der Nachbarschaft, Hörmann kam beruflich bedingt nicht einmal zum trainieren. Deshalb verzichtet Gaudet erneut auf einen fünften Verteidiger und lässt Markus Eberhardt wieder vorne als Außenstürmer spielen. Es gibt keinen Rückkehrer aus dem Lazarett, Tyler McNeely geht in der kommenden Woche überhaupt erstmals wieder aufs Eis. Da gilt es für die Löwen, noch mehr als sonst auf Gaudets Schlüsseltugenden zu achten. „Wir brauchen Extra-Disziplin und Extra-Augenmerk auf die Defensive“, fordert der Tölzer Trainer.

Gegner vermutlich sehr motiviert

Bayreuth hat zuletzt schlimme Ergebnisse eingefahren, die zurückliegenden sieben Spiele verloren. Auch eine Niederlage gegen Schlusslicht und Aufsteiger Selber Wölfe war dabei. „Sie haben ein wenig den Faden verloren“, sagt Gaudet. Doch jetzt gab es einen Trainerwechsel: Petri Kujala wurde entlassen, Robin Farkas soll das Team wieder auf Linie bringen. Am Sonntag wird die erste Partie für Bayreuth unter dem neuen Coach sein, nachdem die Tigers am Freitag nicht spielten. „Und im ersten Spiel ist die Motivation für gewöhnlich immer sehr groß“, befürchtet Gaudet.

Seine einzige Hoffnung: Auch der Bayreuther Kader ist nicht komplett. Beispielsweise fehlen Verteidiger Daniel Stiefenhofer und Stürmer Christian Kretschmann und einige weitere Spieler. Zwei kleine Kader kämpfen gegeneinander um die Plätze in den Top-Zehn. Dabei kommt es nicht auf spielerische Höhepunkte an. Sondern in erster Linie mal wieder auf den Kampfgeist. „Wir müssen Nachschüsse nutzen und dreckige Tore schießen“, sagt Gaudet. NICK SCHEDER

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