Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm

Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm
+
Das Energiebündel im Sturm: Löwen-Trainer Kevin Gaudet muss das Team nach diversen Ausfällen umstellen und beordert Manuel Edfelder (re.) in den Angriff.

EISHOCKEY - DEL 2

Nur fünf Verteidiger: Tölzer Löwen treten mit Minikader in Crimmitschau an

  • schließen

Kiefersauer verletzt, Heinzinger bei der U20 und Gams wechselt nach Ravensburg. Trainer Gaudet muss Reihen umstellen und beordert Manuel Edfelder in den Angriff.

Bad Tölz – Der gleichermaßen wichtige wie beeindruckende Heimerfolg über die Heilbronner Falken steht für das lang ersehnte Ende der jüngsten Negativserie. Beim ECT Crimmitschau (Donnerstag, 20 Uhr, Sahnpark) geht es für die Tölzer Löwen nunmehr darum, den Abstand auf die Kellerregion jenseits der Playoff-Berechtigung zu vergrößern. Allerdings haben sich die Westsachsen nicht nur in der jüngeren DEL 2-Historie als Angstgegner der Isarwinkler entpuppt, sie präsentierten sich auch in den beiden bisherigen Auseinandersetzungen als äußerst widerspenstig.

Richard Geyer war happy. Der Inhaber eines Schlüsseldienstes in Geretsried ersteigerte aus den Händen von Peter Kathan senior zwei Plätze im Mannschaftsbus, nebst VIP-Karten für ein Spiel nach Wahl. Hierbei musste Geyer nicht lange überlegen. Zwei Tage Weihnachten mit der Familie reichen, danach geht es mit Gattin und Schal um den Hals nach Crimmitschau. Was die Löwen dort erwartet, ist kein großes Geheimnis: Freiluftstadion, frenetische Zuschauer und ein bisweilen unkonventionell agierendes Team.

„Eine starke Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern“, urteilt Kevin Gaudet. Zwar belegen die Eispiraten aktuell den vorletzten Platz, einen glatten Sieg brachten die Löwen allerdings noch nicht zustande. Beim ersten Gastspiel im Sahnpark vergurkte Gaudets Equipe durch einen Lapsus in der Schlussminute die Verlängerung und verloren 3:4. In der Overtime bezwangen sie dann zuhause die von Danny Naud trainierten Westsachsen.

Lesen Sie auch: Löwen wollen eine neue Serie starten

„Es nicht nicht einfach, da zu spielen“, bereitet Gaudet seine Cracks mental auf einen klassischen Abnutzungskampf vor. Der 56-Jährige erwartet ein enges Spiel, in dem die Löwen nach der Endabrechnung ein Tor mehr geschossen haben möchten. Überhaupt spielt sich momentan vieles im Kopf ab. Gaudet etwa ordnet die sieben Niederlagen der letzten Wochen als „sehr gute Erfahrung“ für seine weitere Trainertätigkeit ein. Sollte mal eine ähnliche Situation auftreten, ziehe er die nötigen Schlüsse und „mache vielleicht etwas anders“.

Auch den Spielern hilft ein frischer Geist nach dem jüngsten Heimerfolg. „Die Gefahr von Frust und Nervosität ist fürs Erste gebannt“, glaubt der Coach. Ob das auch für den Goalie zutrifft, bleibt abzuwarten. Unterm Strich liegt hinter Silo Martinovic das undankbarste Wochenende im Tölzer Leiberl. Noch zieht Gaudet einen Wechsel im Tor nicht in Betracht. Den jungen Henrik Huwer zu bringen, stuft er als „großes Risiko“ ein. Obgleich sich der in den letzten Wochen stark verbessert habe. „Mal sehen wie Silo in Crimmitschau hält“, lässt sich Gaudet die Entscheidung für den Jahresabschluss offen. „Du musst als Trainer hoffen, dass die Sicherheit des Torhüters zurückkehrt.“ Wobei er verdeutlicht: „Frankfurt und Dresden werden auch nicht leichter.“

Auch interessant: Wie die Martinovic-Brüder zu den Tölzer Löwen kamen

Schwierig bleibt weiterhin auch die Kadersituation. Timo Gams wurde nach dem Match am Sonntag die Freigabe für Ravensburg erteilt. Der 20-Jährige war mit seiner Rolle im Team schon länger unzufrieden. Gespräche mit möglichen Nachfolgern des Eigengewächses laufen bereits. Dumm nur, dass nunmehr auch Christoph Kiefers-auer wegen einer Oberkörperverletzung nach nicht geahndetem Stockfoul eines Heilbronner Spielers vorübergehend ausfällt. So ist Gaudet gezwungen, die Zahl der Verteidiger auf fünf zu reduzieren, um mit Energiebündel Manuel Edfelder den Angriff auf Mindeststärke aufzufüllen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Entscheidender Schlussakkord
Drei Tore in drei Minuten: Tölzer Löwen holen bei 5:2 gegen Freiburg drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.
Entscheidender Schlussakkord

Kommentare