"Pokal-Finale hat allen Spaß gemacht"

- Bad Tölz - Ein ehemaliger Tölzer kehrt in den Isarwinkel zurück: Klaus Kathan. Am Sonntag spielt er in der ersten Runde des DEB-Pokals gegen die Tölzer Löwen - mit der Düsseldorfer EG, bei der er sich wohl fühlt.<BR>

Bei den Mannheimer Adlern gelang Ihnen vor zwei Jahren nur ein Tor, für die Düsseldorfer EG schossen Sie in der vergangenen Saison 20. Wie ist diese Steigerung zu erklären?<P>Klaus Kathan: "Mit meinen Mitspielern Vikingstad und Kreutzer hat es gut geklappt. So habe ich wieder Selbstvertrauen bekommen. Plötzlich läuft es."<P>Wie stark ist die Düsseldorfer EG in dieser Saison?<P>Kathan: "Ich habe den Eindruck, dass wir heuer stärker sind. Wir haben die Ferraro-Zwillinge dazu bekommen. Die erinnern mich an Yanick Dubé früher in Tölz. Neu ist auch Craig Jonson. Das sind drei gute Stürmer."<P>Welchen Stellenwert hat für Sie der DEB-Pokal?<P>Kathan: "Für die deutschen Spieler hat der Pokal auf alle Fälle einen Stellenwert, die Amerikaner nehmen das nicht so ernst. Wir waren in der vergangenen Saison im Finale, und das hat allen sehr viel Spaß gemacht."<P>In Amerika ist es dafür üblich, dass es keinen Abstieg gibt. Was halten Sie davon, dass nun auch der Auf- und Abstieg in die DEL abgeschafft wird?<P>Kathan: "Davon halte ich natürlich nichts. Gerade für die Zweitligisten ist es wichtig, dass sie Ziele und Visionen haben können. Kein Abstieg und kein Aufstieg - das wäre das Schlimmste, was dem Eishockeysport passieren kann. Düsseldorf war einer von drei Clubs, die dagegen gestimmt haben. Aber die, die oben sitzen, schaffen an. Ich hoffe, dass bei der endgültigen Entscheidung doch der Sport im Vordergrund steht."<P>In Düsseldorf steht demnächst der Umzug von der Brehmstraße in eine neue Arena an. Welche Bedeutung hat dies für das Düsseldorfer Eishockey?<P>Kathan: "Die Situation ist ähnlich wie in Tölz. Das Stadion an der Brehmstraße ist alt, offen und genügt den Ansprüchen der DEL nicht mehr. Es werden wieder mehr Zuschauer kommen. Und je mehr Zuschauer kommen, desto interessanter wird man für Sponsoren."<P>Wobei der Begriff "Brehmstraße" einen ganz besonderen Klang im deutschen Eishockey hat. . .<P>Kathan: "Das stimmt. Deshalb bin ich froh, dass ich hier spielen darf. Ich bin froh, dass ich miterleben darf, was gerade bei den Derbys gegen Köln los ist. Aber man sollte nach vorne schauen."<P>Stichwort Zukunft, Stichwort Olympia 2006 in Turin: Vater Kathan ist als Bundestrainer dabei, Sohn Kathan als Spieler auch?<P>Kathan: "Da bin ich skeptisch. Wir haben einen neuen Bundestrainer, daher ist alles offen. Ich werde so gut spielen wie möglich, der Rest liegt nicht in meiner Hand. Mit dem Vater aufzulaufen - das wäre eine Gaudi. Aber Olympia ist nun mal kein Wunschkonzert."<P>Das Gespräch führte<P>Patrick Staar<P>ÆKlaus Kathan Nationalspieler aus Bad Tölz

Auch interessant

Kommentare