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Abgang: Udo Weisenburger steht vor einem Schuldenberg von 600 000 Euro – deutlich mehr als angenommen.

Eishockey

SC Riessersee geht zurück in die Oberliga

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600 000 Euro Schulden: Udo Weisenburger, Gesellschafter des SC Riesseree, beantragt keine Lizenz für die DEL 2. Stattdessen zieht sich der Eishockey-Zweitligist und Erzrivale der Tölzer Löwen zurück und bewirbt sich um einen Startplatz in der Oberliga. 

Garmisch-Partenkirchen/Bad Tölz – Paukenschlag beim SC Riessersee: Der Eishockey-Zweitligist bewirbt sich aus finanziellen Gründen freiwillig um einen Platz in der Oberliga. Der Rückzug macht die Tölzer Löwen, die in der Vorsaison zweimal volles Haus gegen die Garmischer hatten, nicht nur aus sportlichen Gründen betroffen. „Mir tut es leid für das Garmischer Eishockey und das Umfeld“, sagt TEG-Chef Christian Donbeck. Der Rückzug des SC Riessersee bedeutet aber auch eine finanzielle Belastung für Tölz: Donbeck rechnet mit 50 000 Euro Mindereinnahmen durch mindestens zwei Derbys weniger.

Riessersees Geschäftsführer Udo Weisenburger hat den Rückzug ein paar Tage vor Ende der Lizenzierungsfrist für die DEL 2 in einem Offenen Brief bekannt gegeben. Die Entscheidung habe er aufgrund der finanziellen Situation treffen müssen – Die Rede ist von 600 000 Euro Schulden. Verantwortlich dafür macht er den gekündigten Geschäftsführer Ralph Bader.

Weisenburger spricht unter anderem von dessen Misswirtschaft, unzähligen Altlasten, nicht oder falsch eingebuchten Verbindlichkeiten, teuren Spielerverträgen mit horrenden Play-off-Prämien und nicht bezahlten Gehältern. All das sei komplett belegbar und entspreche der Wahrheit, schreibt Weisenburger in dem Brief.

Die Löwen wollen sich zu dem Vorgang nicht äußern, weil sie die Hintergründe nicht kennen, sagt Hubert Hörmann, Präsident des EC Bad Tölz. Doch mit den Konsequenzen müssen sie sich beschäftigen. Zwar geraten sie nicht in ernsthafte Schwierigkeiten. „Aber wir müssen uns schon überlegen, wie wir für die Lizenzierungsunterlagen die fehlenden Zuschauereinnahmen ausgleichen können“, sagt Donbeck. Es bleiben genau zwei Optionen: „Entweder wir müssen entsprechend mehr Einnahmen generieren, oder wir müssen einzelne Posten im Haushalt streichen.“

Das könnte sich auf die Kaderplanung der Löwen auswirken. Anstatt eventuell wechselwillige Garmischer Spieler zu kontaktieren, ruht die Suche nach Neuzugängen, bis die wirtschaftlichen Bedingungen geklärt sind. Vier Tölzer, denen Vertragsverlängerungen vorliegen, haben sich Bedenkzeit erbeten.

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