Es fehlt nur noch die Unterschrift: Kevin Gaudet (li.) würde gerne als Trainer bei den Tölzer Löwen bleiben. Einige seiner Spieler sind mit ihren Vertragsverhandlungen noch in der Warteschleife.
+
Es fehlt nur noch die Unterschrift: Kevin Gaudet (li.) würde gerne als Trainer bei den Tölzer Löwen bleiben. Einige seiner Spieler sind mit ihren Vertragsverhandlungen noch in der Warteschleife.

EISHOCKEY - DEL 2

Schleppende Vertragsverhandlungen bei den Löwen

  • vonOliver Rabuser
    schließen

DEL2-Klub Bad Tölz hat bereits drei Abgänge zu vermelden. Weitere Akteuren warten darauf, dass der neue TEG-Geschäftsführer Jürgen Rumrich endlich mit ihnen über eine Vertragsverlängerung spricht.

Bad Tölz - Aller Anfang ist schwer. Diese Weisheit gilt für jedermann, der mit neuen Aufgaben betraut wird. Demnach wird auch Jürgen Rumrich eine Schonfrist zur Einarbeitung eingeräumt. Gerade als Geschäftsführer der Tölzer Löwen – einem Job, den wohl kaum ein Kind in der Region nennen wird, wenn es nach seinem späteren Berufswunsch gefragt wird. Rumrich betonte nach seiner Ernennung, ihn würden die Herausforderungen reizen. Inzwischen aber mehren sich die Fragen nach dem bisherigen Arbeitsnachweis des 52-Jährigen. Denn, so wird aus Mannschaftskreisen kolportiert, in Sachen Vertragsgespräche gibt es offenbar unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich deren Dringlichkeit.

Den Eishockeycracks ist das freilich irgendwann egal. Ihre Berater bringen sie jederzeit ohne Verschlechterung an den Mann, respektive einen anderen Klub. Gerade nach so einer erfolgreichen Spielzeit wie der aktuellen. Manuel Edfelder, Andreas Schwarz und Marco Pfleger hat man schon verloren. Wenngleich aus unterschiedlichen Gründen, die nicht an Rumrich festzumachen sind. Und dem Vernehmen nach besteht beim restlichen Bestand nach wie vor mehrheitlich die Bereitschaft in Tölz zu bleiben.

Endlos ist die Geduld der Aktiven aber nicht. Gerade Spieler, die mit Herzblut für den ECT auflaufen, und es weiterhin gerne tun würden, wünschen sich mehr Interesse seitens der TEG-Geschäftsführung. Namentlich allen voran Lubor Dibelka, der wohl gerne zwei weitere Jahre dranhängen, zudem im Nachwuchs mitarbeiten würde. „Er hat noch ein Jahr Vertrag“, relativiert Trainer Kevin Gaudet. Auch bei Max French gibt es wohl die Aussicht auf frische Tinte unter einem Kontrakt, und damit nichts, was weiter oben auf der Personal-Agenda stehen könnte. Hat auch der Coach so gehört: „Max würde gerne bleiben.“ Das Problem bei French: „Viele wollen ihn gerne haben.“ Gaudet glaubt an einen Verbleib des Top-Torjägers, wenngleich mit einer Einschränkung: „Außer es kommt ein Angebot aus der DEL.“

Der schleppende Verzicht auf bereits bezahlte Dauerkarten ist indes durchaus nachvollziehbar. Tölz hat mehr als nur treue Fans. Kaum eine Anhängerschaft durchlebte in diesem Jahrtausend ein ähnliches Wechselbad der Gefühle. Es braucht mutmaßlich nicht viel an Neuigkeiten, um weitere Forderungsrücktritte einzusammeln. Ein Minimum an Information ist dennoch unerlässlich. Die offizielle Bestätigung eines Verbleibs in der DEL 2 wäre ein großer Schritt. Eine transparente Darstellung über das potenzielle Sponsorenaufkommen, sollte Hauptfinanzier Wee womöglich nicht mehr an Bord sein. Oder auch die Bestätigung auf der Planstelle des Trainers. Hier zumindest gibt Gaudet Entwarnung. „Wir sind uns eigentlich einig, es fehlt nur noch die Unterschrift“, betont der 57-Jährige.

Themen, die mit Rumrich nur schwer zu besprechen sind. Es hapert an der Erreichbarkeit oder zeitnahen Rückmeldungen. Stattdessen hat der Geschäftsführer in der Kabine eine Liste angebracht, in die jeder Spieler den Zeitpunkt von Vertragsdialogen selbst bestimmen kann. Mag eingedenk der Terminhatz Sinn machen, kann aber auch als „kommt der Hund zum Knochen oder umgekehrt“, interpretiert werden. Klar ist jedoch: Von Schonfrist lässt sich einen Monat nach Amtsantritt bald nicht mehr sprechen.

Lesen Sie auch: Fokussiert und hungrig: Löwen siegen in Nauheim mit 7:2 und Rekordmann French steuert Hattrick bei

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare