+
Scott Beattie: Neuer Trainer der Tölzer Löwen

Tölzer Löwen

Scott Beattie neuer Löwen-Trainer

  • schließen

Der Italo-Kanadier Scott Beattie soll die Tölzer Löwen offensiver ausrichten und Klassenerhalt sichern. 

Bad Tölz – Die Entscheidung verlangte Eile. „Wir mussten der Mannschaft schnell eine Leitung an die Hand geben“, sagt Christian Donbeck. „Die Qualität für den Klassenerhalt hat sie, jetzt braucht sie einen Trainer, damit noch eine realistische Chance auf Platz zehn besteht“, stellt der Löwen-Chef klar. Den Übungsleiter haben sie nun mit Scott Beattie bekommen: Der Italo-Kanadier (50) unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende mit der Option auf Verlängerung bei gegenseitiger Zufriedenheit. „Ich denke, dass wir als Gruppe einiges ändern und uns entwickeln können“, sagt Beattie.

„Ein Trainer wird am Erfolg gemessen“, sagt Donbeck und hält die Frage nach einer langfristigen Trainer-Lösung offen. Interimscoach Florian Funk ist als Nachwuchs-Koordinator für alle Teams des EC Bad Tölz verantwortlich, selbst DNL-Trainer, und er hätte die Löwen zeitlich nicht weiter trainieren können. „Wir denken noch nicht so weit, sondern konzentrieren uns erst einmal auf die nächsten wichtigen Spiele“, sagt Donbeck. Er ist überzeugt davon, dass mit Beattie ein Übungsleiter gefunden wurde, der den von Funk eingeschlagenen Weg fortsetzt. „Beattie ist ein Verfechter von aggressivem, offensivem Power-Eishockey mit Forechecking“, sagt Donbeck.

Also das Gegenteil des von Vorgänger Markus Berwanger verfolgten Spielsystems. „Das war nicht erfolgreich, hat nicht zu unseren Spielern gepasst“, moniert der Löwen-Chef. Freigeister wie Philipp Schlager, Manuel Edfelder oder Hannes Sedlmayr dürfe man nicht zu sehr einschränken. „Die muss man von der Leine lassen, dann spielen sie gleich besser“, sagt der Geschäftsführer der Tölzer Eissport-Gesellschaft.

Darüber waren sich er und Funk, der Co-Trainer und sportlicher Leiter bleibt, sowie Beattie einig. Der ist zwar kein Kenner der Liga und der DEL 2-Teams, wie es die Löwen-Führung gerne gesehen hätte. „Aber ich denke, er passt zu uns.“ Der ehemalige italienische Nationalstürmer und 52-fache, durchaus erfolgreiche DEL-Spieler (Rosenheim) machte sich zuletzt selbst ein Bild von den Löwen. Er fuhr zum Spiel gegen Ravensburg nach Tölz und beobachtete sie beim Spiel in Deggendorf. „Wir wurden uns schnell einig“, sagt Donbeck. „Ein unkomplizierter, offener Typ, geradeheraus.“

Mit ihm soll das Ziel – Platz zehn, oder zumindest der Klassenerhalt – erreicht werden. Für Beattie selbstverständlich: „Ich bin kein Verlierer, ich gewinne. Ich habe vor, mit Tölz zu gewinnen.“ Er hat Trainererfahrung in der Western-Hockey-League, war zuletzt in der ersten Schweizer Liga tätig. In der Vorsaison kam es beim SC Langnau Tigers offenbar zu einer nicht ganz einvernehmlichen Trennung – die Donbeck nicht näher hinterfragen will. „Wir suchen nicht nach dunklen Flecken in der Vergangenheit, sondern freuen uns auf eine gute Zukunft.“

Auf diese freuen sich auch die Spieler, meint Donbeck beobachtet zu haben. „Sie legen bereits eine deutlich positivere Körpersprache an den Tag.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Liveticker: Tölzer Löwen ringen Lausitzer Füchse nieder
Der neue Stürmer Jordan Hickmott kann den Tölzer Löwen am Sonntagabend beim Spiel gegen die Lausitzer Füchse (18.30 Uhr) noch nicht helfen. Deshalb müssen die …
Liveticker: Tölzer Löwen ringen Lausitzer Füchse nieder

Kommentare