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Avanciert zum Center der ersten Reihe: Julian Kornelli (Mi.) wird gegen Bietigheim die Paradereihe um Joonas Vihko und Philipp Schlager verstärken. 

Eishockey: DEL 2

Das Spiel der Tölzer Löwen gegen die Bietigheim Steelers im Liveticker

Der unumstrittene Tabellenführer Bietigheim Steelers gastiert an diesem Freitag in der weeArena. Wie es den Löwen gegen das Top-Team ergeht, erfahren Sie ab 19.15 Uhr im Liveticker des Tölzer Kurier.

Bad Tölz – Sollte den Löwen auf eigenem Eis eine ähnliche Energieleistung gelingen wie vor Wochenfrist gegen den SC Riessersee, dann müsste auch das Team von Trainer Kevin Gaudet in der weeArena ordentlich rackern, um an Punkte zu kommen. Denn zuletzt waren die Ellentaler alles andere als der souveräne Spitzenreiter als der sie das Klassement ausweist. Vier Niederlagen kassierten die Steelers, ehe sie sich am Sonntag mal wieder zu einem Dreier mühten – beim 3:2 in Freiburg, also ebenfalls ein Team, das in der hinteren Tabellenregion angesiedelt ist.

Insofern ist der Optimismus von Löwen-Trainer Rick Boehm angebracht, wenn er verkündet: „Die Mannschaft ist durchaus in der Lage, gegen Bietigheim etwas zu holen. Es muss halt alles passen.“ Der Sieg im Derby hat den Löwen auf jeden Fall gehöriges Selbstbewusstsein eingeflößt. „Der Glaube an einen Sieg ist auf alle Fälle da“, hat Boehm beobachtet.

Zwei Dinge nähren den Optimismus zusätzlich. Zum einen hat Joonas Vihko nach seiner langwierigen Wadenverletzung wieder erstaunlich schnell ins Team und zu seinem Torriecher zurückgefunden. Zum anderen erweist sich die Verpflichtung von Mikko Rämö als satter Glücksgriff. Er wird nicht nur in den Play-downs eine maßgebliche Rolle um den Klassenerhalt spielen, sondern auch schon auf dem Weg dorthin Mannschaft und Fans das eine oder andere Erfolgserlebnis bescheren. Und wer weiß: Vielleicht ist ja mit seiner tatkräftigen Mithilfe sogar noch das Heimrecht für die Play-downs zu ergattern.

Doch vorerst geht es zum vierten Mal gegen die Steelers aus Bietigheim. Dass die Löwen bisher dreimal den Kürzeren zogen, ficht Boehm nicht an. „Es waren drei gute, meist enge Spiele. Selbst beim 1:5 in Bietigheim vor vier Wochen waren wir bis Mitte des Schlussdrittels dran“, erinnert sich der Löwen-Coach. Erst der Doppelschlag von Shawn Weller und Bastian Steingroß innerhalb einer Handvoll Sekunden läutete die Niederlage ein.

Damit heute Abend aus dem „dran“ möglicherweise ein „drüber“ wird, hat Boehm die Aufstellung mit ein paar Änderungen aufgefrischt. Julian Kornelli – Schütze des 2:0 gegen Riessersee – löst Manuel Edfelder als Center der Paradereihe zwischen Joonas Vihko und Goldhelm Philipp Schlager ab. „Bei Kornelli habe ich eine erfolgreiche Entwicklung in der Offensive beobachtet. Er soll der ersten Reihe neue Impulse geben“, so Boehm. Da Allrounder Thomas Horschel als Außenstürmer spielt, und Aziz Ehliz sowie Michael Grabmaier mit dem DNL-Team nach Krefeld fahren, wird es keinen fixen Center in der vierten Reihe geben; Florian Strobl und Johannes Sedlmayr werden sich diese Aufgabe teilen. Der wiedergenesene Christian Kolacny wird ein Verteidigerpaar mit Johannes Huß bilden.

Auf die Defensive wird ohnehin viel Arbeit zukommen: Matt McKnight, Tyler McNeely und Rauschebart Weller bevölkern die Top-Five der Topliste. Außerdem sind die Steelers sowohl im Powerplay als auch im Penalty-Killing das zweitbeste Team der Liga. Für Trainer Boehm ist das Erfolgsrezept klar: „Wir müssen Unterzahl-Situationen vermeiden, sowohl bei Strafzeiten, als auch bei 1:2- oder 2:3-Situationen. Ansonsten müssen wir spielerisch präsent sein. Nur hinten reinstellen bringt gar nichts.“

Live Blog Tölzer Löwen - Bietigheim Steelers
 

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