Eishockey: DEL 2

Das Spiel der Tölzer Löwen in Ravensburg im Live-Ticker

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Schwer beeindruckt haben die Ravensburg Towerstars Rick Boehm bei deren Auftritt im Tölzer Eisstadion vor knapp zwei Monaten. Heute Abend (20 Uhr) wollen sich die Tölzer Löwen für die happige 1:5-Niederlage revanchieren.

„Das ganze Spiel war ein Kracher“, erinnert sich der Löwen-Trainer zurück. „Ravensburg war drei Drittel überlegen und hat uns im Schlussabschnitt vier Stück reingehauen. Das ist eine Profi-Truppe und unglaublich spielstark.“ Nicht von ungefähr kommt also die bemerkenswerte Torausbeute der Schwaben. Die Truppe von Jiri Ehrenberger hat mit 96 Toren die zweitbeste Trefferquote aller DEL 2-Teams. Nach vorne läuft’s also prächtig, hinten dagegen stehen auch nur drei Mannschaften in der Gegentor-Bilanz schlechter da.

Nach der Länderspielpause reihten die Towerstars fünf Siege aneinander und kletterten damit bis auf Tabellenplatz sechs. Einen Dämpfer gab es allerdings am Dienstag: Auf heimischem Eis verloren die Ravensburger gegen ihren Allgäuer Rivalen ESV Kaufbeuren mit 3:5. Da machte sich wohl auch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Seit der Pause haben die Schwaben drei englische Wochen absolviert. Kein Team hat mehr Strapazen in den Knochen. Obendrein büßten die Schwaben im Derby Ondrej Pozivil ein. Der Top-Verteidiger zog sich bei einem Bandencheck eine Bänderverletzung im Knie zu. Dafür kehrt ein weiterer Verteidiger zurück: Raphael Kapzan.

Live Blog Ravensburg Towerstars vs Tölzer Löwen
 

Auch Rick Boehm kann seinen zuletzt vier Verteidigern einen weiteren Defensivspieler hinzufügen. Tom Horschel hat einen Haarriss im Fuß auskuriert; die Belastungstests im Training verliefen problemlos. „In der Defensive müssen wir sehr konzentriert spielen und vor allen Dingen Strafzeiten vermeiden“, fordert der Trainer. Schließlich sind die Ravensburger brandgefährlich im Powerplay; nur Frankfurt und Kassel sind in Überzahl effektiver. Spielentscheidend war denn auch am vergangenen Wochenende die Torausbeute mit einem Mann mehr auf dem Eis: Gegen Dresden gelangen drei der fünf Treffer in Überzahl, beim 4:3-Overtime-Sieg in Heilbronn fielen zwei Tore im Powerplay. Auch bei der 3:5-Niederlage markierte Lukas Slavetinsky – vor etlichen Jahren eine Saison bei den Tölzer Löwen unter Vertrag – zwei Tore in Überzahl.

„Wir sind also gewarnt“, stellt Boehm klar. „Wenn wir Ravensburg Platz zum Spielen lassen, werden sie uns wieder besiegen.“ Somit wird jede Menge Arbeit auf Goalie Andreas Mechel zukommen, dessen Formkurve in den letzten Wochen deutlich nach oben zeigte. „Mechel hat eine sehr gute Entwicklung durchgemacht. Er hat viele Torschüsse bekommen und ist ein starker Rückhalt für uns“, sagt Boehm. In seinen letzten vier Spielen musste er nur sieben Mal hinter sich greifen. Das veranlasst den Trainer zu einer optimistischen Vorausschau : „Es wird schwer, aber wir sind nicht chancenlos.“

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