Tölzer Torhüter: Maximilian Franzreb (li.).
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Vollbeschäftigung für den Tölzer Torhüter: Maximilian Franzreb (li.) wird vermutlich im Spiel bei den Bietigheim Steeles alle Hände voll zu tun bekommen.

EISHOCKEY: Spitzenspiel der DEL 2

Bestes Spiel des Jahres gefordert

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Löwen-Trainer Kevin Gaudet verlangt gegen Bietigheim mal wieder Höchstleistung von seinen Tölzer Löwen. 

Bad Tölz – Bis auf Kassel haben die Tölzer Löwen in dieser Saison schon jeden Gegner in der DEL 2 besiegt. Auch die Bietigheim Steelers, mit 5:2 Anfang Februar zu Hause. „Wir können wahrscheinlich jeden schlagen – mit einer Top-Leistung“, sagt der Tölzer Trainer Kevin Gaudet. Die brauchen die Löwen also am Sonntag, wenn sie in Bietigheim (17 Uhr) gewinnen wollen. Gaudet: „Wir müssen das beste Spiel des Jahres spielen.“

Bestes Spiel des Jahres gefordert

Die Mannschaft der Baden-Württemberger sei allerdings seit dem bisher letzten Vergleich noch stärker geworden, gibt der Löwen-Trainer zu bedenken: Mit dem ehemaligen Tölzer Jimmy Hertel bekommt Torhüter Cody Brenner einen starken Backup, Angreifer Robin Just kehrte vor vier Wochen aus Ravensburg zu den Steelers zurück, und mit dem kanadischen Stürmer Evan Jasper hat Bietigheim vor kurzem die vierte Kontingentstelle neu besetzt.

Und es gebe jede Menge weitere starke Kaliber im Team, die Gaudet teilweise selbst noch aus seiner Zeit bei den Baden-Württembergern kennt: „Bietigheim hat 13 Ex-Meister-Spieler, die Steelers sind mit Kassel und Frankfurt die stärkste Mannschaft und Meisterschafts-Favorit.“ Bietigheim tritt ähnlich konstant auf wie Kassel, war bis auf ein, zwei Durchhänger deren engster Verfolger, ist derzeit die effektivste Mannschaft der Spielklasse: Nach durchschnittlich 8,1 Schüssen auf das Tor landet die Scheibe im Netz (Tölzer Löwen: 8,4).

Den Schlüssel zum Sieg sieht Gaudet wieder einmal in einer fehlerfreien Defensive und einer unbesetzten Strafbank. Die zwei Strafminuten im Spiel gegen Frankfurt erhebt der Tölzer Coach sogar irgendwie zum Maßstab. Das sind zwar unterdurchschnittlich wenig. „Aber gerade bei einem so kleinen Kader wie dem unseren ist es wichtig, keine zusätzliche Kraft durch Unterzahlspiel zu verschwenden“, sagt Gaudet. „Vor allem nicht gegen das beste Powerplay der Liga.“ Das weisen nämlich laut Statistik die Bietigheim Steelers auf.

Zwei starke Torhüter stehen sich gegenüber

Und der Tölzer Kader bleibt so klein wie gewohnt. Die Löwen laufen mit acht Stürmern und fünf Verteidigern auf. Manuel Edfelder ist nach seinen Leistenproblemen wieder zurück, nimmt aber die Position von Lubor Dibelka in der zweiten Sturmreihe ein, der ebenfalls mit Leistenproblemen passen muss. Die restlichen Stürmer müssen es schaffen, den BIetigheimer Keeper gebührend zu beschäftigen. Cody Brenner weist eine ähnliche starke Fangquote auf wie der Tölzer Torhüter Maximilian Franzreb.

Die Saison geht allmählich in die entscheidende Phase. „Es geht um viel“, sagt Gaudet. Beide Mannschaften werden nicht das allerhöchste Risiko gehen. Darum wird es diesmal auch nicht so viele Tore wie in den bisherigen Vergleichen geben, vermutet Gaudet. „Das wird ein knappes Spiel“, ist er sich sicher. Und nur Kleinigkeiten entscheiden. „Wir müssen versuchen, ihre Fehler auszunutzen.“

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