Thomas Merl Stürmer Tölzer Löwen zuvor Ravensburg und Kassel
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Künftig wieder im Tölzer Dress: Mit Thomas Merl haben die Löwen in der kommenden Saison wieder einen Rückkehrer in ihren Reihen. Foto: Oliver Rabuser

EISHOCKEY DEL 2 - Tölzer Löwen verpflichten 28-jährigen Stürmer der Ravensburg Towerstars

Thomas Merl kehrt nach Tölz zurück

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Künftig wieder im Tölzer Dress: Mit Thomas Merl haben die Löwen in der kommenden Saison wieder einen Rückkehrer in ihren Reihen.

VON NICK SCHEDER

Bad Tölz – Konkurrenz belebt das Geschäft: Mit der Verpflichtung eines weiteren Top-Stürmers ist klar, dass es in der kommenden DEL 2-Saison bei den Tölzer Löwen in der Offensive keine Stammplatzgarantie für die ersten beiden Reihen geben wird. Der Tölzer Thomas Merl kehrt in der Spielzeit 2020/21 zu seinem Heimatverein zurück. „Ein Einheimischer und ein gestandener Zweitliga-Spieler, der vom Typ und seiner Spielphilosophie bestens zu uns passt“, freut sich Löwen-Boss Christian Donbeck über die Verpflichtung, die er am Dienstag eintütete. „Ich freue mich drauf, wieder für Tölz zu spielen“, sagt Merl, der derzeit noch in Ravensburg wohnt und trainiert.

Mit 28 Jahren im bestem Eishockeyalter

Merl, mit 28 Jahren im besten Eishockey-Alter, verabschiedete sich nach der Tölzer Oberliga-Meisterschaft 2012 und einer weiteren Saison im gelb-schwarzen Dress in höhere Gefilde. Er spielte für den EHC München eine Saison in der DEL, bevor er sich in der DEL 2 festsetzte. Erst beim Löwen-Rivalen SC Riessersee, dann drei Jahre bei den Kassel Huskies, mit denen er 2016 Deutscher Meister wurde. „Er weiß also, was man tun muss, um ganz oben mitzuspielen“, sagt Donbeck. Zuletzt spielte Merl bei den Ravensburg Towerstars, musste in der Corona-bedingt verkürzten Vorsaison allerdings lange pausieren: Er verletzte sich noch vor Weihnachten 2019, nachdem er sich nach einer langwierigen Sprunggelenk-Verletzung in der Vorsaison zurückgekämpft hatte. Nach einem Check kurz vor Spielende in Landshut erwischte ihn sein Gegenspieler, dabei riss sich Merl die Adduktoren ab. Sieben Wochen Pause. „Das ist alles verheilt, ich bin topfit.“ Das sieht auch Donbeck so. „Die Verletzung ist auskuriert, er hat keinerlei Einschränkungen mehr, ist seit Wochen im Sommertraining und kann topfit in die Saison starten.“

Die Löwen standen schon länger mit ihrem ehemaligen Spieler, der alle Nachwuchs-Mannschaften des EC Bad Tölz erfolgreich durchlaufen hat, in Kontakt. Hätten ihn gerne schon früher zurückgeholt. „Aber jetzt hat sich zum Glück die Chance ergeben, dass er vertragslos war und wir uns einigen konnten.“ Merl zögerte nicht lange, freut sich auf die Rückkehr in Gelb-Schwarz und unterschrieb den Vertrag für kommende Saison nach Klärung einiger Detailfragen. „Wir wurden uns einig“, sagt Donbeck. „Wir haben eine gute Lösung gefunden“; sagt Merl, der heiß darauf ist, dass es wieder losgeht. „Tölz hat eine super Mannschaft, einen Super Trainer, super Betreuer und super Fans.“ Aber auch vom Rückkehrer ist einiges zu erwarten.

Viel Erfahrung, viele Scorerpunkte

Auch wenn das eine oder andere spielentscheidende Tor für Tölz dabei war – ein gnadenloser Torjäger war Merl noch nie. Die Mehrzahl seiner Scorerpunkte sammelte er durch Vorlagen. Doch die Statistik spricht für seine vielseitige Einsetzbarkeit. „Egal ob Mittel- oder Außenstürmer. Ein kompletter Spieler für jede Spielsituation, egal ob Über- oder Unterzahl, auch am Bully ist er stark“. lobt Donbeck. Merls Spielverständnis suche in der DEL 2 seinesgleichen. „Er spielt clever, hart, kann mit allen Mitspielern in jeder Reihe zusammenspielen.“ Mit 240 DEL 2-Partien, dazu 55 DEL- und 160 Oberliga-Partien kann der Tölzer auf große Erfahrung verweisen. Und es ergaben sich dadurch genug Gelegenheiten für Löwen-Trainer Kevin Gaudet, ihn kennenzulernen und einen positiven Eindruck zu gewinnen. Donbeck: „Kevin wollte ihn gerne haben.“

„Am liebsten spiele ich Mittelstürmer“

Für welche Position, ist noch unklar. „da haben wir heuer den Luxus, flexibel zu sein“, sagt der Geschäftsführer der Tölzer Eissport-Gesellschaft. „Am liebsten Mittelstürmer“, sagt Merl selbst. „Aber das muss der Trainer entscheiden.“ Der Kampf um die Stammplätze im Sturm ist jedenfalls eröffnet. Donbeck: „Wir haben drei Top-Offensiv-Reihen.“ Auch dafür, so der Löwen-Chef, sei Merls Verpflichtung sehr wichtig gewesen.

Der Löwen-Kader

Tor: Franzreb, Huwer. – Verteidigung: Edfelder, Heinzinger, Schwarz, Martinovic, Leitner, – Sturm: Sedlmayr, French, Pfleger, Schlager, Dibelka, Merl, McNeely, Weller, Tosto, Ott. – Trainer: Kevin Gaudet, Florian Funk (Co-Trainer).

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