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Doppelpack reicht nicht: Marco Pfleger und die Tölzer Löwen verlieren erneut gegen Bayreuth.

Eishockey: DEL2

Die Rechnung bleibt offen

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Die Tölzer Löwen verlieren auch auswärts gegen Bayreuth: 3:4-Niederlage nach Verlängerung beim Tabellenvorletzten der DEL2. 

Bayreuth/Bad Tölz– Es bleibt dabei: Die Tölzer Löwen tun sich schwer gegen Bayreuth. Nach dem 5:7 im Heimspiel am Freitag mussten sie sich gestern Abend auch auswärts beim Vorletzten der DEL 2 geschlagen geben. Immerhin retteten sie diesmal einen Punkt, weil sie erst in der Verlängerung mit 3:4 verloren. „Ich bin froh, dass wir nicht mehr gegen Bayreuth spielen müssen“, sagt Löwen-Trainer Kevin Gaudet. „Sie finden immer einen Weg, es uns schwer zu machen.“

Erneut dauerte es eine Weile, bis die Löwen ins Spiel gefunden hatten. „Wir haben schwer begonnen, Bayreuth war im ersten Drittel besser“, gibt Gaudet zu. Nach einer halben Stunde spielten die Tölzer ihre Überlegenheit aus – allerdings ohne sie nach dem 2:2 in Tore umzuwandeln, nachdem sie zweimal einen Rückstand aufgeholt hatten. Die 3:2-Führung durch Marco Pflegers zweiten Treffer hielt jedoch gerade einmal 15 Sekunden. Torschütze zum Bayreuther Ausgleich war ausgerechnet Tyler Gron, der in der Vorsaison noch für die Tölzer Löwen gespielt hatte. Und ausgerechnet per Direktschuss nach einem Bully vor Maxi Franzrebs Kasten. „Ich glaube, es war unser erstes Bullygegentor“, sagt Gaudet. „Und natürlich gegen Bayreuth.“

Wie die bisherigen drei Begegnungen mit den Tigers, war es erneut ein ausgeglichenes und bis zum Schluss enges Spiel. Der Tabellenletzte hatte im ersten Drittel mehr vom Spiel, hatte mit 12:5 auch bei den Torschüssen die Nase vorne und ging in Führung. Defensiv zeigten sich die Löwen zunächst nicht so solide, wie sie es sich vorgenommen hatten. Nach zwölf Minuten enteilte Markus Lillich der Tölzer Abwehr und schlenzte die Scheibe unter die Fanghand von Franzreb zum 1:0. Sonst leistete sich der Löwen-Keeper keine Blöße. „Er hat uns mit ein paar Top-Paraden im Spiel gehalten“, lobt Gaudet.

Etwas kurios der Tölzer Ausgleich aus einer harmlosen Situation: Matt MacKenzie passte vor das Tor von Brett Jaeger, die Scheibe rutschte im Zeitlupentempo am Tigers-Keeper vorbei – noch einmal etwas angeschubst von Tyler McNeely, der dem Keeper die Sicht versperrte.

Das Tor brachte die Löwen jedoch nicht ins Spiel, im Gegenteil, sie gerieten in doppelte Unterzahl, die sie wenigstens schadlos überstanden. Nicht jedoch die zweite Unterzahlsituation, als Drew Melanson auf 2:1 stellte. Tigers-Topscorer Juuso Rajala und sein finnischer Landsmann Ville Järveläinen hatten gute Chancen, die Führung auszubauen. Doch jetzt übernahmen langsam die Löwen das Spiel, vor allem über Tyler McNeely und Marco Pfleger liefen gute Angriffszüge. Letzterer besorgte frei am langen Pfosten den Ausgleich. Erneut war Jaeger die Sicht versperrt. „Danach war es Kampf pur“, sagt Gaudet.

Bayreuth blieb bei Kontern gefährlich, Franzreb konnte sich mehrfach gegen Michal Bartosch und Järveläinen auszeichnen. Und ein weiteres Defizit der Löwen blieb bestehen: das Powerplay. Zogen sie im ersten Versuch noch ein gutes Überzahlspiel auf – allerdings ohne Torerfolg –, bekamen sie im zweiten Powerplay direkt im Anschluss nicht einmal eine Torchance.

Deshalb blieb das Spiel bis ins Schlussdrittel offen. Bis fünf Minuten vor Schluss: Erneut Pfleger stellte auf 3:2. „Da hab’ ich gedacht: ,Okay, endlich gewinnen wir gegen Bayreuth’“, sagt Gaudet. Doch er hatte die Rechnung ohne Gron gemacht, der postwendend auf 3:3 stellte. „Das hat wehgetan.“ Fast noch mehr als Järveläinens 4:3-Siegtor in der Verlängerung.

Bayreuth - Tölzer Löwen n.V. 4:3 (1:1, 1:1, 1:1/1:0)

Tore: 1:0 (12:03) Lillich, 1:1 (12:50) McNeely (MacKenzie/Dibelka), 2:1 (24:22) Melanson (Rajala/Karlsson, 5-4), 2:2 (28:43) Pfleger (Weller/Sa. Martinovic), 2:3 (54:21) Pfleger (French/Weller), 3:3 (54:36) Gron (Rajala), 4:3 (61:50) Järveläinen (Martens/Busch), – Strafminuten: Bayreuth 4, Tölz 10, – Schiedsrichter: Dominic Erdle, Florian Fauerbach, – Zuschauer: 1138.

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