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Der erste Streich war wichtig: Durch Stephen MacAulays (2. v. li.) 3:2 – das erste seiner drei Tore – übernahmen die Tölzer Löwen mit Tom Horschel (re.) wieder die Führung gegen Heilbronn. 

Eishockey: DEL2

Erst MacAulay macht alles klar

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Die Tölzer Löwen nutzen die Heilbronner Strafzeitenflut und gewinnen mit 7:4. 

Bad Tölz– Den zurückliegenden Doppelspieltag hätten die Tölzer Löwen durchaus nutzen können, um sich bis auf Rang sechs der DEL 2 vorzuarbeiten. Doch nach der unnötigen Niederlage am Freitag in Bad Nauheim blieb es bei einem Teilerfolg gegen zwei direkte Konkurrenten und drei Punkten: Am Sonntagabend gewannen sie mit 7:4 gegen die Heilbronner Falken. Doch auch dieser Sieg war nicht gerade souverän.

Beide Mannschaften kamen sehr leicht zu ihren Toren. Die Löwen schafften es nicht, den Sack nach 2:0- und 5:2-Führung frühzeitig zuzumachen. Erst als sich die Gäste durch etliche Strafzeiten selbst aus dem Spiel nahmen und Tölz seine Überlegenheit im Powerplay ausspielte, war das Spiel entschieden. „Unser Über- und Unterzahl war besser, das hat den Unterschied gemacht“, sagt Löwen-Trainer Markus Berwanger. Kurios: Gut vier Minuten vor Schluss nahm Falken-Trainer Torhüter Mirko Pantkowski vom Eis, der erst kurz zuvor den entnervten Leon Frensel ersetzt hatte. In dieser Zeit trafen weder die Löwen das leere Tor noch Heilbronn mit einem Mann mehr.

Die Löwen brauchten zwei Tore, um ins Spiel zu finden. Heilbronn erwischte den besseren Start, hatte gleich einen Pfostenschuss, doch Tölz legte per Doppelschlag innerhalb von acht Sekunden auf 2:0 vor. Kyle Beach schloss seinen Konter gegen den wenig souveränen Frensel im Heilbronner Tor eiskalt ab. Und Manuel Edfelder aus der engagierten dritten Reihe stellte auf 2:0. „Der Block hat defensiv gut gearbeitet“, sagt Berwanger, der die dritte Linie daher gegen die Heilbronner Paradereihe setzte.

Geholfen hat es nur bedingt. Bei den Löwen war nicht klar zu erkennen, was sie mit der ungewohnten Führung anfangen sollten. Zwar hatten Stephen MacAulay und Kyle Beach gute Chancen, die Führung auszubauen. Doch defensiv zeigten sich die Buam zuweilen noch immer überfordert. Justin Kirsch verkürzte vor der ersten Pause auf 1:2. „Heilbronn ist manchmal zu leicht in unser Drittel gekommen“, moniert Berwanger.

Es hätte schlimmer ausgehen können. Trotz Dominanz der Löwen gelang Heilbronn der Ausgleich. Zudem hatten die Tölzer anschließend Glück, dass Greg Gibson nur den Pfosten traf und ein Tor der Falken wenig später nicht gegeben wurde.

Wenigstens auf ihre Powerplay-Effizienz konnten sich die Löwen wieder einigermaßen verlassen: NachMacAulays 3:2 erhöhten Andreas Schwarz – nach Videobeweis kein Schlittschuhtor – und Casey Borer von der Blauen jeweils in Überzahl auf 5:2. Doch auch dieser Vorsprung geriet noch einmal ins Wanken, als Roope Ranta und Richard Gelke auf 4:5 verkürzten. „Aber wir haben zu viele Strafzeiten genommen“, sagt Falken-Coach Alexander Mellitzer. Im Schlussabschnitt, die Heilbronner waren Dauergast in der Kühlbox, machte MacAulay mit seinen Toren zwei und drei alles klar. Dafür ließ er sich später mit einer Tanzeinlage von den Fans feiern.

Der Abstand der Tölzer zu Heilbronn auf Rang sechs beträgt nun noch einen Punkt.

Tölzer Löwen - Heilbronner Falken 7:4 (2:1, 3:2, 2:1)

Tore: 1:0 (4:42) Beach (Pauli/Schwarz), 2:0 (4:50) Edfelder (Strobl/Heinzinger), 2:1 (19:24) Kirsch (Brock/Maschmeyer, 5-4), 2:2 (26:19) Gibson (Damon/Maschmeyer), 3:2 (30:13) MacAulay (Horschel/Pauli), 4:2 (36:12) Schwarz (Beach/Wehrs, 5-4), 5:2 (38:42) Borer (Beach/Pauli, 5-4), 5:3 (39:35) Ranta (Gibson/Damon), 5:4 (42:41) Gelke (Soramies, 4-5), 6:4 (43:21) MacAulay (Beach/Pauli, 5-4), 7:4 (45:12) MacAulay (Wehrs/Pauli, 5-4), –Strafminuten: Tölz 14 + 10 (Strobl, Check gg. Kopf) + 10 (Pauli,Faustkampf), Heilbronn 20 + 10 (Ranta, unsportl. Verhalten), –Schiedsrichter: Ruben Kapzan/Erich Singaitis, –Zuschauer: 1956.

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