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Tölzer Niederlage gegen Bayreuth: Fast jeder Schuss ein Treffer

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Von: Nick Scheder

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Tölzer Löwen Philipp Schlager (v. re.) und Pascal Aquin, Bayreuther Torhüter Timo Herden.
Kaum ein Durchkommen: Philipp Schlager (v. re.) und Pascal Aquin scheiterten etliche Mal am gut aufgelegten Bayreuther Torhüter Timo Herden. Trotz 48:20 Torschüssen aus Tölzer Sicht hieß es am Ende 3:8. © Ewald Scheitterer

Die Tölzer Löwen bekommen von den Bayreuth Tigers eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Nach der 3:8-Heimniederlage am Sonntagabend steht es nun in der Play-down-Serie 1:1.

Bad Tölz – Der Heimkomplex der Tölzer Löwen setzt sich fort: Selbst aus einer Rekordkulisse von 1811 Zuschauern im Tölzer Eisstadion zogen sie am Sonntagabend keinen Profit. Im Gegenteil: Sie mussten sich in Spiel zwei der zweiten Play-down-Runde den Bayreuth Tigers mit 3:8 geschlagen geben. Die Serie, an dessen Ende für den Verlierer der Abstieg aus der DEL 2 steht, ist nun 1:1 ausgeglichen. Es war vor allem die Chancenverwertung, die den Ausschlag gab: Die Löwen brachten nur 3 von 48 Versuchen im Kasten unter, scheiterten immer wieder am stark aufgelegten Timo Herden. Bei den Gästen dagegen war fast jeder zweite Schuss ein Treffer. 48:20 lautete das Verhältnis am Ende – für die geschlagenen Löwen.

Fast jeder Schuss ein Treffer

Hatten die Tölzer zu Beginn noch ihre Schwierigkeiten mit dem hohen Tempo, mit dem die Gäste aufs Tölzer Eis einliefen, kamen sie nach der Hälfte des Spiels immer besser zurecht. In der Schlussphase gab es ein wahres Puckfeuerwerk auf den Bayreuther Kasten. Doch da lagen die Hausherren bereits mit 0:6 zurück.

„Wir waren nicht bereit für das Bayreuther Tempo, haben keinen Weg gefunden, starke Bayreuther Spieler wie Ville Järveläinen, Frédérik Cabana oder Cason Hohmann in den Griff zu bekommen“, sagt Trainer Kevin Gaudet. Zu weit weg vom Gegner, viele Scheibenverluste, Situationen oft nicht souverän geklärt: Die Löwen waren weit entfernt von dem auf Sicherheit ausgerichteten Spiel, das Gaudet als zwingend eingefordert hatte, um diese Runde zu gewinnen. Vor allem Tigers-Topscorer Järveläinen war es, der den Unterschied machte. Der Finne schoss selbst vier Tore, bereitete zwei vor. Beim 0:1 ließen die Löwen schon Hohmann zu leicht gewähren, der Frédérik Cabana auf den Weg schickte. Järveläinen war zum Nachschuss da – genau wie wenig später Christian Kretschmann, der in Bayreuther Überzahl auf 2:0 erhöhte.

Erfolgserlebnis nur bei Eberhardts Faustkampf

Da gaben sich die Löwen freilich noch nicht geschlagen. Josef Hölzl, der erst das 0:5 verschuldete, als er die Scheibe über seinen Schläger ins Tor springen ließ, hielt den Rückstand mit starker Parade gegen Hohmann fest. Lubor Dibelka und Philipp Schlager versuchten zu verkürzen. Doch ein Erfolgserlebnis war nach Järveläinens 3:0 gleich nach Wiederbeginn nur Markus Eberhardt vergönnt, als er Bayreuths Tobias Meier niederstreckte. In der folgenden Unterzahl gab’s die Quittung, 0:4.

Sechs Schüsse, vier Tore - so sieht Effizienz aus

Die eigenen Offensivbemühungen? Zu umständlich, zu ineffizient, kein zwingender Abschluss. Und immer wieder Herden im Bayreuther Tor, an dem Tyler McNeely, aus kurzer Distanz genau wie Eberhardt von der blauen Linie scheiterten, auch Pascal Aquin fand im Gäste-Schlussmann seinen Meister, bevor Bayreuth auf 6:0 davonzog. Vier Tore im zweiten Drittel – bei sechs Torschüssen, so sieht Effizienz aus. Demgegenüber standen 0 Tölzer Treffer – bei 14 Versuchen.

Ein ähnliches Bild im Schlussabschnitt. 25:4 Torschüsse hieß es da. Und immerhin gestalteten Dibelka im Powerplay, Eberhardt im Nachschuss und Schlager erneut in Überzahl das Ergebnis etwas freundlicher. Gaudet: „Es tut mir leid für die Zuschauer, so eine schöne Stimmung, und dann haben wir sie mit der Niederlage verdorben.“

Tölzer Löwen - Bayreuth Tigers 3:8 (0:2, 0:4, 3:2)

Tore: 0:1 (4:12) Järveläinen (Cabana/Hohmann), 0:2 (7:11) Kretschmann (Cabana/Järveläinen, 5-4), 0:3 (21:449 Järveläinen (Cabana), 0:4 (24:13) Järveläinen (Cabana/Davis), 0:5 (35:21) Kretschmann (Bindels/Davis), 0:6 (39:25) Pokovic (Davis/Järveläinen), 1:6 (41:28) Dibelka (Schlager/McNeely, 5-4), 1:7 (43:22) Järveläinen (Hohmann/Cabana, 5-4), 2:7 (49:19) Eberhardt (Merl/Kolb), 2:8 (50:52) Cabana (Hohmann/Kretschmann, 5-4), 3:8 (52:08) Schlager (Brady/Dibelka, 5-4), – Strafminuten: Tölz 23, Bayreuth 23, – Schiedsrichter: Haupt/Holzer, – Zuschauer: 1811.

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