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Tölzer Löwen: Beherrscht von Kaufbeuren

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Von: Nick Scheder

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Stürmer Thomas Brandl (re.)  Tölzer Löwen
Nach acht Wochen Verletzungspause zurück auf dem Eis: Doch Stürmer Thomas Brandl (re.) und seine Tölzer Löwen mussten sich in Kaufbeuren mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. © Rabuser/Archiv

Die Tölzer Löwen finden beim ESV Kaufbeuren spät ins Spiel und verlieren 2:3 nach Verlängerung.

Kaufbeuren/Bad Tölz – Es war der erwartet enge Schlagabtausch zweier Teams, die um den Verbleib in den Top-Zehn der DEL 2 kämpfen. Die Tölzer Löwen holten sich am Freitagabend einen Punkt, mussten sich dem ESV Kaufbeuren in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben.

Beherrscht von Kaufbeuren

Sie hatten nach etwas verhaltenem Start ein wenig Glück, dass sie im Spiel blieben, die Partei sogar drehten. Aber das Team von Kevin Gaudet hatte auch ein wenig Pech, dass es trotz ausgeglichenen Spiels und guten Chancen in der Schlussphase nur einen Punkt mitnahm. Thomas Brandl bei seinem ersten Spiel nach wochenlanger Verletzungspause traf in der Verlängerung nur den Pfosten. Tyler Spurgeon, bester Kaufbeurer Spieler an diesem Abend, sorgte wenig später per Nachschuss für die Entscheidung.

Die Löwen hatten weniger vom Spiel, waren anfangs zu passiv, hatten weniger Aktionen nach vorne und weniger Torchancen. Thomas Merl, ebenfalls nach langer Auszeit zurück im Löwen-Rudel, leistete sich eine Unaufmerksamkeit bei eigenem Angriff, die in einen Konter und eine gefährliche Situation mündete. Doch Jimmy Hertel im Tölzer Tor hatte sich einiges vorgenommen. Und Merl zeigte anschließend auch einige gute offensive Aktionen.

Trotzdem, Tölz war nicht richtig im Spiel, der Rückstand verdient. Spurgeon legte schön zurück auf Markus Schweiger, der drosch die Scheibe unter die Latte. „Wir haben seit Langem wieder mal mit drei Reihen gespielt“, sagt Gaudet. „Vielleicht haben wir gedacht, ,jetzt sind wir stark‘. Waren wir nicht. Kaufbeuren war die klar bessere Mannschaft im ersten Drittel, sehr schnell, erinnert mich ein bisschen an Dresden, sie haben uns beherrscht.“

Spiro eiskalt, als Krauß seinen Helm verlor

Aber die Löwen kämpften sich zurück. Hatten Glück, als Kaufbeurens Spurgeon und Ex-Löwe Joseph Lewis dreimal nur Latte und Pfosten trafen. Und Hertels gute Paraden. Und sie wurden anschließend besser, drehten das Match. „Im zweiten Drittel war es ein offenes Spiel“, sagt Gaudet. Der Tölzer Topscorer Lubor Dibelka glich aus, als er den Puck von Thomas Brandl aufgelegt bekam. Und Cam Spiro vollstreckte eiskalt, als ESV-Verteidiger Johannes Krauß seinen Helm verlor, deshalb nicht ins Geschehen eingreifen konnte. So landete Markus Eberhardts Pass ungehindert bei Spiro, der die Scheibe aus der Drehung unter die Latte lupfte. „Eine 2:1-Führung musst du versuchen, im letzten Drittel nach Hause zu bringen“, meint Gaudet.

Das gelang nicht, weil Kaufbeuren sich nicht wieder einmal die Butter vom Brot nehmen lassen wollte – wie schon so oft in diesem Jahr. John Lammers glich aus. In der Schlussphase ging es hin und her, Spiro traf für die Tölzer noch einmal die Latte, doch die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Auch hier hatten beide Teams Chancen auf den Sieg. Doch Kaufbeuren holte sich die beiden Punkte. „Mit einem Punkt auswärts müssen wir glücklich sein“, sagt Löwen-Trainer Gaudet.

Kaufbeuren - Tölz n.V. 3:2 (1:0, 0:2, 1:0/1:0)

Tore: 1:0 (17:03) Schweiger (Spurgeon), 1:1 (32:46) Dibelka (Brandl/Ott), 1:2 (39:23) Spiro (Eberhardt/Brandl); 2:2 (46:13) Lammers (Spurgeon/Schweiger), 3:2 (62:25) Spurgeon (Lammers/Schweiger), – Strafminuten: Kaufbeuren 6, Tölz 0, – Schiedsrichter: Bauer/Gossmann.

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