Tyler McNeely Stürmer der Tölzer Löwen
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Comeback vertagt: Tyler McNeely hat seinen ersten Einsatz nach langer Verletzungspause aus privaten Gründen vorerst verschoben. Stattdessen stürmt gegen Kaufbeuren doch noch einmal Mario Lamoureux.

EISHOCKEY DEL 2 - Tölzer Löwen gegen Kaufbeuren

Abwärtsstrudel verhindern

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Nach drei Niederlagen in Folge: Tölzer Löwen wollen gegen Kaufbeuren punkten.

Bad Tölz – Erst vor zehn Tagen sind sich die beiden Mannschaften zuletzt begegnet. Da besiegten die Tölzer Löwen den ESV Kaufbeuren noch recht ungefährdet mit 7:3. Aber vor dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) hat sich Entscheidendes verändert, findet Löwen-Trainer Kevin Gaudet: „Wir haben mit Sasa Martinovic einen unserer besten Verteidiger verloren. Markus Eberhardt ersetzt den Routinier zwar leidlich, aber ihn hätte Gaudet für die Offensive gebrauchen können.

Nach drei Niederlagen in Folge: Tölz braucht Punkte gegen Kaufbeuren

Auf den Sieg im zurückliegenden Heimspiel brauche sich seine Mannschaft ohnehin nichts einzubilden, warnt der Coach. Jedes Spiel sei heuer wegen des dichten Terminplans und relativ ausgeglichener DEL2 extrem schwierig. Zudem: „Zwei Spiele gegen den gleichen Gegner hintereinander werden selten gewonnen.“ Der Unterlegene wolle die offene Rechnung begleichen, sei über die Maßen motiviert. Das gilt für Kaufbeuren besonders, weil der Tabellenachte weiter auf Play-off-Kurs bleiben wolle.

Bei den Allgäuern hat Gaudet vor allem Top-Ausländer in der Offensive ausgemacht. Da sind die beiden Kanadier John Lammers (49 Punkte) und Tyler Spurgeon (40), in der Vergangenheit Topscorer der Ersten Österreichischen Liga und auch jetzt ganz vorne in der internen Liste. Das ist zudem Landsmann Branden Gracel (31) und vor allem der finnische Dauer-Joker Sami Blomqvist, in der Vorsaison bester Scorer in der DEL 2. Nach seiner Verletzung kommt er immer besser in Form.

Erneut eine Herausforderung für die zuletzt etwas schwächelnde Löwen-Defensive. Mangelnde Konzentration führte oft zu bösen Fehlern und Gegentoren. „Der Ausfall von Martinovic hat dieses Problem nicht besser gemacht“, sagt Gaudet. Zudem sind zwei der fünf Verteidiger noch sehr jung. „Niklas Heinzinger und Maximilian Leitner machen das gut. Aber wir haben keine sieben Verteidiger, deshalb haben sie in jedem Spiel 20 Minuten Eiszeit“, gibt der Trainer zu bedenken.

Und die Tölzer bekommen es mit geballter Kaufbeurer Offensiv-Power zu tun. Da zählt für die Löwen vor allem eines: eine solide Abwehr. „Alles fängt mit von der Strafbank wegbleiben und dem Verteidigungsverhalten an“, sagt Gaudet. „Wir müssen unbedingt Tore verhindern, am besten gleich in Führung gehen.“ Dafür könnte nun überraschend doch noch einmal Mario Lamoureux – wie schon am Freitag – sorgen. Eigentlich sollte Tyler McNeely zu seinen ersten Einsätzen nach langer Verletzungspause kommen. Doch der 33-jährige Kanadier ist gerade Vater geworden, nun aber privat verhindert. Also nimmt Lamoureux, dessen Vertrag Ende kommender Woche ausläuft, den Mittelstürmer-Platz in der zweiten Reihe ein.

Mit Punkten aus dem Abwärtsstrudel

Auf die beiden Corona-Rekonvaleszenten Thomas Merl und Hannes Sedlmayr müssen die Löwen im Sturm ebenfalls verzichten. Bei Sedlmayr ist die Saison vermutlich gelaufen – er hat wohl eine Herzmuskelentzündung davongetragen. Und auch bei Merl ist an einen Einsatz noch nicht wirklich zu denken. „Er versucht mitzutrainieren, aber hat anschließend immer Kopfschmerzen“, sagt Gaudet.

Trotz aller Widrigkeiten: Der Trainer und sein Team möchten nach zwei Niederlagen in Folge vermeiden, in einen Abwärtsstrudel zu geraten. Gaudet: „Wir müssen einen Weg finden, um die drei Punkte zu holen.“

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