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Tölzer Löwen: „Großer Sieg“ gegen den Spitzenreiter

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Von: Nick Scheder

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Dennis Miller (li.) Markus Eberhardt (hinter dem Tor)
Die Weichen auf Sieg gestellt: Dennis Miller (li.) trifft auf Vorlage von Markus Eberhardt (hinter dem Tor) zum 2:2 gegen Frankfurt. Im folgenden Powerplay holten sich die Tölzer Löwen den Sieg. © Oliver Rabuser

Tölzer Löwen schlagen verhaltene Frankfurter mit 3:2 – Powerplay-Situation spielentscheidend

Bad Tölz – 2:2 und vier Minuten Überzahl: Die Tölzer Löwen hatten sich die Löwen Frankfurt hergerichtet für eine Überraschung. Und tatsächlich nutzten die Gastgeber das Geschenk des Tabellenführers am Tag vor Heiligabend, gingen im Powerplay mit 3:2 in Führung. Und hielten den Vorsprung tatsächlich bis zum Schluss – trotz hessischer Schlussoffensive mitsamt sechstem Feldspieler, als Jake Hildebrand 72 Sekunden vor Schluss das Eis verließ.

„Ein großer Sieg gegen den Spitzenreiter“, freut sich Trainer Kevin Gaudet. „Und das erste Mal, das wir dreimal in Folge gewonnen haben.“

„Großer Sieg“ gegen den Spitzenreiter

Die Gründe für den Sieg in einem zerfahrenen Spiel sind etwas verschwommen. Vielleicht haben die breit aufgestellten Gäste die personell immer noch dezimierten Tölzer nicht ganz ernst genommen. Zumal nicht nach 2:0-Führung, als alles seinen Lauf zu nehmen schien. „Sie haben unsere Fehler mit zwei Toren eiskalt genutzt“, sagt Gaudet. Erst vollstreckte Manuel Strodel einen Konter zum 1:0. Wenig später erhöhte Yannick Wenzel auf 2:0, als er einen simplen Angriff über zwei Stationen erfolgreich abschloss. „Aber wir haben nie aufgegeben und uns zurückgekämpft“, freut sich Gaudet. Außerdem kam nach der Führung nur noch wenig von den Frankfurtern. „Wir haben es versäumt, weiter stark zu spielen“, moniert Gästetrainer Bo Subr.

Mit ein Grund für den Tölzer Sieg war sicherlich auch die Rückkehr zweier Spieler. Mit Thomas Horschel konnte Gaudet die Sturmreihen etwas entlasten. Und Marcus Götz, von dessen Fitness nach langer Verletzung der Löwen-Coach überrascht war, hat nicht nur der Defensive, sondern der ganzen Mannschaft durch seine Präsenz „viel geholfen. Wir haben Männerkörper gebraucht.“

Und den Anschlusstreffer von Tyler McNeely, der die Scheibe aus dem Gedränge über die Linie brachte. Noch wichtiger der Ausgleich von Dennis Miller, der kurz zuvor schon eine gute Möglichkeit hatte, und später die vier Minuten Überzahl für Tölz. „Wahrscheinlich der Knackpunkt in der Partie“, meint Gaudet. „Das hat Tölz sehr gut gespielt“, lobt Subr. Es war Lubor Dibelka, der bei Cam Spiros Vorlage nicht lange fackelte und die Scheibe zum spielentscheidenden 3:2 in die Maschen drosch.

Strafbankverbot funktioniert passabel

Und noch etwa funktionierte passabel: Das Strafbankverbot für die Tölzer. Nur eine einzige Unterzahl gab’s für die Löwen. Also auch kaum eine Möglichkeit für die hessischen Löwen, ihr starkes Überzahlspiel aufzuziehen. Gaudet: „Unsere Disziplin war hervorragend.“ Und das eine Frankfurter Powerplay überstanden die Tölzer, auch alle weiteren wütenden Sturmläufe. „Wir haben sehr solide verteidigt diesmal“, lobt Gaudet.

In die Karten spielten Tölz sicher auch die Strafzeiten der Gäste: Zu oft trat Frankfurt in der Schlussphase mit einem Mann weniger an, als dass es noch richtig gefährlich hätte werden können. Auch Jimmy Hertel im Tölzer Tor hatte mit guten Paraden seinen Anteil am frohen Weihnachten der Tölzer.

Tölzer Löwen - Löwen Frankfurt 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 (12:24) Strodel (Mieszkowski/Preto), 0:2 (16:00) Wenzel (Moser/Faber), 1:2 (17:07) McNeely (Spiro/Dibelka), 2:2 (32:40) Miller (Eberhardt/Schlager), 3:2 (40:20) Dibelka (Spiro/McNeely, 5-4), – Strafminuten: Tölz 4, Frankfurt 10, – Schiedsrichter: Martin Holzer/Daniel Kannengießer, – Zuschauer: keine.

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