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Tölzer Löwen: Die Krieger nutzen ihre Chancen

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Von: Nick Scheder

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Löwen-Stürmer Cam Spiro (Mitte).
Spieler des Abends: Löwen-Stürmer Cam Spiro (Mitte) schenkte den Wölfen fünf Tore ein und trug so entscheidend zum Tölzer 7:4-Sieg in Freiburg bei. © Rabuser/Archiv

Sieben Stürmer, vier Verteidiger: Dezimierte Tölzer Löwen holen einen 7:4-Sieg in Freiburg. Ein Gala-Abend besonders für Löwen-Stürmer Cam Spiro.

Bad Tölz – Die Tölzer Stürmer werden immer weniger. Doch die Torausbeute immer mehr: Mit nur sieben Offensivkräften – plus die vier in der Abwehr gewohnten Spieler – besiegten die Löwen am Sonntagabend den EHC Freiburg in dessen Halle. Der Ex-Freiburger Cam Spiro hinterließ seine Visitenkarte, indem er die Wölfe beim 7:4-Erfolg mit fünf Treffern fast im Alleingang abschoss.

Die Entscheidung fiel kurz vor Ende des Mitteldrittels. In einer Phase, als Tölz auf 3:1 vorgelegt hatte, aber Freiburg am Drücker war und auf 2:3 verkürzte, zogen die Gäste mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten auf 6:2 davon. „Da haben wir unsere Chancen genutzt, gekämpft wie Krieger, der Sieg war sehr wichtig für uns“, freut sich Trainer Kevin Gaudet.

Tölzer Löwen: Die Krieger nutzen ihre Chancen

Doch er ärgerte sich auch ein wenig. Denn es blieb bis in die Schlussphase spannend. „Nach 6:2 denkst du ,gut, das war’s‘, aber wir haben dumme Strafen genommen und Freiburg noch mal kommen lassen.“ Die Wölfe gaben sich noch nicht geschlagen. Maximilian Leitner musste auf die Strafbank, ein Freiburger Konter, Tyson McLellan legte nach außen ab auf Liam Finlay, der drosch die Scheibe ins Netz – 3:6, ein richtig schöner Treffer. Und einer, mit dem sich der EHC zurückmeldete: Wenig später ging Tölz’ Dennis Miller in die Kühlbox, und wieder nutzte Freiburg das Powerplay. Marc Wittfoth verkürzte auf 4:6, noch einmal gerieten die Tölzer in Unterzahl. Doch sie bissen die Zähne zusammen, kämpften die Müdigkeit nieder und stemmten sich gegen die wütenden Wölfe-Attacken. 49:18 Torschüsse zugunsten der Freiburger sprechen eine deutliche Sprache. Doch die Tore sprachen für Tölz. Die Kräfte schwanden, „unser Tank war leer“, sagt Gaudet. Doch Hertel hielt den Sieg fest.

Auch eine Freiburger Auszeit änderte daran nichts mehr. Torhüter Patrik Cerveny, der im Schlussdrittel für den glücklosen Luis Benzing kam, blieb draußen. Doch die Scheibe ging nicht mehr ins Tor. Zumindest nicht ins Tölzer: Cam Spiro – wer sonst an diesem Abend? – traf zum 7:4 ins leere Tor. Hart erkämpfter Sieg des dezimierten Löwen-Rudels, mit dem sie sich auf Rang zehn vorschoben.

Rückstand nach sechs Sekunden

Dabei musste der übersichtliche Haufen gleich nach sechs Sekunden einen Rückstand hinnehmen. Gaudet: „Wie ein Tritt in die Eier. So ein frühes Tor habe ich noch nie erlebt.“ Doch zweimal Cam Spiro drehte das Match bereits nach drei Minuten auf 2:1. Die Führung gaben die Löwen bis zum Schluss nicht mehr her. Das lag zum einen an einem an diesen Tag gut aufgelegten Keeper Jimmy Hertel, der starke Paraden auspackte. Zum anderen wehrten sich die vier Tölzer Verteidiger nach Kräften, erlaubten sich nicht viele Fehler. Einer passierte Ian Brady, als er eine Scheibe vor dem eigenen Tor zu Philip Feist abprallen ließ, der auf 2:3 verkürzte. Eine brenzlige Situation, weil sich Freiburg hätte zurückmelden können. Doch Spiro stellte wenig später den alten Vorsprung wieder her, das Spiel war gelaufen. Gaudet: „Wir haben einen Weg gefunden, den Sieg nach Hause zu bringen.“

EHC Freiburg - Tölzer Löwen 4:7 (1:2, 1:4, 2:1)

Tore: 1:0 (0:06) Allen (George/Pageau), 1:1 (0:48) Spiro (Dibelka/Eberhardt), 1:2 (3:07) Spiro (Miller/McNeely), 1:3 (29:09) McNeely (Brady/Dibelka, 5-4), 2:3 (32:03) Feist (Danner/Linsenmaier), 2:4 (34:03) Spiro (Miller/Leitner), 2:5 (38:20) Schlager (McNeely/Dibelka, 5-4), 2:6 (39:29) Spiro (Dibelka/Schlager), 3:6 (44:40) Finlay (McLellan/Pageau, 5-4), 4:6 (51:14) Wittfoth (McLellan/Pageau, 5-4), 4:7 (58:05) Spiro (Schlager, ENG), – Strafminuten: Freiburg 6, Tölz 12, – Schiedsrichter: Sicorschi/Singer, – Zuschauer: 750.

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