Tölzer Löwen: Tyler McNeely (re.) und Torhüter Maximilian Franzreb.
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Matchwinner unter sich: Doppeltorschütze Tyler McNeely (re.) beglückwünscht Torhüter Maximilian Franzreb, der die Tölzer in der Anfangsphase im Spiel hielt.

EISHOCKEY DEL 2 - Tölzer Rumpftruppe gewinnt in Frankfurt

Angriff auf Tabellenrang vier abgewehrt

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Tölzer Löwen gewinnen in Frankfurt dank wiedergefundener Effizienz und zweier McNeely-Tore mit 4:1

Frankfurt/Bad Tölz – Schon erstaunlich, das offensive Auf und Ab bei den Tölzer Löwen. Waren sie einmal die effektivste Mannschaft der DEL 2, trafen sie das Tor phasenweise in dieser Saison überhaupt nicht. Jetzt scheint der Knoten wieder geplatzt zu sein: Am Montagabend bei den Löwen Frankfurt traten sie nach zunächst ausgeglichenem Spiel in der Schlussphase unglaublich abgezockt auf und gewannen nach drei ähnlich entstandenen, eiskalt verwandelten Toren aus dem Slot wie schon im ersten Vergleich bei den Hessen mit 4:1. „Hut ab, was die Mannschaft mit so wenigen Spielern schafft“, freut sich Trainer Kevin Gaudet.

Tölzer Rumpftruppe gewinnt in Frankfurt

Vor dem Spiel rechnete er sich nicht allzu viele Siegchancen aus. Denn neben den üblichen Verletzten meldete sich kurzfristig auch noch Stürmer Lubor Dibelka mit Leistenproblemen ab. Die Tölzer stiegen mit gerade einmal fünf Verteidigern und sieben Stürmern aus dem Bus. Und hatten zunächst Probleme. „Frankfurt war im ersten Drittel die bessere Mannschaft“, sagt Gaudet. „Wir haben viel Druck gemacht, haben aber nicht aus allen unseren Chancen etwas gemacht“, sagt der Frankfurter Trainer, der Tölzer Franz-David Fritzmeier. Darren Mieszkowski im Nachschuss und Adam Mitchell aus kurzer Distanz scheiterten an Löwen-Keeper Maximilian Franzreb.

Aber auch die dezimierten Tölzer waren regelmäßig gefährlich. Luca Tosto war wohl selbst überrascht, dass er gar so frei im Slot schießen durfte. Reid Gardiner knallte die Scheibe an den Pfosten. Doch die hessischen Löwen hatten mehr vom Spiel, mehr Schüsse, mehr Chancen. Aber die Oberbayern hatten Franzreb. „Er hat uns im Spiel gehalten, das war der Schlüssel“, sagt Gaudet.

Denn nach der Frankfurter Führung – bei Luis Schinkos platziertem Schuss verdeckte Andreas Schwarz Franzreb die Sicht, der reagierte deshalb kaum, als die Scheibe im Winkel landete – schien der Tölzer Matchplan immer besser aufzugehen: Konter über die schnellen Max French, Reid Gardiner oder Tyler McNeely oder lange Pässe auf einen hoch stehenden Stürmer. Und auch Kapitän Philipp Schlager übernahm Dibelkas Part im zweiten Tölzer Sturm erfolgreich. Seinen Schlagschuss fälschte French zum verdienten Ausgleich ab.

Nach McNeelys Doppelschlag nichts mehr entgegenzusetzen

Eng blieb es allerdings bis in die Schlussphase. Dann jedoch zogen die Gäste auf 4:1 davon. Den Anfang machte der gut aufgelegte Tyler McNeely per Doppelschlag. Er schnappte sich eine Scheibe vor dem Frankfurter Kasten und stellte unbedrängt auf 2:1. Vier Minuten später erhöhte er wieder frei im Slot auf 3:1. Und Marco Pfleger hatte ebenfalls Zeit, sich die Scheibe vor Torhüter Bastian Kucis noch einmal zurechtzulegen, der Tölzer Topscorer vollstreckte ins rechte obere Eck zum 4:1-Endstand.

Damit haben sich die Tölzer Löwen erfolgreich gegen den Angriff des Tabellenfünften auf ihre Position vier gewehrt. Fritzmeier räumt ein: „Wir hatten nach dem 1:2 nichts mehr zuzusetzen, und Tölz hat dann auch verdient gewonnen.“

Löwen Frankfurt - Tölzer Löwen 1:4 (0:0, 1:1, 0:3)

Tore: 1:0 (22:47) Schinko (Sonnenburg/Hüttl), 1:1 (35:55) French (Schlager/Pfleger), 1:2 (49:17) McNeely (Schlager/Gardiner), 1:3 (53:21) McNeely (Schlager/Heinzinger), 1:4 (54:13) Pfleger (French/Gardiner), – Strafminuten: Frankfurt 2, Tölz 2, – Schiedsrichter: Tony Engelmann, Carsten Lenhart.

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