Tölzer-Löwen-Stürmer Lubor Dibelkas (vorne re.), ESVK-Keeper Maximilian Meier und Löwen-Stürmer Mario Lamoureux (hinten re.).
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Intakte Offensiv-Abteilung: Ging Lubor Dibelkas (vorne re.) Versuch noch an Maximilian Meier aber auch am Torwinkel vorbei, musste der ESVK-Keeper später regelmäßig hinter sich greifen. Mario Lamoureux (hinten re.) machte sein bisher bestes Spiel für die Tölzer Löwen.

EISHOCKEY DEL 2 - Beim 6:2 in Kaufbeuren funktioniert die Tölzer Chancenverwertung – Erster Auswärtssieg in 2021

Clever, offensivstark und torgefährlich

  • vonOliver Rabuser
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Diesmal waren die Tölzer Löwen offensiv brandgefährlich: Mit 6:2 gewannen sie in Kaufbeuren.

Die Spielfreude war zurück, auch die Beine der Löwen wirkten frisch. Durch das entschlossene Forechecking wurden etliche Scheiben frühzeitig erobert und gegnerische Angriffe bereits in der Entstehung unterbunden. Futter für die zuletzt leicht angekratzte Moral war der frühe Führungstreffer: Manuel Edfelder und Andreas Schwarz sorgten um den ESV-Kasten für Betrieb, Letzterer kam aus halbrechter Position frei zum Abschluss – 1:0. Mehr wäre im anschließenden Powerplay möglich gewesen. Doch sowohl Mario Lamoureux, der seinen bisher besten Auftritt für Tölz hatte, als auch Lubor Dibelka verpassten jeweils um Zentimeter. Im Gegenzug markierte John Lammers den Ausgleich.

Clever, offensivstark und torgefährlich

Letztlich der einzige Fauxpax für lange Zeit. Tölz stellte das Team mit mehr Ideenreichtum, wirkte zielstrebiger, die erneute Führung verwunderte nicht: Reid Gardiner war der Torschütze. Auf der anderen Seite war Max Franzreb gegen Braden Gracel rechtzeitig zur Stelle.

Richtig stark drehten die Buam aber erst im zweiten Drittel auf. Dibelka besorgte mit einem Onetimer das 3:1, Augenblicke später fehlte Lamoureux frei vor Maximilian Meier die letzte Puckkontrolle. Tölz agierte clever, hatte feine Offensivaktionen, die Kombinationen flott, das Tempo nie ein Problem. Hinten herrschte ein unaufgeregter, knochentrockener Verwaltermodus. Zudem nahmen die erzwungenen Strafzeiten wertvolle Zeit von der Uhr.

Anschlusstreffer hat wehgetan, aber nicht zu sehr

Wenn auch nicht komplett ausreichend. Am Ende des Abschnitts kamen die Allgäuer noch einmal auf. Scheiterten Gracel und Tobi Wörle noch, verkürzte Tyler Spurgeon aus dem Slot mit der Rückhand. „Hat uns wehgetan“, urteilte Gaudet. Doch schien der Anschlusstreffer die Buam anzustacheln. Kompromisslos wurden die Strafen gegen Sasa Martinovic und Morrison verteidigt, Franzreb hielt wieder bärenstark, und als der Moment günstig war, schlug die torgefährliche Abteilung Attacke wieder zu. Pfleger pflückte hinterm Tor einem Verteidiger die Scheibe vom Schläger, schickte sie zu Gardiner in den Slot – 4:2. Der Tölzer Topscorer hatte frei vor Meier auch die Entscheidung auf der Kelle. So aber wurde es in Unterzahl noch einmal brenzlig. Letztlich machten aber Pfleger und Dibelka alles klar.

ESV Kaufbeuren – Tölzer Löwen 2:6 (1:2,1:1,0:3)

Tore: 0:1 (1:37) Schwarz (Edfelder/Heinzinger) 1:1 (6:16) Lammers (Eichinger/Koziol), 1:2 (8:47) Gardiner (Pfleger/Lamoureux, 1:3 (30:42) Dibelka (Gardiner/Edfelder), 2:3 (38:44) Spurgeon (Wörle/Lammers), 2:4 (48:25) Gardiner (Pfleger/Schlager), 2:5 (57:49) Pfleger (Dibelka/Lamoureux), 2:6 (59:42) Dibelka (Pfleger/Lamoureux), – Strafminuten: Kaufbeuren 12, Tölz 12, – Schiedsrichter: Hinterdobler/Kapzan.

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